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Das Thema, was ist Kunst und was nicht, sollten wir gar nicht weiter verfolgen ebenso wenig wie der Weg ist dorthin zu kommen.
Die eingesetzte Technik bestimmt es zumindest nicht, die Vorstellung des Fotografen bestimmt wie das Foto wird, wenn er oder sie die Ausrüstung gut genug kennt ist auch das Wissen vorhanden wie man dorthin kommt.
Bestimmte Objektive können dabei helfen ein gewünschtes Ziel zu erreichen aber es macht daraus nicht automatisch ein besonderes Fotos.
Es wird Heute von den Objektiven erwartet das sie scharf, verzeichnungsfrei, kontrastreich sind und alle weiteren optischen Fehler komplett behoben sind. Es soll dann aber eine gewisse Größe nicht überschreiten, zu schwer soll es nicht sein und bitte nicht zu teuer.
Dass das nicht alles auf einmal erfüllt werden kann liegt auf der Hand und solange nur die Vignettierung und Verzeichnung durch den Bordcomputer korrigiert werden spielt das für mich keine Rolle.
Das gab es z.B. schon bei der ersten Ausführung der Minox B. Dort war das Complan 3,5/15mm verbaut. Bis Heute eines der schärfsten Objektive mit einer sehr hohen Auflösung. Die optischen Fehler wurden bei diesem Objektiv bis an das technisch machbare auskorrigiert. Um es aber bezahlbar zu machen und so klein zu halten das es in das Gehäuse der Minox passte hat man die enorme Verzeichnung des Objektives nicht korrigiert sondern in die Kamera eine sphärische Filmführung eingebaut, der Film wurde dadurch konkav zum Objektiv hin durchgebogen.
Die meisten Nutzer dieser Kameras haben davon nie etwas gewusst und auch Heute ist das kaum bekannt. Die Nutzer haben sich aber gefreut ein solch gutes Objektiv in der Kamera zu haben. Wären alle Aufnahmen verzeichnet hätte die Kamera wohl niemand gekauft.
Inzwischen werden solche Fehler halt numerisch korrigiert was zum selben Ergebnis führt. So erhalte ich ein bezahlbares Objektive dass das macht was es soll.
Viel schlimmer finde ich wenn die Elektronik in das Bild dahingehend eingreift das es schärft, den Kontrast anhebt, was immer auch ein Teil der Schärfung ist, eine Farbkorrektur durchführt oder in sonstiger Weise die Datei verändert ohne das ich es möchte.
Das machen leider viele Kameras, auch im RAW Format. Leider auch wenn Altglas angesetzt ist. Als Kunde wird man darüber nicht informiert, man muss es schon selber herausfinden. Ebenso finde ich die Tiefpassfilter vor den Sensoren nervig die das Bild extra weicher machen damit der Moire Effekt zurück gehalten wird. Diese Filter beeinflussen das Ergebnis sehr. Inzwischen gibt es einige Kameras ohne diese Filter aber das hat ganz schön lange gedauert.
Wie ich oben bereits geschrieben habe ist das Wichtigste seine Ausrüstung gut zu kennen. So kann ich das Ergebnis am ehesten vorhersehen, übrigens auch wenn ich analog mit Film arbeite. Ich habe genaugenommen für jedes Foto nur einen einzigen Versuch, da macht es keinen Unterschied wenn ich mir das Bild gleich nach der Aufnahme anschauen kann oder erst einen Film entwickeln muss. Ist der Augenblick vertan wird das nächste Bild anders. Table Tops jetzt mal ausgenommen.
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