Fett? Dann noch sparsamer fetten.
Denke auch dass da Überschuss vorhanden ist
LG Jörg
Fett? Dann noch sparsamer fetten.
Denke auch dass da Überschuss vorhanden ist
LG Jörg
Der Winder nun in Betrieb.
Wie vermutet hat das untere Zahnrad eine hohe Umdrehungsgeschwindigkeit und läuft damit im Serienbetrieb konstant.
Es wirkt quasi als Zentrifuge und wirft die überschüssige Schmierung ab:
Beim provisorischen Anschluss an die Kamera ist ein Massekabel abgegangen, was den Winder offenkundig ohne Betätigen des Auslösers laufen ließ.
Vorteilhaft für die Bildaufnahme, aber ich muss es wieder anlöten.
Gut, dass ich bei der Demontage ausgiebig mit der Kamera dokumentiert habe und so den Anschluss wiederfinden konnte
Langweilig wird es jedenfalls nie, sobald man einmal Schrauben gelöst hat![]()
Gruß,
Andreas
Damit sollte die Inspektion abgeschlossen sein.
Ich denke, die Schmierung war erfolgreich, etwas weniger tut es auch.
Das Kunststoffrad werde ich vorsichtig reinigen, am besten ohne Lösungsmittel.
Dann Massekabel anlöten, Montage und Test an der Kamera![]()
Gruß,
Andreas
Das Kunststoffzahnrad hatte auf der Unterseite doch einiges vom LM 47 abbekommen.
Mit Zahnseide, Isopropylalkohol und kräftig durchblasen ist da jetzt sauber.
Ich konnte durch die Behandlung keine Veränderung feststellen.
Der Alkohol ist ja schon längst verdampft, ist hier noch etwas über Zeit zu erwarten?
Dauerbetrieb
Gestern fiel mir beim nochmaligen Öffnen des Winders auf, dass er in jedem Modus nach Auslöserdruck in Dauerbetrieb geht.
Ich ersetzte das lose gewordene Massekabel zur Buchse gegen ein etwas längeres Kabel, aber das war nicht die Ursache.
Ohne Schaltplan und Troubleshooting Chart konnte ich nur auf Sicht prüfen, ob es Auffälligkeiten gibt.
Nichts zu sehen, bis auf einen Elko, der bereits ausläuft. Aber der wird nicht über Nacht zur Ursache geworden sein.
Ich tippe auf Masseschluss und müsste den Winder weiter zerlegen, um alle Stromwege zu sehen inklusive Platine.
Das ist dann ein neues Projekt.
Hier schon der Aufbau mit externer Spannungsversorgung:
Gibt es spontan Hinweise, wo bei dieser Erscheinung sonst Nachschau gehalten werden sollte?
Gruß,
Andreas
Problem gelöst.
Ein Schalter war nicht in der richtigen Position eingerastet.
Jetzt tut der Winder wieder
![]()
Gruß,
Andreas
Gerettet haben das Projekt meine Sturheit, Beobachtung und insb. die Fotos beim Zerlegen, die den Originalzustand dokumentieren.
Künftig fotografiere ich alles![]()
Gruß,
Andreas
Ja was, Dein Netzteil ist von Conrad? Bei Deinem Hang zu High End hätte ich eher was von Rohde & Schwarz erwartet oder doch mindestens von Gossen Metrawatt.
SCNR
Nun ist der Winder montiert und betriebsbereit.
Bis dahin war doch wieder mehr zu tun als nur zusammenzuschrauben.
- Die provisorisch an die Batteriekontakte angelöteten Kabel für die externe Spannungsversorgung kamen weg.
- Ein störrisches Kabel innen wollte mehrfach zurückgedrängt werden bis sich das Gehäuse schloss.
- Die Abdeckung des Auslösers erhielt neue Klebepunkte. Die Einheit kann jetzt mit der Platine darunter nach dem Lösen von zwei Schrauben herausgehoben werden, wie es ursprünglich vorgesehen war.
Und schon lag wieder Zeug auf dem Tisch.
Beim Aufkleben der Abdeckung für den Modusschalter gab es Ärger mit Loctite. Davon etwas auf den Fingern versaut das Finish.
Mit dem Messer und schwarzem Glanzlack konnte ich das kaschieren.
Ebenso einen Riss, den man aber nur im LED-Licht so deutlich erkennt:
Der Winder ist wieder komplett mit Belederung.
Die Batteriekontakte hatten noch Flussmittel von der Lötaktion drauf. Und die Kontaktoberfläche war unschön.
Die negative Durchgangsprüfung rief den Dremel Stylo mit Stahldrahtbürste herbei.
Danach waren die Kontakte wieder leitfähig und glatt.
Überbrückt
Aber ein hässliches Detail konnte ich nicht wegbürsten:
Beim Anlöten der Drähte an die Batteriekontakte ging es heiß her.
Zu heiß für die Kunststofffassung und die Lotbrücke zum hinteren Anschluss.
Der Kontakt sank so ein und blieb in Schieflage.
Damit gibt es auch keine Schlüssigkeit mit dem Gegenkontakt im Batteriehalter mehr.
Bis mir etwas Eleganteres einfällt, überbrücke ich mit einem Stück Entlötlitze.
S = C und C = S
Und last but not least:
Die Betriebsmodi S und C sind vertauscht.
Aber ich bilde mir ein, das war bereits vor meinem Eingriff so.
Ist aber egal - ich weiß und berücksichtige es ;-)
Damit ist der Winder entlassen
Fazit
- Aus Reinigung und Schmierung wurde wieder ein Projekt mit Hürden, die ich letztlich nehmen konnte.
- Meine Fotodoku rettete den Winder. Ich hätte den Fehler mit dem Dauerlauf ohne nicht gefunden.
- Löten meint Hitze, aber nicht zu viel davon. Auch wenn es mehr Aufbauaufwand ist, werde ich nur mehr mit der temperaturgeregelten Lötstation arbeiten und den potenten Akkulötkolben lediglich zum Ablöten von Kabel verwenden. Da kann er bei guter Führung nichts verbrennen, zisch und weg.
- Loctite ist Segen und Fluch zugleich.
- Der Winder läuft besser als vorher, warum S und C vertauscht sind, weiß ich nicht.
Ich gebe dem Projekt 7 von 10 Punkten. Der lädierte Batteriekontakt wiegt schwer ;-)
Anyway mission achieved![]()
Geändert von Ando (21.04.2023 um 20:18 Uhr)
Gruß,
Andreas