Kommen wir zu den Bildeindrücken: Alle Bilder sind mit der Olympus E-3 (also Crop 2) und Stativ (oder IS) als RAW fotografiert und bei der Umwandlung in JPG moderat bzw. bei den Vergleichsaufnahmen gar nicht bearbeitet. Als Vergleichsobjektiv habe ich das Zuiko 50-200 f 2,8-3,5 SWD herangezogen, das allgemein als hervorragende Linse bewertet wird und zu der Olympus Pro-Serie gehört.
Um Verzeichnung und Schärfe zu beurteilen, habe ich ganz langweilig mein CD-Regal herangezogen und die beiden Objektive bei f 3,5 verglichen sowie das Admiral bei f 1,8 getestet. Weiteres Abblenden auf f8 ergab beim Admiral übrigens keine nennenswerte Verbesserung mehr – möglicherweise allerdings dadurch bedingt, dass ich hier in Bereiche kam, wo das Verwackeln (auch durch das lose Bajonett) eine Rolle spielte.
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Aus meiner Sicht ist der deutlichste Unterschied nicht in der Schärfe sondern im Kontrast zu finden. Das Zuiko bildet deutlich lebendiger und kontrastreicher ab – besonders eindeutig zu erkennen an der Holstruktur, die beim Admiral auch bei f3,5 kaum hervortritt. Vignettierung oder Verzeichnung ist nicht erkennbar, und selbst der Schärfeabfall zu den Rändern hält sich ziemlich in Grenzen, aber das ist bei KB-Objektiven an Four Thirds ohnehin nicht zu erwarten, da man ja nur den „besten“ Teil der Linsen nutzt. Was die Schärfe betrifft, war ich eigentlich positiv überrascht, dass das Admiral bei f 3,5 einen noch vertretbaren Leistungsabfall gegenüber dem Zuiko hat. Dabei muss man schließlich gerechterweise berücksichtigen, dass hier ca. 40 Jahre und ein guter Tausender im Preis zwischen den beiden Objektiven liegen. So gesehen bekommt man mit dem Admiral 1,8/135 zwar kein absolutes Spitzenobjektiv aber eine durchaus alltagstaugliche Optik.
Besonders gespannt war ich auf das Bokeh und da speziell auf die Form der Spitzlichter in Abhängigkeit von der Blende mit ihrer seltsamen Geometrie.
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Wie zu erwarten, ist bei Offenblende (Raste „hinter“ 1,8) keine Blendenform zu erkennen und das Bokeh ist sauber und die Spitzlichter sind kreisrund. Aber schon bei der Blende 1,8 treten deutlich sichtbar die „Kreissägeblätter“ auf und bei f 2,8 sind sie kaum zu übersehen. Erst bei f 4 hat man dann wieder die normale Sechseckform. Es ist also wichtig bei einem Bildaufbau mit hellen Lichtern im Unschärfebereich unbedingt auf die letzte Raste zu stellen, um ein störungsfreies Bild zu bekommen.
Weitere Bildeindrücke folgen im dritten Teil.


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