Eine Reparatur machen zu lassen, ist doch eine Möglichkeit, auch wenn es eine "Kleinigkeit" kostet.
Es ist doch nicht jeder in der Lage, Objektive oder gar Kameras wieder hezurichten: und vor allem es gibt auch jede Menge Leute, die wollen das auch nicht.
Als Hobbyist kann ich da natürlich anders agieren als einer, der davon leben muß.
Und es kommt natürlich darauf an, um was es sich handelt. Alpa- oder Leitz-Objektive würde ich z.B. auch nicht einfach so zerlegen, um zu schauen was Sache ist, sondern ich lege schon Wert auf Gewährleistung etc. deswegen "darf es auch etwas kosten".
Fotografiere meistens digital - hauptsächlich mit Objektiven der 50er bis 70er Jahre https://www.zonerama.com/Gastfresser/300955
falls doch analog, dann Kleinbild mit Minolta AF, Mittelformat mit Bronica 6x7 und 4,5x6
Mein Punkt war und ist hier vor allem, dass es eine professionelle Lösung für ein Vintage Objektiv war. Das Problem wurde gelöst. Kein Stress (ausser für die Kreditkarte). Bei einem anderen Kauf (Prakticar 2.8/20mm) hatte sich der Verkäufer bereit erklärt, den Defekt (klemmende Blende) bei einer Werkstatt seines Vertrauens richten zu lassen. Das hat ewig gedauert, ich war in einer ungewollten Dreiecksbeziehung zwischen Verkäufer und Werkstatt und am Ende war das Objektiv dezentriert, so dass Olbricht das final richten musste. Das war alles in allem extrem mühsam und aus CH etwas nach D zu schicken ist finanziell ein richtiges Abenteuer, so dass ich auch noch den Postboten spielen musste.
Olbricht ist super (gerade etwas überlastet) aber es gibt den Service nur in D. Leitz hat einen lokalen Service. Was will man mehr.
So habe ich das noch nicht gesehen.
Aber richtig, das stundenlange Herumstochern in diesen Miniwelten braucht schon einen gehörigen Antrieb.
Wie kommt man dazu?
Freude an 100 Werkzeugen?
Sich zum Herren über Präzisionstechnik machen?
Geld sparen?
Ich denke, man darf nie das Kinderzimmer dafür verlassen haben.
Wo die Sensationen riesengroß und die Abenteuer endlos bunt sind![]()
Gruß,
Andreas
Es ist immer gut, die Grenzen der Kompetenzen und der Lust zu kennen.
Manchmal schluckt man eben (wenn die Steuerberaterin einen doppelt so hohen Stundensatz hat, wie man selbst) aber bevor man selbst an so eine Arbeit geht zahlt man und bleibt fröhlich, oder man gibt zu, das Auto nicht so lackiert zu bekommen wie der Profi und blutet ... in anderen Fällen muß man oftmals selbst ran, wenn man es ordentlich gemacht haben will (ein paar Fliesenleger stehen auf meiner Todesliste recht weit oben, kein Hexenwerk und trotzdem haben die eine Allergie gegen ordentliche Arbeitsergebnisse).
Im Bereich "Kameras inkl. Objektive und Zubhehör" ist es oft das magische Dreieck aus Preis, Zeit, Qualität (Originalität udn Zuverlässigkeit) und dem Integral (Menge und Intensität) der blöden Sprüche, die man ertragen muß.
(Leica / Leitz ist mehr Mythos als Realität, auch die haben Montage (ca. 20% der Werktage) und eine Glockenkurve über der Fähigkeit des Personals (50% der Leute sind unterm Durchschnitt))