Während die Durchbiegung gerader Linien heutzutage automatisch vom Prozessor der Kamera (JPEG) oder dem Programm für die Rohdatenentwicklung (Raw) bewerkstelligt wird und damit dem Objektiventwickler etwas mehr Handlungsspielraum für die Korrektur der anderen Bildfehler gewährt, musste die Verzeichnung damals weitgehend auskorrigiert werden, um nicht im Dia oder Papierabzug weithin sichtbare “Wellen” zu schlagen.
Auch bei Landschaftsaufnahmen könnte sich die Verzeichnung unangenehm bemerkbar machen.
Bei einem Weitwinkeobjektiv ist die Korrektur dieses Objektivfehlers nätürlich etwas komplizierter als bei einem Standard - oder Teleobjektiv. Und so macht sich die Verzeichnung auch in Form von schnurrbartförmiger Durchbiegung von Geraden bemerkbar : in der Bildmitte (oder dem APS-C Format) als Tonne und am Bildrand (nur im Vollformat) als Kissen.
Bei Architekturaufnahmen ist sie allerdings unabdingbar.
Die Softwarekorrektur wird dadurch etwas kniffliger und mit dem von Adobe kostenfrei angeboteten Adobe Lens Profile Creator kann man lediglich der tonnenförmigen Verzeichnung im erweiterten Zentrum Herr werden, während die kissenförmige Durchbiegung der Bildränder leider bestehen bleibt.
Markthalle Bolhao in Porto - ohne Softwarekorrektur tritt der Schnurrbart störend in Erscheinung..
...während das hausgemachte Korrekturprofil für Adobe Lightroom und Camera Raw zumindest den "Bauch" im erweiterten Zentrum entfernt.
Fortsetzung folgt...


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