Kann man das Objektiv denn überhaupt fokussieren?
Kann man das Objektiv denn überhaupt fokussieren?
Gruß, Michael
Mir scheint, dass der hinterste Ring um das Tubus-Ende, an dem der Bajonett-Abschlussring angeschraubt wird, abgedreht werden muss, um an die Schrauben dran zu kommen, welche das hintere Tubus-Ende mit dem mittleren verbinden.
Das ist ziemlich tricky, weil der Ring ganz flach ist, keine Eingriffnasen oder -Löcher hat und oft sogar noch irgendwie mit Lack in seinem Gewinde gesichert ist.
Wenn du den 'runter hast, die Schrauben lösen, dann kann man den Linsensatz in die Fokusschnecke des mittleren Tubus-Teils eindrehen.
Gruß, Michael
Jan, diese Explosonszeichnung hatte ich im Netz gesucht, aber nichts ergoogeln können.
Und ich hatte einen kleinen Zwischenerfolg: Der Ring 2/16 auf der Zeichnung ist nun ab.
Mangels Aceton im Haus habe ich es mit Universalverdünnung versucht (funktioniert nicht) und dann mit azetonfreiem! Nagellackentferner. Einige Minuten einweichen lassen und mit einem Gummituch zugepackt.
Da ging er ganz leicht und ohne Widerstand abzuschrauben.
Übrigens weder Universalverdünnung noch mein Nagellackentferner lösten die Farbe am Objektiv an.
Nun den A/M Umschaltering vorsichtig hochnehmen (WIMRE mit Feder und Kugel oder so gerastet, immer aufpassen wo welche Teile hinfliegen) und dann weitersehen (merken, in welches Loch die lange Schraube gehört, danach NICHT den Entfernungsring willenlos drehen und möglichst NICHT den Ring oder gar den Schneckengang ausfädeln!). Ein ohne echte Not ausgefädelter Schneckengang gibt Abzüge in der B-Note!
Das Schwarz an den meisten Stellen des Objektivs ist eloxiert (in die Struktur des Alus (bzw. Aluminiumoxids an der Oberfläche) eingelagerte Pigmente), die weiß, orange und leuchtgelbgrün ausgelegten Gravuren sollte man nicht mit Aceton / Verdünnung, ... bearbeiten. Wenn der Ring schon mal los war, hat jemand vor Dir das mit dem Aceton / Spiritus schon erledigt ;-)
vgl.:
https://www.chemie.de/lexikon/Eloxal-Verfahren.html
Hallo Jan,
Da die Blende von Anfang an -sowohl als ich den kompletten Linsenblock mit der Blende wie auch meinen Fotos gezeigt lose (also ausgebaut) vor mir hatte, als auch wieder eingebaut - und alle Führungen in den richtigen Gabeln sind , die Blende durch Bewegen des dünnen Hebels leicht, ohne jegliches haken oder klemmen über den ganzen Bereich öffnen und schließen lässt, habe ich die Blende nicht angefasst und nichts daran zerlegt.
Welche Kraft - mutmaßlich in Form einer Feder- sorgt denn dafür, dass die Blende zugezogen wird? Welches Bauteil schließt die (Spring-)Blende ? Ich kann bei mir nichts derartiges finden.
Auch die Funktion der Steuerkurve ist ausgebaut vollständig gegeben. Nur eingebaut lediglich von 1.4 bis 4. Danach schließt die Blende nicht weiter.
Inzwischen arbeitet die Blende so wie sie soll und auch am QBM-NEX-Adapter an der Sony a6000 funktioniert das Objektiv so weit.
Ich habe inzwischen die drei Schrauben alle mehrfach untereinander getauscht, so dass die lange der drei Schrauben dabei an jeder der möglichen drei Positionen eingeschraubt war.
Jedes Mal habe ich das Objektiv danach wider zusammen gebaut und ausprobiert.
Die Entfernungsziffern auf der Entfernungsskala passen zum Einstellstrich. Unendlich ist bei unendlich (vielleicht minimal davor so Richtung 10m). Bei Einstellung unendlich am Einstellstrich ist der Innentubus bis an den Anschlag eingeschraubt. Innentubus und Außentubus sind dabei mit der Front bündig. (Siehe Foto).
Über 0,45m kann ich jedoch weiterdrehen, bis der Innentubus vorne aus dem Gewinde herausfällt.
Egal, wo die lange Schraube eingeschraubt ist, es gibt hier keinen Anschlag.
Da das Fokussieren soweit passt, die Skalenbeschriftung auch mit dem Einstellstrich passt und bei Unendlich auch ein Anschlag ist, gehe ich davon aus, dass ich auch den richtigen Gewindegang beim Einschrauben des Tubus erwischt habe. Die nächsten möglichenGewindegänge, in denen der Innentubus fasst, liegen ca 60 Grad daneben, so dass die Entfernungsziffern überhaupt nicht um Einstellstrich passen oder völlig daneben liegen.
Meine Vermutung / Unterstellung / Ferndiagnose besagt ja, daß einer Deiner Vorgänger den Skalenring mit der Beschriftung gegenüber dem inneren, "wirksamen" Ring verdreht hat - und, daß der im Feingewinde laufende Ring der Entfernungssakala "weiter rein" gedreht werden muß (bzw. "kann"), damit die Schraube mit der Verlängerung in der Aussparung die beiden Anschläge (insbesodere den für "nah", wenn der Ring etwas rausgedreht ist) ertasten kann.
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Nachdem ich erst einmal einige Tage verschnaufen musste, habe ich mich mal wieder vor das Planar gesetzt.
Um es kurz zu machen: Ich hab es jetzt wohl hinbekommen. Noch etliche Male habe ich es zerlegt und in Varianten das Innengewinde und den Fokustrieb gegeneinander verstellt wieder zusammengebaut und Testfotos gemacht.
Letztlich waren es wohl 2 oder 3 Einfädelpunkte des Fokusgewindes weiter eingesetzt und damit an anderer Stelle, als ich es bisher zuletzt hatte. Ich habe das so oft verändert zusammengebaut, dass ich nicht mehr sagen kann, in welcher Position es dann irgendwann alles zusammenpasste.
Das Feingewinde (Wirksamer Ring...) hatte ich auch um eine ganze Umdrehung weiter rein gedreht. Das geht in sinnvoller Weise nur in vollen 360 Grad-Schritten, weil es sonst alles nicht zusammenpasst wie es gehört - (Blendenkennzeichnung, Blendenmechanik, Geradeführung, Schrauben, Anschlagschraube...). Aber das war falsch. Hier konnte ich nichts sinnvoller einstellen. Also wieder herausgedreht.
Nun habe ich alle Anschläge und die Skalenwerte stehen dort am Einstellstrich, wo sie sein sollen, die Positionierschraube sitzt in einem der schon vorhandenen beiden Löcher und "Unendlich" steht auch am Strich.
Damit kann dieser Reparaturversuch abgeschlossen werden.
Danke besonders an Jan, mit deinen detaillierten Hilfen.