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Thema: Meine 4x5" Pinhole Kamera

Hybrid-Darstellung

  1. #1
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    Zitat Zitat von Jan Böttcher Beitrag anzeigen
    Pinhole muß jeder mal gemacht haben,
    und dann wieder damit aufgehört haben ;-)

    Ja, simpel.
    Ja, das Prinzip der Camera Obscura bringt es rüber.
    Ja, die Vorstellung eine Linse ist eine Unmenge Prismen, die ganz viele Pinholes übereinanderlegt ist wertvoll für das Verständnis der fotografischen Abbildung.
    Ja, das ist faszinierend.

    Aber mit einem guten Objektiv werden die Fotos noch besser.
    (mir treibt die nirgends scharfe Abbildung immer Tränen in die Augen, also echte, da steigt sichtbar der Wasserstand, das quält einfach meine Augen)
    So unterschiedlich können Auffassungen sein. Mich nerven die ewig megascharfen Aufnahmen und die völlige Ideenlosigkeit bei der Umsetzung. Das Betrifft ganz bestimmt nicht alle Fotografien aber die Masse ist es auf jeden fall.
    Ein scharfes Objektiv macht von alleine kein gutes Fotos. Mir ist das inzwischen alles so über technisiert und den meisten geht es hier sicher ähnlich, darum treffen wir uns auch in einem Forum über alte Objektive.
    Wenn es um eine Bildaussage geht spielen Objektive auch nur eine Rolle von vielen, ich muss als Fotograf wissen wie ich dorthin komme wo ich hin möchte. Wenn es ein spezielles Objektiv braucht dann geht es nicht anders.
    Inzwischen ist es aber so das die Eigenschaften von Objektiven als das alleinige Gestaltungsmittel eingesetzt werden. Mir fallen da auf Anhieb die Milliarden von Superweitwinkelfotos ein die genaugenommen gar nichts zeigen und auch nichts wollen. Sie sind scharf, haben Kontrast sind aber nur laaangweilig. Z.B. die Rheinbrücke vor dem Kölner Dom, mal von rechts mal von links, mal mit Farben der Dämmerung mal ohne aber es ist immer das Gleiche, Kopien der Kopien von Kopien.

    An den Pinhole Fotos gefällt mir das ich keine Probleme mit dem Scharfstellen habe. Die Schatten werden im Verhältnis besser aufgehellt.
    Schärfe vermisse ich nicht in den Aufnahmen, die Reduzierung auf das eigentliche Bild kommt für mich deutlicher hervor. Der hohe Kontrast einer vergüteten Optik hätte mir die meisten Aufnahmen zunichte gemacht. Mit einem Objektiv würde ich auch ganz anders fotografieren.

    Leider ist es so das spätestens seit Ansel Adams und der neuen Sachlichkeit nur das scharfe Foto eine Existenzberechtigung hat. Sein Krieg gegen die Pictoralisten ist sicher gut bekannt, es ist aber offensichtlich das er es nie verstanden hat. Abgelehnt hat er es pauschal, egal was die Aufnahme zeigte oder wie sie gemacht wurde. Völlig ignorant. Es war die typische Auflehnung der Jungen gegen die Alten, völlig in Ordnung nur eine Doktrin sollte man daraus nicht machen.

  2. 2 Benutzer sagen "Danke", arri :


  3. #2
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    Hallo arri,

    toll! Darf ich mal fragen, wie lange man bei f225 belichten muss? Kann man bestimmt ausrechnen aber dazu bin ich zu doof .. oder faul, keine Ahnung. :-)

    Dankeschön!
    LG
    Thomas

  4. #3
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    Zitat Zitat von tho Beitrag anzeigen
    Hallo arri,

    toll! Darf ich mal fragen, wie lange man bei f225 belichten muss? Kann man bestimmt ausrechnen aber dazu bin ich zu doof .. oder faul, keine Ahnung. :-)

    Dankeschön!
    LG
    Thomas
    Das obere Foto 15 Sekunden weil ich Zeichnung in den Schatten haben wollte.
    Die beiden unteren Aufnahmen wurden am frühen Nachmittag gemacht, 33°C im Schatten, brüllende Sonne. Belichtungszeit 6 Sek.

  5. Folgender Benutzer sagt "Danke", arri :

    tho

  6. #4
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    Danke, das ist ja fast schon Sport-tauglich!

  7. Folgender Benutzer sagt "Danke", tho :


  8. #5
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    Zitat Zitat von tho Beitrag anzeigen
    Danke, das ist ja fast schon Sport-tauglich!
    Ist in der Tat schon sehr dicht dran

    Bei dieser Kamera belichte ich mit einem Objektivdeckel und daher sind zu kurze Belichtungszeiten kritisch. Sechs Sekunden und mehr sind sehr angenehm.

  9. #6
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    Zitat Zitat von arri Beitrag anzeigen
    So unterschiedlich können Auffassungen sein. ...
    Ich glaube eine "Auffassung" setzt einen Denkprozess voraus, bei mir setzt der Tränenfluß eher unwillkürlich, quasi rückenmarksgesteuert ein.

    Beim normalen gucken will ich scharf sehen, reibe mir den Schlaf aus den Augen, betätige die Scheibenwaschanlage, setze zur Not eine Brille auf.

    Bei "Kunst" kann man bei groben Pinselstrichen etwas Abstand halten und die Kunst des Künstlers, mit grobem Pinsel trotzdem etwas Erkennbares zu schaffen sehen und anerkennen. Und auch bei Höhlenmalereien erkennt man die Jagdszenen (usw.) ohne, daß es "HD" wäre. Aber meine Augen sehen jeweils die Leinwand & Farbe bzw. den Stein & Kohle/Ocker/... scharf (sonst Brille).

    Bei Fotos hat man erst gegen begrenzte Schärfentiefe gegenangearbeitet, dann hat man sie akzeptiert (z.B. bei Porträts) und später wurde es zum Stilmittel (inkl. Bewegungsunschärfe und Korn).
    Das ist alles wie es ist, und da will ich nicht den Mond anbellen. Pinhole quält mich (meine Augen) trotzdem ;-) Man muß es aber mal gemacht haben!

    Ausgeprägte Verzeichnung, vollständige Entzerrung stürzender Linien, Vignettierung, ... muß ich auch nicht haben, aber "natürlichen Helligkeitsabfall" zum Rand hin sollte auch Pinhole haben.
    Nich jedes scharfe Foto ist ein gutes Foto, nicht jedes unscharfe Foto ist Kunst ;-)

  10. 2 Benutzer sagen "Danke", Jan Böttcher :


  11. #7
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    Hallo zusammen,

    mal völlig losgelöst von den bisherigen Meinungen (von gefällt mir und ist mir nicht scharf genug), möchte ich erst mal meinen Respekt ausdrücken, dieses Projekt verwirklicht zu haben.

    Ich finde, dass es bei solchen Projekten eben nicht darauf ankommen muß, das maximal mögliche an Schärfe und Kontrast herauszuholen. Mich reizt hierbei eher der Spaß am Entwickeln und am "Basteln".

    Umso größer ist dann die Freude, wenn es funktioniert.

    Und die vorgestellte Pinhole Kamera funktioniert! Meines Erachtens sogar besser, als das was ich bislang gesehen habe.

    Daher: Glückwunsch zum Projekt und den gelungenen Aufnahmen. Mir gefällt es!

    LG, Christian

  12. 4 Benutzer sagen "Danke", gladstone :


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