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Thema: Abgeschlossene Reparaturprojekte im DCC: Nachschau und kurze Bewertung

Baum-Darstellung

  1. #3
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    Standard Minolta Motordrive 1: Auslöseprobleme

    1.jpg

    Ein Minolta MD-1 für die Minolta-X-Serie, der über den zweiten Auslöser Aussetzer hat und den ich aus demselben Grund voriges Jahr behandelte.

    Im Serienbetrieb an einer X-500 bleibt er nach ein paar Auslösungen stehen und die rote Kontroll-LED leuchtet.

    Ich vermute Kontaktprobleme anhand des Fehlerbilds damals:

    • Diesen MD-1 hatte ich zwecks Checks der verbauten Elkos geöffnet.
    • Danach gab es Probleme beim Auslösen.
    • Ich führte das auf ein Kabel zurück, dass ich beim Zusammenbau offenkundig gequetscht hatte.
    • Zusätzlich tauschte ich die Auslöseeinheit mit dem Auslöseknopf, da in der Schaltung innen feine Schleifer verbogen waren und keinen Kontakt mehr hatten.
    • Danach funktionierte der Motor einwandfrei.

    Siehe: „Minolta Motor Drive 1: Besuch bei den Elkos“

    https://www.digicamclub.de/showthread.php?t=25822

    Also öffne ich den Motor, um die Stellen zu prüfen, an denen ich damals gearbeitet hatte.


    2.jpg

    Ich gehe mit der Lupe das Kabel mit Quetschung ab und sehe sonst keinen Schaden.

    Die Isolierung scheint intakt, also ist kein Masseschluss möglich, was ich bei der ersten Reparatur als Problemursache annahm.

    Mit Klebeband fixiere ich den ursprünglich aufgeklebten Kabelstrang in seinem Kanal.

    Auch die Lötstellen an der Kontaktleiste für den Anschluss an der Kamera sehen gut aus.

    Hier sollte soweit alles ok sein.


    3.jpg

    Die Kontaktfedern am zweiten Auslöser öffnen und schließen ohne sichtbare Probleme.

    Ich setze einen Sprühstoß Elektronikreiniger auf die Federn, falls es hier Kontaktprobleme geben sollte.


    4.jpg

    Überblick


    5.jpg

    Ich schließe das Gehäuse wieder.

    Die Kontaktleiste sollte erst jetzt mit den beiden Schrauben fixiert werden, um die angeschlossenen Kabel innen nicht durch Zug zu strapazieren.


    6.jpg

    Ich schraube die Auslöseeinheit am Griffende ab.

    Die Einheit hatte ich getauscht, daher sehe ich mir die Lötstellen an.

    Sie sehen in Ordnung aus, sind aber nicht schön, da offensichtlich mit zu geringer Temperatur damals von mir gelötet.

    Ich löte nach.

    Dabei wird das rote Kabel nach dem Entlöten und der Entfernung eines Stücks der verdrillten Kabellitze zu kurz. Die Auslöseeinheit kann so nicht wieder montiert werden.


    7.jpg

    Daher verlängere ich das Kabel mit einem kurzen Stück eines zweiten, das ich nach dem Verzinnen der Kabelenden anlöte.


    8.jpg

    Ein Stück blauer Schrumpfschlauch isoliert und fixiert zusätzlich die Verbindungsstelle.


    9.jpg

    Um die anderen Kabel beim Erhitzen des Schrumpfschlauches zu schützen, schiebe ich eine hitzefeste Lötmatte darunter.


    10.jpg

    Mit dem Dremel Versatip erhitze ich die Stelle und der Schrumpfschlauch folgt seinem Namen ;-)


    11.jpg

    Nun kann ich die Auslöseeinheit wieder aufsetzen.

    Zuvor habe ich einige Lötstellen nachgearbeitet.


    12.jpg

    Ein Zwischentest verläuft erfolgreich.


    13.jpg

    14.jpg

    15.jpg

    Die obere Leatherette ist selbstklebend und lässt sich einfach wiederanbringen.


    16.jpg

    17.jpg

    Die Gummischale am Handgriff ist aufgeklebt.

    Mit einem scharfen Schaber entferne ich die Klebbstoffreste, damit die Schale nach dem Aufkleben wieder glatt anliegt.


    18.jpg

    19.jpg

    20.jpg

    Wiederanbringen mit Pliobond, beidseitig aufgetragen.

    Damit geklebte Belederungen lassen sich wieder einfach ablösen.


    21.jpg

    Zweiter Test

    Oha, wieder bleibt der Motor nach einigen Auslösesequenzen im Einzel- und Serienmodud stehen!


    22.jpg

    Ich messe die Leerlaufspannung der beteiligten Batterien in Motor und Kamera.

    Die in der Kamera ist bereits unter Nennspannung.

    Ich ersetze sie durch eine frische und nun klackt der Motor ohne weitere Störung

    Es kann auch sein, dass die X-500 mit Motor im Dauerbetrieb Spannungsprobleme in den Schaltungen erzeugt. Eventuell ein Elko, der nicht mehr fit ist.

    Da forsche ich nicht weiter und gebe mich mit dem jetzigen Zustand zufrieden



    Fazit

    Unregelmäßig auftretende Fehler sind schwerer zu beheben als regelmäßig auftretende.

    Fehler in Bauteilen brauchen zur Auffindung einen Schaltplan, der über Sollwerte Auskunft gibt.

    Für den MD-1 habe ich leider kein Service Manual.

    Aber selbst wenn, müssen diese Bauteile auch erreicht werden können.

    Das würde hier tiefere Demontage bedeuten.

    Angesichts der in den Motoren und Windern knappen und straffen Führung der Kabel ein Unternehmen, das riskant ist. Und dass es tatsächlich ein elektronisches Bauteil ist, das nicht mehr möchte, ist meiner Erfahrung nach selten, Elkos ausgenommen.

    Die Fehlersuche in der Elektronik muss sich daher auf die „üblichen Verdächtigen“ beschränken, also Kontaktprobleme, Spannungsversorgung, schlechte Lötverbindungen, soweit erreichbar.
    Geändert von Ando (13.09.2023 um 18:12 Uhr)
    Gruß,

    Andreas

  2. 6 Benutzer sagen "Danke", Ando :


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