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Thema: Reparaturversuche - bitte um Hilfe bzw. Expertenwissen (Warnungen auch willkommen)

Hybrid-Darstellung

  1. #1
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    Organisier' Dir noch eine Dose Bremsenreiniger (gibt es von 1,99 bis 6,99€/Dose ...) und ein-zwei alte T-Shirts.

    Guck Dir das hier https://youtu.be/DaK1YHIRZZs als abschreckendes Beispiel an.


    Er schraubt erst den Schneckengang auseinander

    Name:  Planar 1,4-50 T-Stern.jpg
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    und nimmt dann den nervenden Tubus ab

    Name:  Planar 1,4-50 T-Stern 2.jpg
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    und erklärt wenig später, warum das "gut" ist (damit man nicht die Geradeführung überbeansprucht).

    Man könnte es aber auch erstmal im Guten probieren und ein paar Tröpfchen Aceton hinter den Schriftring laufen lassen (Objektiv schräg halten!), oder das Objektiv mit dem Filtergewinde auf eine warme (50°C) Platte stellen und es dann mal probieren.

    Mit Glück sind nur die drei Schrauben zu lösen, der Entfernungsring passend wieder festzuschraube und das war's. Und man kann den Schneckengang unangetastet lassen. 10 Minuten Sache!
    Mit Pech war der Schneckengang so verkleistert, daß deswegen der Entfernungsring sich gegen den Linsenblock verschoben hat, dann sollte man in der Tat den Schneckengang reinigen und neu schmieren (mit Glück auch ein eingebautem Zustand mit einem Tropfen Öl machbar!) 30 Minunten Sache.
    Mit mehr Pech muß man den zerlegen und wieder einfädeln (Abendfüllendes Programm!).
    Mit noch mehr Pech macht man beim Versuch der Abkürzung die Geradeführung kaputt, dann kann man kreativ Wörter benutzen, die man hier nicht schreibt. Aber dann kommen Messingblech, Laubsäge und Feile raus.

    Das gilt sinngemäß auch für das 2,8/85. Mit etwas Glück kommst Du drumherum den Schneckengang zu zerlegen bzw. viel wichtiger: Ihn wieder zusammenbauen zu müssen.
    Vorne Tubus mit Filtergewinde raus, gucken, Bremsenreiniger Agitation, ein-zwei Tropfen Öl auf die Gewinde und in das Fett einarbeiten.
    Wenn der Versuch scheitert, dann kann man immernoch alles komplett zerlegen und "richtig" machen.

    Google vorher "repair manual", "repair"-Bilder und Videos und trau' Dich, die Videos (und superschaue Ratgeber in Foren!) zu hinterfragen!

    Die Geradeführung ("guiding keys") würde man gerne mit MoS2-Fett fetten, Schneckengänge gerne mit Helimax XP (die Fette, die ich von Osim habe, die erscheinen mir zu zäh).

  2. 2 Benutzer sagen "Danke", Jan Böttcher :


  3. #2
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    Ohne die genannten Objektive zu kennen, würde ich mich der Sache möglichst gelassen nähern.

    Repair manuals, Reparaturvideos, Berichte im Web - alles gut, aber auch Ballast.

    Ich würde vorsichtig mit dem Demontieren beginnen, alles genau dokumentieren und mich zum Problem vortasten.

    Bei mir läuft es immer dann am besten, wenn ich die Finger laufen und meine Intuition Regie führen lasse.

    Dabei folge ich Michaels Zugang, möglichst wenig zu zerlegen und insbesondere Blendenregister und Schnecke zusammengebaut zu lassen, wenn sie auch so gereinigt bzw. neu geschmiert werden können. Man erspart sich damit die leidigen Justageprobleme.

    Geht es nicht weiter oder tun sich Abgründe auf, könntest du hier Fotos einstellen zwecks Kollegium am OP-Tisch ;-)
    Gruß,

    Andreas

  4. 2 Benutzer sagen "Danke", Ando :


  5. #3
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    Die Sache mit den drei Schrauben, die den äußeren Entfernungseinstellring (Skala und Fingerbetätigung) und den inneren Teil des Schneckengangs (Feingewinde mit dem der im Tubus steckt (bei Retina-Objektiven statt Gewinde "Gleitbahnd und Gleitstücke") und Trapezgewinde für den Verstellweg) zueinander fixieren aber eine Justage ermöglichen, findest Du bei Zeiss (West) immer und immer wieder.

    Mit Chance kann man auch Unterlagen zum Sonnar finden oder ergattern ...

    Bei eBay von einem Dieb geliehen (im Handbuch zur SL 35 ist noch eine zweite Seite, aber allem Anschein nach habe ich das nur auf Papier, nicht als Datei):

    Name:  Planar HFT Prinzip.jpg
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  6. 2 Benutzer sagen "Danke", Jan Böttcher :


  7. #4
    Spitzenkommentierer Avatar von Rob70
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    Danke. Der Ring lässt sich nicht abschrauben. Aceton habe ich nicht, müsste ich mir erst besorgen (wo?). Die verklebte Nut ist wohl die, die etwa nach 5mm folgt und quasi direkt unter dem A/M Umschalter verläuft, oder?
    Wie ginge ich da vor? 1 Tropfen Aceton mit Einmalhandschuh auf der Nut verteilen und warten? Wie lange? Dann wieder versuchen zu drehen? Dann wieder Aceton, .... .

