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Thema: Tamron 35-70/3.5 17A Adaptall 2: Rettungsmission erfolglos

Hybrid-Darstellung

  1. #1
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    Zitat Zitat von Ando Beitrag anzeigen
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    Das 35-70 kam mit Fungus auf den Linsen und schwergängigem Zoomring zu mir.

    Äußerlich gut gebraucht, einige Sandkörner, lange nicht gereinigt.

    Ich machte mich ans Werk.



    Name:  2_2.jpg
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    Der Ausbau und die Reinigung der optischen Elemente gelangen, bis auf die Frontlinsen-Einheit, die ich aber nicht zerlegen musste, da der Fungus an der Unterseite der zweiten Linse saß und nach Teildemontage erreichbar war.



    Name:  2_3.jpg
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    Eine der hinteren Linsen, der Pilz im Vormarsch.



    Name:  2_4.jpg
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    Wasserstoffperoxid auf Linsenreinigungspapier weichte den Fungus nach einigen Minuten auf.



    Name:  2_5.jpg
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    Nach Wiederholung, Nacharbeiten mit Wattestäbchen und Reinigung mit Isopropylalkohol bleiben Spuren des Pilzes zurück.

    Aber das Ergebnis ist achtbar.



    Name:  2_14.jpg
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    Helicoide getrennt, gereinigt und neu gefettet.



    Name:  2_13.jpg
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    Der Blendenhebel am Adapter für Minolta MD klemmt.



    Name:  2_6.jpg
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    Name:  2_7.jpg
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    Also öffne ich das schöne und wertige Stück.



    Name:  2_8.jpg
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    Dieser Haltering hatte sich gelockert.

    Nach Festziehen funktioniert der Blendenhebel wieder.


    Leider …


    Nach dem Zusammenbau setzte ich das Objektiv an meine Minolta XG-M um das Objektiv zu testen.

    Aber nur Unschärfe, lediglich der Makrobereich bildete scharf ab.

    Der lange Kreuzweg der Fehlersuche begann.

    Hatte ich etwa die Linsen falsch eingesetzt?

    Ich checkte meine Dokufotos, änderte die Positionen, Vorderseite/Rückseite - Irrtum kann ja immer sein.

    Nach mehrmaligem Zerlegen/Zusammenbauen schloss ich die Optik als Ursache für die Unschärfe aus.

    Da auch die Helicoide korrekt zusammengesetzt waren und das Bild auch dann unscharf blieb, als ich das erste Helicoid direkt zum Fokussieren drehte, verdächtige ich den Zoommechanismus.

    Den konnte ich mit Schmierung wieder gängig und voll funktionsfähig machen. Allerdings drehte der Ring dann mit einem Mal nicht mehr vollständig.

    Die Ursache fand ich heraus.


    Name:  2_9.jpg
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    Eine oder mehrere Gleitrollen hatten sich aufgelöst und blockierten offenkundig die Zoomfunktion.



    Name:  2_11.jpg
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    Hier im Tubus eine Doppelrolle, und gegenüber …



    Name:  2_12.jpg
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    … eine einzelne Rolle.

    Die zweite Rolle steckte entweder im Tubus, oder eine ihre Hälften hatte ich bereits entdeckt (Bild oben), und …



    Name:  2_10.jpg
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    … die zweite Hälfte fiel auf den Tisch.



    Ersatz hatte ich keinen und mehrere renitente Schrauben wehrten eine weitere Nachschau im Tubus ab.


    Sehr schade, viel Arbeit letztlich erfolglos, aber auch wieder jede Menge Praxis gehabt
    Moin,

    das Thema Lagerrollen gibt es auch bei FD-Objektiven, Henry hat sich damit intensiv auseinandergesetzt - sprich ihn mal an...

    LG
    Jörg

  2. #2
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    Gut, dass es hier Lösungen gibt.

    Ich merk es mir für FD vor - falls ich da einmal in die Verlegenheit kommen sollte, eines knacken zu müssen

    ***

    Der Fokusring des Tamron-Zooms wird durch einen Haltering mit zwei Nuten gesichert.

    Name:  AC_1.jpg
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    Den abzunehmen bereitete mir einige Mühe, da ich mit keinem meiner Stellschlüssel in Position kam.

    Der - meist - untaugliche Versuch, den Ring mit einem Schraubendreher anzutreiben, endete mit einem heftigen Kratzer, da ich abrutschte.

    Hier löste WD-40 im wahrsten Sinne des Wortes das Problem.

    Der Ring ließ sich nach Auftragen wie in Butter gelagert mit Schraubendrehervorschub abdrehen.

    Da ich ohnehin eine Reinigung vorsah, bekümmerte mich das kriechfreudige Kriechöl nicht weiter.
    Gruß,

    Andreas

  3. #3
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    Der Fokusring ist über vier kleine Schrauben mit dem vorderen Helicoid verbunden und befestigt.

