Moin,
das ist möglich, es gab aber immer schon Reparaturbetriebe die da Quellen hatten, ich nehme an das ließ sich Canon gut bezahlen.
LG Jörg
Moin,
das ist möglich, es gab aber immer schon Reparaturbetriebe die da Quellen hatten, ich nehme an das ließ sich Canon gut bezahlen.
LG Jörg
Im Camera Craftsman Artikel ist das der Blendensteuerung, dem Counter und dem DA Wandler etc. auf Seite 24 beschrieben. Canon hat diese Info offenbar breit gestreut. Über diesen Prozess vird der AV Wert innerhalb von 8ms digitalisiert, mittels DA Wandlung des Counter-Wertes und Nutzung des Comperators. So bleibt der Wert als Soll für die Blendensteuerung erhalten, auch wenn der Spiegel oben ist und der Beli kein Licht mehr bekommt. Die Blende schliesst so lange, bis der über einen Messfühler ermittelte Schliessgrad dem gemessenen AV Wert entspricht. Wieder ein Comperator, der die Gleichheit erkennt und das Schließen stoppt. Das ist alles analog mit OpAmps und Magneten realisiert.
Ja. denke ich.
Wenn man bedenkt wie verläßlich das funktioniert ist das schon ein kleines Wunderwerk, dass dann in der A1 seine Fortsetzung fand. Ich denke AV-1, AE-1 und A-1 dürften sich technologisch sehr ähnlich sein. Die AE1-Programm und die AL-1 waren dann quasi die nächste Generation. Danach kamen ja die "T"s, also T50 (Zeitautomat), T70 (quasi wie A-1), T80 (mit AF), T90 und nachgezockelt T60 als zugekaufte Einsteigerkamera. Danach war EOS. Schon spannend zu sehen was da alles gemacht wurde, auch wenn das eine oder andere eine technische Sackgasse war.
LG
Jörg
Blendenautomatiken gab es vorher auch schon, aber vermutlich ist der Ansatz mit der Steuerung der Blende neu, aber ich habe nur educated guesses im Kopf und keine konkreten und belastbaren Infos.
Die A-1 muss komplexer sein, weil sie verschiedene Automatiken vereint und die digitale numerische Anzeige der Werte bietet. Das konnte Fuji zwar vorher schon, aber nur bei den Zeiten. Das geht auch in digital ohne CPU.
Einen Blick in die Service Manuals werde ich bei Gelegenheit mal wagen und berichten.
Von der analogen und digitalen Schaltungstechnik sehe ich da im übrigen nichts weltbewegendes, einzig die Minuaturisierung und der hoffentlich geringe Stromverbrauch dürften etwas Gehirnschmalz gekostet haben.
... wobei der Verbrauch an 6V-Batterien z.B. bei einem intensiveren 2-Wochen-Urlaub seinerzeit schon nicht ohne war. Die A-1 war da aber noch übler durch die viele Technik drin.
CS
Jörg
Jedenfalls musste die Technik der AE-1 wie eine Keule auf die freien Werkstätten niedergegangen sein. Plötzlich waren Digital und „der Computer“ da. Wer war darauf vorbereitet?
Selbiges wiederholte sich dann ja beim Wechsel zur Digitalfotografie.
Gruß,
Andreas
Div. Kerzen an div. Enden angezündet ;-)
Beim Stromverbrauch gibt es ja diverse Abnehmer für den Saft.
- Beli (CdS-Widerstand mit geringer Spannung betreibbar oder Diode/Transistor mit Bedarf für höhere Betriebsspannung)
- Zentralgehirn (Schaltungstechnik und ggf. Taktfrequenz)
- Sucheranzeigen (Drehspulinstrument, LED, LCD)
- Verschlußsteuerung (Haltemagnet (Dauerstrom) oder Impulsmagnet)
Bei der "Speicherung" des Beli-Ergbnisses für SLR mit TTL-Messung gab es ein-zwei Ideen. Das dürfte bei Bessamatic/Ultramatic mit einer festgeklemmten Beli-Nadel angefangen haben. Pentax dürfte dann für die Electro-Spotmatic 1970/71 irgendein "elektrisches" (analog) Patent erlangt haben. Andere Hersteller mußten sich etwas einfallen lassen. Später dann, spätestens mit der AE-1 ein digitaler Speicher (hier ein Zähler). Zur Blendensteuerung wird Konica auch irgendetwas gehabt haben. Andere Hersteller fanden die Steuerung der Zeit einfacher oder sinnvoller (ein Blendering ist mit Links schneller gedreht als ein Zeitenrad mit umgegriffenen rechten Fingern). So gesehen hatte Minolta es von der XE-1 zur XD7 schwerer als Canon von der EF und AE-1 zur A-1.
