Tolle Aufnahmen! Finde vor allem das erste mit der Straße sehr beeindruckend von der Tiefe her.
Ich hab die Technik übrigens erst vor 2 Tagen probiert und es war möglich es innerhalb von ca. 20 Minuten regelmäßig hinzubekommen. Denke also es ist nicht allzu schwierig zu erlernen, wenn man prinzipiell in der Lage ist zu schielen. Bei mir hat folgendes geholfen:
1.) auf die Nasenspitze schielen
2.) dann mit einem geeigneten cross-eye stereo Bild (eher schmal, Hochformat) auf dem Smartphone Display im Querformat bis nah (ca. 20 cm) an die Augen heranfahren
3.) ein wenig vom Schielen aufschauen ob ein mittleres Bild erkennbar ist zwischen den zwei Stereo-Bildern
4a.) falls ja, langsam darauf fokussieren
4b.) falls nein langsam den Abstand verändern und probieren, sowie das Smartphone leicht drehen um zu prüfen ob die Achse passt, dann nochmals probieren
5a.) Erfolg!
5b.) Kein Erfolg - nicht so tragisch. Dann wichtig: Augen nicht überstrapazieren, wenn sie sich müde anfühlen und an einem anderen Tag (vielleicht wirklich mal vormittags, wenn die Augen ausgeruht sind) nochmals probieren.
Meine Erfahrung: Es gibt Bilder bei denen es deutlich schwerer fällt und welche bei denen es leichter fällt. Da ich das Ganze ja erst seit zwei Tagen mache, hab ich zwar keine große Sammlung an Beispielen parat, aber doch bereits von mehreren Personen die Rückmeldung bekommen, dass es ihnen (trotz voriger Fehlversuche) bei diesem Bild von mir gelungen ist:
Small scale big drop by simple.joy, auf Flickr
Evtl. liegt es auch an meiner Fehlsichtigkeit, daß es bei mir nicht klappt: bin kurzsichtig, wobei die Werte von rechts zu links stark unterschiedlich sind. Allerdings fällt es auf dem 6,5 Zoll kleinen Bildschirm des Handys tatsächlich etwas leichter.
LG,
Andreas.
derzeitiger Objektiv-Bestand: 273 Objektive ohne Dubletten, davon ca. 77% Altglas-Anteil... gelebte Nachhaltigkeit
Alle Altglas-Phasen durchlaufen, Phase 9 ausgelassen. Aktuell Phase 12 der erweiterten LucisPictor-Scala.
Gestern war ich in den Bergen unterwegs. Bei dem Schnee ein anstrengendes Unterfangen, aber lohnenswert. Natürlich habe ich (auch) wieder ein paar Stereofotos gemacht. Ich stelle sie nun für den Kreuzblick und in Anaglyphen ein.
Dabei möchte ich noch feststellen: Mit Kreuzblick werden die Farben nicht verfälscht und die Ungenauigkeiten durch zwei unperfekte Aufnahmen werden dadurch ausgebügelt, dass das Auge nachfokussiert (denke ich jedenfalls), d.h. beim Kreuzblick fallen mir überhaupt keine Bildfehler auf, wenn ich im Bild herumschaue, beim Anaglyphenbild aber schon. Abgesehen davon sind die Farben dabei z.T. richtig mies, z.B. beim Gipfelkreuz im Abendlicht.
Für Schieler (der weiße Punkt ist übrigens eine sehr gute Schielhilfe, vor allem in Kombination mit dem Finger vor der Nase):
_R_39335.JPG
_R_39328.JPG
_R_39337.JPG
_R_39341.JPG
_R_39352.JPG
_R_39421.JPG
_R_39431.JPG
_R_39453.JPG
_R_39462.JPG
_R_39435.JPG
_R_39494.JPG
Für Rot-Grün-Brillenträger:
Geändert von Rob70 (04.12.2023 um 11:32 Uhr)
Grandioses Ergebnis für einen der ersten Versuche! Wenn man so nah rangeht, muss man wohl aufpassen, die Bilder nicht zu weit entfernt zu machen. Da genügen dann womöglich 2-3cm Versatz, oder? Ich bin leider noch nicht dazu gekommen, weitere Bilder zu machen, habe das aber für heute Abend geplant. Wir versinken ja gerade im Schnee in Rosenheim. Da werden sich abends schon ein paar Motive finden. Allerdings ist's schwierig, weil der (nasse) Schnee ja auch Kamera und Objektiv nass macht.
Einstweilen noch ein paar olle Kamellen, diesmal wieder zum Schielen (da sich niemand geäußert hat, ob rot-grün-Bilder besser sind), meist aus dem Jahr 2010, aus dem Urlaub. Alle Fotos wieder aus der Hand geschossen (damals). Aktuell neu mit "Fenster" als vertauschtes Stereopaar ausgegeben nach automatischem Ausrichten von Stereophotomaker (Bearbeitungszeit pro Paar ca. 20 Sekunden):
++IMG_0526.JPG
+++IMG_1806.JPG
+++IMG_0579.JPG
Nahaufnahmen:
++IMG_1987.JPG
+IMG_1862.JPG
ACHTUNG, nicht pieksen!
IMG_1989.JPG
Geändert von Rob70 (02.12.2023 um 14:53 Uhr)
Auch bei meiner Broken Body Serie habe ich ein paar Aufnahmen jeweils in 3D gemacht ...
Emma, Kiel 2024
Fujifilm FinePix REAL 3D W3
emma_3d.jpg
Cool. Die genannte Kamera ist explizit für Stereofotos gebaut, oder?
Ich habe noch einen Contaflex-Stereo-Aufsatz, den ich mal adaptieren muss. Dann könnte ich mit meinen Sony Kameras auch Stereo-Fotos machen. Ich bin leider noch nicht dazu gekommen. Die zu erwartende Qualität ist allerdings fraglich.
Mit ChaCha sind halt immer Bildfehler drin und Action geht gar nicht. Allerdings bemerke ich die Fehler nicht mehr beim Cross-eyed-Viewing, weil mein Hirn das scheinbar für mich "rausrechnet" bzw. so schnell neu adaptiert, anders als bei der Anaglyphen-Darstellung.
VG, Rolf
Geändert von Rob70 (29.09.2024 um 09:41 Uhr)
Ja, das ist eine echte 3D Kompakt-Knipse, die auch ein nettes Display hat, auf dem man ohne jegliche Schieltricks oder technische Hilfsmittel die Bilder in 3D sehen kann. Einzige "Nachteile" an der Kamera sind, dass sie nur in JPEG fotografieren kann und dass ein Histogramm fehlt. Die Belichtungsautomatik ist halt nicht super präzise und das Display ist schwer zum Beurteilen von Über- und Unterbelichtungen. Fatal, wenn man dann eben nur JPEGs hat, die in 2D von eher mittelmäßiger Qualität sind. In 3D fällt das dann natürlich nicht auf.
Ich hatte mich dann trotzdem für so eine Kamera entschieden, damit eben vernünftige Bilder von Personen möglich sind, die eben nicht zwingend x Sekunden unverändert still halten können ...
Ein weiteres aus der Broken Body Serie, aufgenommen mit der Fujifilm FinePix REAL 3D W3
mara.jpg
Erst durch den "fehlplazierten" Beitrag in Panoramas auf diese Stereofotografie aufmerksam geworden, habe ich nun intensiv versucht, zu schielen. Leider gelingt mir das kaum ausreichend, und nun habe ich solche Kopfschmerzen, dass ich weitere Versuche sein lassen muss.
Schade, schade.
Gruß, Michael