    Damit wird auch Unendlich justiert.

    Name:  AC_2.jpg
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    Name:  AC_3.jpg
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    Das scheint eine gängige Methode zu sein auch bei anderen Zooms (zB MD 35-70/3.5).

    Wenigstens etwas, auf das man sich einstellen kann.
    Gruß,

    Andreas

  4. Folgender Benutzer sagt "Danke", Ando :


  5. #4
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    Für nass-feuchte Jobs wie Helicoide mit Sprit abbürsten oder Reinigung von Teilen mit Schaum nutze ich als Unterlage Küchenpapier auf Wickelunterlage.

    Das saugt gut auf und kann anschließend einfach entsorgt werden.

    Name:  AC_4.jpg
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    Gruß,

    Andreas

  6. Folgender Benutzer sagt "Danke", Ando :


  7. #5
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    Die fluchtfreudige, auf einer Feder gelagerte Blendenrastkugel, fängt ein Plastikbeutel mit Verschluss.

    Der Blendenring, unter dem die Kugel sitzt, kann so ohne Stress abgenommen werden.

    Name:  AC_5.jpg
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    Gruß,

    Andreas

  8. 2 Benutzer sagen "Danke", Ando :


  9. #6
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    Zitat Zitat von Ando Beitrag anzeigen
    Gut, dass es hier Lösungen gibt.

    Ich merk es mir für FD vor - falls ich da einmal in die Verlegenheit kommen sollte, eines knacken zu müssen

    ***

    Der Fokusring des Tamron-Zooms wird durch einen Haltering mit zwei Nuten gesichert.

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    Den abzunehmen bereitete mir einige Mühe, da ich mit keinem meiner Stellschlüssel in Position kam.

    Der - meist - untaugliche Versuch, den Ring mit einem Schraubendreher anzutreiben, endete mit einem heftigen Kratzer, da ich abrutschte.

    Hier löste WD-40 im wahrsten Sinne des Wortes das Problem.

    Der Ring ließ sich nach Auftragen wie in Butter gelagert mit Schraubendrehervorschub abdrehen.

    Da ich ohnehin eine Reinigung vorsah, bekümmerte mich das kriechfreudige Kriechöl nicht weiter.
    Vieleicht hat er in den unergründlichen Tiefen seines Teilelagers was passendes?

    LG
    Jörg

    P.S.: Wie sprach der österreichische General zu seinem Kaiser: "Majestät, die Lage ist hoffnungslos, aber net ernst!"

  10. #7
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    Zitat Zitat von Optikus64 Beitrag anzeigen
    Vieleicht hat er in den unergründlichen Tiefen seines Teilelagers was
    Henry möchte ich damit nicht belasten.

    Abgesehen davon hindern mich ja zwei Schrauben an weiterem Zerlegen.

    Ich werde wohl nicht umhin kommen, mir da was zu überlegen. Ansonsten Touren nur daran scheitern, was unwürdig ist ;-)

    Operation Tamron ist jedenfalls abgeschlossen.

    Mir geht’s ja auch um das, was sich auf dem Weg ereignet.

    Insoferne war der Ausflug ergiebig
    Gruß,

    Andreas

  11. #8
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    ... aber der Sektionssaal füllt sich ...


  12. #9
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    Zitat Zitat von Optikus64 Beitrag anzeigen
    ... aber der Sektionssaal füllt sich ...

    Stell dir einen Chirurgen vor, der nur ein paar Tage in der Anatomie vorbeigeschaut hat und dann im OP werkt.

    Man muss von dieser eintönigen Kostenaufstellung wegkommen, es geht hier doch um ganz etwas anderes.

    Fast jedes meiner Projekte ist hinsichtlich Ergebnis offen.

    Entweder gelingt die Reparatur oder sie gelingt nicht.

    Wichtig ist nur, was es an Erfahrung und neuen Einsichten gebracht hat.

    Dafür stehen defekte, günstig erworbene Kandidaten für den Küchentisch bereit.

    Jemand anderer hätte sie schon entsorgt (Fungus …) oder im Schrank vergessen.

    Im besten Fall steht so ein Objektiv wieder auf, im zweitbesten Fall dient es Studien.

    Weggeworfen wird ohnehin nichts.

    Von 31 Projekten bis jetzt in diesem Jahr konnte ich

    • 19 erfolgreich abschließen (Kameras, Zubehör, Objektive).
    • 4 teilweise - hier braucht es noch Know-how
    • 1 wartet auf Fortsetzung
    • 7 endeten in Sektionen, wobei ich eigentlich nur ein Objektiv verpfuscht hatte ;-)

    Ich halte das für einen guten Zwischenstand
    Gruß,

    Andreas

  13. Folgender Benutzer sagt "Danke", Ando :


  14. #10
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    Also...

    wenn man sich anhand Deines gewählten Vergleichs die Bilanz anschaut würde ich sagen, für Kassenpatienten geeignet!

    LG Jörg

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