Das Kit hat den Vorteil, dass es unschlagbar günstig ist. Und als Zoom ist es eben vor allem praktisch.
Ich denke aber dennoch, dass ein Anfänger sehr viel über das Fotografieren lernen kann, wenn er mit einem 28mm an einer APS-DSLR unterwegs ist, zum Beispiel mit dem (auch recht preisgünstigen) EF 2.8/28.
Das Auge wird enorm geschult, wenn man zu Fuß "zoomen" muss. Man hat mehr Zeit nachzudenken und fotografiert ruhiger - der gleiche Effekt, der - noch stärker - mit manuellen Linsen eintritt.
Ernsthaft betriebene Fotografie bedeutet ja auch, sich auf das Sujet einzulassen und das geht in zwei Sekunden kaum. Schießen nach der "klick - klick - klick" Methode ist - überspitzt formuliert - Knipserei. Ich habe nichts dagegen einzuwenden, manchmal macht gerade das richtig viel Spaß. Doch wer wirklich etwas lernen will, der nimmt sich Zeit. (Übrigens, einer der wichtigsten Faktoren von Bildung, der leider im Moment von Seiten der Politik und Wirtschaft vergessen wird!)
Schaut euch Bildbände der Meister an, versucht sie zu verstehen: warum hat er das Bild so gemacht? Geht spazieren mit der Kamera um die Schulter und stellt euch das Bild erst vor, schaut durch die Kamera, geht weiter an eine andere Stelle, wieder durchschauen usw. Beachtet das Licht (ganz wichtig!), beobachtet die Wolken. In solch einem Fotografieren steckt so viel Genuss! Gerade bei Hobbyfotografen (die ja kein Bild in wenigen Minuten an die Agentur schicken müssen) sollte der Begriff "Entschleunigung" hoch angesehen sein.


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