Was sagt einem eine Schaltung? Wie gut ist die beschriftet, wie gut kann der Experte denken, was hat der Experte schon alles gesehen?
Wenn ich da lese "Brühgruppe, Mahlgrad, Temperatur" dann denke ich eher an einen Kaffeevollautomaten als an eine Waschmaschine oder Kamera, wenn ich da "nix" lesbares finde, kann die Phantasie losrennen in viele Sackgassen. Wenn ich markante Zahlen lese (Blendenreihen, Zeitenreihen), dann sagt mir das "Foto", aber wenn der befragte Experte "alles" kennt außer Foto, dann schwankt der zwischen "Foto" und "Streng geheim" und "alte Maya-Kultur".
Mit genügend Zeit könnte der Experte in "alten" Fachzeitschriften ("Hobby") und Patenten stöbern. Die Hersteller haben sich ja auch immer mit ihren Errungenschaften gebrüstet. Teils als Reklame, teils auch um sich Rechte an Konstruktionsmerkmalen zu sichern, also nicht exklusiv wie bei einem Patent (was evtl. im Einzelfall schwer zu bekommen wäre) sondern um einem fremden Patent zuvorzukommen.
Wenn man weiß, daß die Schaltung für eine Kamera sein soll, und man sich erarbeiten kann (oder schon lange weiß), was in einer Kamera abgeht, dann sollte der Rest "machbar" sein. Mal angenommen man hätte seinerzeit den Plan bei Nikon, Minolta, Rollei, Konica, Pentax, Mamiya, Yashica, ... in den Konstruktionsabteilungen rumgezeigt, man hätte bestimmt sachkundige Kommentare erhalten. Heute ist es eher "museal" und die Leute sind stärker aufgespalten in kleinere Spezialistenbereiche (dafür passiert auch mehr, die Dinge sind komplexer geworden, "Smile-Detection").
Dem Reparateur hilft dann nicht die Kenntniss der Vorgänge IN den ICs, der muß wissen, was über die Schnittstellen kommen soll, um defekte Baugruppen identifizieren zu können. Der muß dann Wissen, daß aus dem Beli eine Referenzspannung kommt und nicht ein gepulstes (Frequenz und Amplitude) oder gar digital codiertes Signal, und er muß wissen, mit welcher Spannung welche Baugruppe versorgt werden muß um zu funzen. Klar gibt es Reparateure mit tieferen Interssen, aber "nötig" ist es für deren Job nicht, zu wissen, wie ein Controller programmiert wurde. Eine Firmware "zu verbessern" ohne den Quellcode (und sei es Assembler) zu haben? Nette Idee.
Bei der A-1 wird die Helligkeitsinformation vom der Photo-Zelle (SPC - Silicon Photo Cell) verstärkt und dann digitalisiert. Die Information wird über einen seriellen Bus in die CPU übertragen, dort liegen die anderen Werte (Film Speed, Shutter Speed, Max F Number etc.) digital an und werden digital summiert. Von den Stellrädern werden die Werte über Code-Schleifer digitalisiert. Die von der CPU berechneten Werte werden ebenfall seriell an das Sucherdisplay geschickt und innerhalb der CPU verwendet. Die Shutter Speed wird von der Master Clock durch Teilen und Zählen generiert. Die CPU nutzt eine PLA für die Steuerung (https://de.wikipedia.org/wiki/Progra...sche_Anordnung). Die Funktionen scheinen mir einzeln in Hardware realisiert, Software in dem Sinn scheint es nicht zu geben. So glasklar ist das Service Manual hier nicht.
Mechanisch nutzt die A-1 möglichst viele Komponenten der AE-1.
LASER gibt es wohl seit 1960. LASER cutting so ab 1964~1970, LASER engraving gegen 1978. Das sollte es also schon als Technologie gegeben haben.