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Thema: Project 2023: Meet and service the Canon AE-1

Hybrid-Darstellung

  1. #1
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    Im Canon AE-1 Service Guide der National Camera Repair School sind recht gute Erklärungen der einzelnen Funktionen. Dort wird auch die Vermutung von Jan bestätigt, dass die Zeiten analog erzeugt werden. Der Lichtwert wird am Ende in einem 8-Bit Zähler digital gespeichert und DA gewandelt als Soll-Wert für die Blendensteuerung verwendet. So bekommt man einen linearen Zusammenhang (ein Kondensator entläd ja immer exponentiell) und kann den Wert auch problemlos halten.

    Aha - kopfklatsch - auf dem Bild sieht man auch, was alles in PX2 drinnen ist. Eben auch OpAmps und somit ist das einfach ein LSI mit genau den Funktionen. Mit einem Prozessor hat das nichts zu tun. Reine hybride Hardware (also analog/digital gemischt) und keine Software.

  2. Folgender Benutzer sagt "Danke", Bessamatic :


  3. #2
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    Zitat Zitat von Bessamatic Beitrag anzeigen
    Im Canon AE-1 Service Guide der National Camera Repair School sind recht gute Erklärungen der einzelnen Funktionen.
    Ich frage mich, woher die Autoren diese Informationen bezogen hatten.

    Aus dem Schaltplan kann man ja nur bedingt schöpfen.

    Ob da Canon etwas das Tuch gelüftet hatte?
    Gruß,

    Andreas

  4. #3
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    Moin,

    das ist möglich, es gab aber immer schon Reparaturbetriebe die da Quellen hatten, ich nehme an das ließ sich Canon gut bezahlen.

    LG Jörg

  5. #4
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    Im Camera Craftsman Artikel ist das der Blendensteuerung, dem Counter und dem DA Wandler etc. auf Seite 24 beschrieben. Canon hat diese Info offenbar breit gestreut. Über diesen Prozess vird der AV Wert innerhalb von 8ms digitalisiert, mittels DA Wandlung des Counter-Wertes und Nutzung des Comperators. So bleibt der Wert als Soll für die Blendensteuerung erhalten, auch wenn der Spiegel oben ist und der Beli kein Licht mehr bekommt. Die Blende schliesst so lange, bis der über einen Messfühler ermittelte Schliessgrad dem gemessenen AV Wert entspricht. Wieder ein Comperator, der die Gleichheit erkennt und das Schließen stoppt. Das ist alles analog mit OpAmps und Magneten realisiert.

  6. Folgender Benutzer sagt "Danke", Bessamatic :


  7. #5
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    Zitat Zitat von Bessamatic Beitrag anzeigen
    Im Camera Craftsman Artikel ist das der Blendensteuerung, dem Counter und dem DA Wandler etc. auf Seite 24 beschrieben. Canon hat diese Info offenbar breit gestreut. Über diesen Prozess vird der AV Wert innerhalb von 8ms digitalisiert, mittels DA Wandlung des Counter-Wertes und Nutzung des Comperators. So bleibt der Wert als Soll für die Blendensteuerung erhalten, auch wenn der Spiegel oben ist und der Beli kein Licht mehr bekommt. Die Blende schliesst so lange, bis der über einen Messfühler ermittelte Schliessgrad dem gemessenen AV Wert entspricht. Wieder ein Comperator, der die Gleichheit erkennt und das Schließen stoppt. Das ist alles analog mit OpAmps und Magneten realisiert.
    Damals State of the Art, nehme ich an?
    Gruß,

    Andreas

  8. #6
    Hardcore-Poster Avatar von Optikus64
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    Ja. denke ich.

    Wenn man bedenkt wie verläßlich das funktioniert ist das schon ein kleines Wunderwerk, dass dann in der A1 seine Fortsetzung fand. Ich denke AV-1, AE-1 und A-1 dürften sich technologisch sehr ähnlich sein. Die AE1-Programm und die AL-1 waren dann quasi die nächste Generation. Danach kamen ja die "T"s, also T50 (Zeitautomat), T70 (quasi wie A-1), T80 (mit AF), T90 und nachgezockelt T60 als zugekaufte Einsteigerkamera. Danach war EOS. Schon spannend zu sehen was da alles gemacht wurde, auch wenn das eine oder andere eine technische Sackgasse war.

    LG
    Jörg

  9. Folgender Benutzer sagt "Danke", Optikus64 :


  10. #7
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    Blendenautomatiken gab es vorher auch schon, aber vermutlich ist der Ansatz mit der Steuerung der Blende neu, aber ich habe nur educated guesses im Kopf und keine konkreten und belastbaren Infos.

    Die A-1 muss komplexer sein, weil sie verschiedene Automatiken vereint und die digitale numerische Anzeige der Werte bietet. Das konnte Fuji zwar vorher schon, aber nur bei den Zeiten. Das geht auch in digital ohne CPU.

    Einen Blick in die Service Manuals werde ich bei Gelegenheit mal wagen und berichten.

    Von der analogen und digitalen Schaltungstechnik sehe ich da im übrigen nichts weltbewegendes, einzig die Minuaturisierung und der hoffentlich geringe Stromverbrauch dürften etwas Gehirnschmalz gekostet haben.

  11. Folgender Benutzer sagt "Danke", Bessamatic :


  12. #8
    Spitzenkommentierer
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    Zitat Zitat von Optikus64 Beitrag anzeigen
    Moin,

    das ist möglich, es gab aber immer schon Reparaturbetriebe die da Quellen hatten, ich nehme an das ließ sich Canon gut bezahlen.
    Angenommen, wir legen den Schaltplan oben zur AE-1 mehreren Leuten vom Fach vor (Elektronik, Elektrotechnik, Informatik, Servicetechnik, Uni, Praxis etc.).

    Können - alleine aus dem Schaltplan - die Abläufe in der Kamera beschrieben werden?

    Und kann, ohne zu wissen, um welches Gerät es sich überhaupt handelt, auf eine SLR geschlossen werden?

    Ich habe das einmal mit dem Schema zum Nikon MD-4 Motor Drive probiert.

    “Testperson“ war ein ausgewiesener Fachmann für Analog- und Digitaltechnik, ein Praktiker, der regelmäßig publiziert.

    Er konnte nur Schaltungsteile deuten, zB eine Motorbremse.

    Aber was da genau abläuft, konnte er nicht rekonstruieren.

    Vermutlich hätte er den MD-4 zerlegt auf dem Tisch haben müssen.

    Aber auch dann muss er wissen, was so ein Motor Drive eigentlich macht. Und da gehört dann die F3 dazu und deren Elektronik.

    Mir geht es darum, auszuloten, was so ein Schaltplan kann und wo das Ende der Erkenntnis liegt.
    Gruß,

    Andreas

  13. Folgender Benutzer sagt "Danke", Ando :


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