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Thema: Tele-Westanar 400mm f4,5 ISCO Göttingen

Baum-Darstellung

  1. #5
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    Die 400mm Tele Objektive von ISCO und Enna gehen vermutlich auf eine alte Rechnung von Schneider zurück.
    In den 1930ern gab es ein Tele Xenar 4,5/180mm das aus 5 Linsen in drei Gruppen bestand.
    Im Kleinbildformat sind sie sicherlich nur einsetzbar weil die Brennweite sehr lang ist und nur ein kleinerer Teil des Bildkreises genutzt wird. Vermutlich würden diese Objektive ohne Probleme 6x6cm oder sogar noch mehr ausleuchten.
    Das Problem bei diesen recht einfachen Tele Konstruktionen sind die CAs die recht deutlich sind, zumindest war das bei meinem 400mm Enna so und ich denke das ISCO wird da nicht anders sein. Ist natürlich abhängig von der verwendeten Digitalkamera und der Sensorgröße.

    Die neueren Rechnungen von Schneider, die Tele Arton Objektive, waren optisch besser weil hier die besseren Gläser verwendet wurden, sie waren auch um einiges teurer.
    Das ISCO und auch das Enna werden vermutlich nur aus den Standard Gläsern hergestellt sein.

    Trotzdem sind das interessante Objektive, wenn man günstig an eines herankommt, warum nicht.
    Mir sind sie zu schwer und die Fokussierung über den langen Schneckengang eher mühselig vor allen wen es etwas kühler ist. Das Fett wird dann recht zäh und alles läuft dann entsprechend schwer.

    Eine recht ähnliche Konstruktion sind die sogenannten Wundertüten, die 8/500mm und 6,3/400mm die von verschiedenen japanischen Herstellern in den 1970er und 80er Jahren auf den Markt geschmissen wurden. Sie bestehen aus einem sehr guten Achromaten und einem negativen Element dahinter das im Grunde wie ein Konverter funktioniert und die Brennweite der Frongruppe verlängert. Der Nachteil ist das so die Fehler des Achromaten vergrößert werden. Aber auch bei diesen Objektiven ist es so das die lange Brennweite dazu führt das diese Fehler nicht so deutlich zum Tragen kommen weil nur ein Teil des Bildfeldes genutzt wird.

    Ich bin ein bekennender Fan von Teleobjektiven, gerade von den sehr einfach gebauten mit nur vier Linsen.
    In meinem Fundus habe ich ein Emil Busch Bis-Telar 7/550mm das ohne Probleme bis 20x25cm ausleuchtet. Das Auflagemaß ist sehr kurz, etwas über 300mm, es ist sehr leicht und verhältnismäßig lichtstark.
    Es ist eines der schönsten Porträtlinsen für das große Format überhaupt.
    Das Bis-Telar war das erste Fix-Fokus Teleobjektiv überhaupt, Karl Martin hat es seinerzeit für die Firma Busch gerechnet, anfangs mit f/9 und später dann mit f/7

    Eine kleine Geschichte am Rande, ich hoffe Ihr verzeiht mir das ich abgeschweift bin.

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