  8. #5
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    Name:  Sonnar 2,8-85 Aceton.jpg
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    Aceton sollte im Baumarkt für um und bei 5,-€/Liter zu bekommen sein.

    Man kann auch erstmal Spiritus und Nitro-/Universalverdünnung probieren. Mit all dem Kram nicht gurgeln oder das Gemächt einreiben aber keine Panik (Handschuhe sind schon sehr vorsichtig). Vielleicht nicht unbedingt im schlecht gelüfteten Zimmer oder in der Küche wenn Mutti gerade kocht verwenden, nicht bei der Anwendung rauchen oder flexen.

    Kleine Menge (Fingerhut) abfüllen und mit einem Zahnstocher (oder so) Tropfen für Tropfen in Richtung Gewinde transportieren.

    Spiritus ist auch ein Wundermittel wenn man Alu bohrt/fräst/feilt (aber brennbar mit blauer Flamme, da sollte man aufpassen, daß man die rechtzeitig bemerkt ;-)

    Spiritus und Aceton von Plexiglas fernhalten! Spiritus macht es milchig und Aceton löst es an (kann man absichtlich machen wenn man es kleben will, vorher üben!)

    Vielleicht auch erstmal noch mit mehr Gewalt (Gummiring drumlegen, "Filterzange" verwenden, "Deckelöffner für Gläser" in der Küche suchen, ...) probieren bis das Aceton da ist.

    So einen https://www.ebay.de/itm/334624368208 keine Metallzange, der Preis hier ist aber im Vergleich zum Weltmarkt "unverschämt" also vorher umgucken! Vielleicht ist auch schin einer in der Küche.

  9. 3 Benutzer sagen "Danke", Jan Böttcher :


  10. #6
    Spitzenkommentierer Avatar von Rob70
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    Habe Plan 2 verfolgt (ohne den Mechanismus jedoch gut zu verstehen). Tatsache ist, man kann den inneren Korpus (mit den Linsen drin) in die Mutter drehen (stückweise), dann die Mutter wieder ein Stück drehen, so dass man das Ganze rein- und rausmanövrieren kann.
    Ich bin dann nach meiner Erinnerung so vorgegangen, dass unendlich mit Blick auf das Bajonett so aussieht, dass der Verschlussring der die Linsen hält plan mit dem Bajonett zu liegen kommt. Dann habe ich geschaut, ob der Entfernungsring beim Unendlich Anschlag über den Bohrungen für die Löcher zu liegen kommt und wieviel gegebenenfalls noch fehlt. Mit ein paarmal ein klein wenig hin- und her hat es dann geklappt. Das Objektiv ist wieder zusammengebaut.

    Leider ist die Schmierung noch unterirdischer als zuvor (war zu befürchten - auch auf Deinen Hinweis, dass OSIM nicht optimal ist hin - aber ich hatte nichts anderes). Außerdem habe ich wohl doch irreversibel etwas kaputt gemacht. Nach meinem letzten Versuch ("Pause") war der Linsenblock so weit herausgedreht, dass man von hinten innen hineinsehen konnte durch den Spalt, der zwischen dem Bajonett und dem Linsenblock entstanden war.
    Dabei habe ich entdeckt, dass ein Pin bzw. die Zinke von einer "Gabel" dort eingeklemmt und verbogen worden war. Mir war klar, dass weitere Versuche schon daran scheitern würden, dass dieser Pin nun im Weg des Linsenblocks war. Also habe ich versucht, ihn mit dem Schraubenzieher "hineinzubiegen", um mich gegegenenfalls später darum zu kümmern. Leider ist das dünne Ding gleich abgebrochen.
    Ich vermute, dass es der Blendenmitnehmer ist.

    Allein um nachzusehen, müsste ich von hinten hineinsehen, um den Schaden zu beurteilen. Davon hast Du mir jedoch ohne 3 Hebammenhände dringend abgeraten.

    Aktuelles Fazit in Bildern:

    Name:  _DSC2025.jpg
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    Name:  _DSC2023.jpg
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    Name:  _DSC2022.jpg
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  11. Folgender Benutzer sagt "Danke", Rob70 :


  12. #7
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    OK, vorher hättest Du dieses Bild gebraucht:

    Name:  Sonnar 2,8-85 von hinten.jpg
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    Das abgebrochene Dings kann ich nicht 100% sicher unterbringen, mit Chance kann man das wieder anlöten (oder hartlöten), oder aus einem Schlachte-1,8/50 (oder so, 2,8/35 oder 4/135) nehmen.
    Sonst eben Blech, Laubsäge, Nadefeilen, Bohrer, Gewindebohrer und das alles ...

  13. 2 Benutzer sagen "Danke", Jan Böttcher :


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