Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 116

Thema: Jupiter-3 1.5/50mm

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Spitzenkommentierer Avatar von Hias
    Registriert seit
    19.01.2018
    Ort
    München
    Beiträge
    1.374
    Bilder
    17
    Danke abgeben
    5.043
    Erhielt 7.192 Danke für 1.157 Beiträge

    Standard

    Nach ziemlich genau 8 Jahren hole ich diesen Faden mal wieder aus der Versenkung hervor.

    Christian (gladstone) war so freundlich und hat mir sein Jupiter-3 geliehen. Eine super-spannende Optik, mal was ganz anderes für mich, der ich ja eher konventionell-scharfe Optiken bevorzuge. Ich muss mal schauen, ob ich ein bisschen Test an der Sony A7II hinbekomme, das meiste in diesem Faden ist ja (wegen der Entstehungszeit ab 2012) auf µFT oder APS-C entstanden.

    Aber erstmal habe ich gespielt und das Jupiter-3, dessen Nahgrenze von 1m doch recht limitierend ist, an einen 10mm Zwischenring gehängt und bin dann ab in den Garten und dann in den Wald "in die Schwammerl".

    Man sieht dem Jupiter-3 deutlich an, dass es für eine solche verringerte Nahgrenze nicht gebaut ist, bei Offenblende sind die Bildergebnisse "eigenartig". Bei geeigneten Motiven fast wie ein Gemälde mit sehr starken "Glühen" und wenig Kontrast.
    Name:  DSC01015.JPG
Hits: 372
Größe:  256,8 KB

    Bei anderen weniger geeigneten Motiven für meinen Geschmack grenzwertig.
    Name:  DSC01011.JPG
Hits: 421
Größe:  251,8 KB

    Zwischen f2.8 und f4 wird es dann aber brauchbar, hat immer noch einen sehr eigenen Look und durch die wunderbare Blende mit ganz vielen Lamellen bleiben die Lichtpunkte auch abgeblendet schön rund. Das Bokeh an der verringerten Nahgrenze finde ich sehr schön.

    Alle Bilder an der Sony A7II mit 10mm Zwischenring:

    Ein Pilz, den ich nicht kenne f2.8 1/60s ISO640
    Name:  DSC01055.JPG
Hits: 415
Größe:  341,2 KB

    Junge Flaschenboviste f4 1/60s ISO640
    Name:  DSC01065.JPG
Hits: 419
Größe:  355,0 KB

    Alter Maronenröhrling, triefend nass und nicht mehr essbar f2.8 1/60s ISO500
    Name:  DSC01067.JPG
Hits: 416
Größe:  334,2 KB

    Ich hoffe, ich schaffe es, aussagekräftiges Bildmaterial auch außerhalb von Spielereien am Zwischenring, für die das Jupiter nie gedacht war, machen zu können. Hoffentlich komme ich dazu.

    Gruß Matthias


  2. #2
    Spitzenkommentierer Avatar von Hias
    Registriert seit
    19.01.2018
    Ort
    München
    Beiträge
    1.374
    Bilder
    17
    Danke abgeben
    5.043
    Erhielt 7.192 Danke für 1.157 Beiträge

    Standard (Un-)Schärfe gegen Unendlich an der Sony A7II

    Ich habe heute ein wenig Zeit gefunden, eine Blendenreihe auf größere Distanz an der Sony A7II zu machen. Es ist klar, dass dies nicht die Paradedisziplin des Jupiter-3 ist, aber die Ergebnisse sind noch deutlich schlechter als ich erwartet habe. Die Aussagekraft das Ganzen darf man allerdings nicht überschätzen, die Bilder sagen im Wesentlichen nur aus, wie sich dieses Jupiter-3 mit der Seriennummer N680573, das Christian (gladstone) gehört, an dem verwendeten Adapter an meiner Kamera geschlagen hat.

    Gearbeitet habe ich wie immer, Kamera auf Stativ, mit Fernauslöser ausgelöst und (wegen des Fokus-Shift des Jupiter-3) bei jeder Blende mit der Lupe nachfokussiert. Fokus auf dem inneren der beiden großen Dachfenster.

    Die Bilder sind in großer Auflösung, so dass ihr selber nachsehen könnt, wie es aussieht.

    f 1.5 Name:  DSC01110.JPG
Hits: 404
Größe:  1,37 MB
    f 2
    Name:  DSC01111.JPG
Hits: 353
Größe:  1,45 MB
    f 2.8
    Name:  DSC01112.JPG
Hits: 414
Größe:  1,54 MB
    f 4
    Name:  DSC01113.JPG
Hits: 345
Größe:  1,59 MB
    f 5.6
    Name:  DSC01114.JPG
Hits: 399
Größe:  1,64 MB
    f 8
    Name:  DSC01115.JPG
Hits: 354
Größe:  1,50 MB
    f 11
    Name:  DSC01116.JPG
Hits: 350
Größe:  1,32 MB

    Ja, was soll ich sagen...

    Bei Offenblende in einem kleinen Bereich im Zentrum halbwegs scharf und kontrastreich, ansonsten eine Ansammlung aller nur denkbarer optischer Fehler. Sonnenlicht auf Metall (der kleine Metallkamin) mag es gar nicht.
    Bei f2 tut sich nicht viel.
    Bei f2.8 macht es einen Sprung, wird in der Mitte scharf und kommt jetzt auch mit dem sonnenbeschienenen Metallkamin klar. Ränder und Ecken verbessern sich nicht.
    Bei f4 bis f8 tut sich überraschend wenig, der scharfe Bereich in der Mitte wird größer, Ecken bleiben völlig unscharf und eigenartig verzerrt.
    Bei f11 tut sich nochmal was, der scharfe Bereich wird deutlich größer, die Ecken bleiben schlecht.

    Das hier https://phillipreeve.net/blog/review...er-3-50mm-1-5/ bei Phillip Reeve getestete, etwas ältere Jupiter-3 verhielt sich ähnlich, aber durchgehend auf besserem Niveau (sorry Christian, ich mache gerade Dein Jupiter-3 schlecht...)

    Ich hab dann den Versuch gestartet, bei f5.6 bis f11 mal auf die Ecken (auf die Birke rechts oben, hinter dem Haus) zu fokussieren, hat fast nichts gebracht und es ist sehr schwer, im Eck überhaupt den Fokus zu finden.

    f 5.6
    Name:  DSC01117.JPG
Hits: 399
Größe:  1,52 MB
    f 8
    Name:  DSC01118.JPG
Hits: 399
Größe:  1,47 MB
    f 11
    Name:  DSC01119.JPG
Hits: 419
Größe:  1,32 MB

    Ich weiß aber auch nicht, was ich falsch gemacht haben könnte. Ich habe dieses Vorgehen und auch dieses Motiv ja schon mehrfach beim Test von 50igern verwendet, z.B. hier https://www.digicamclub.de/showthread.php?t=25818 oder hier https://www.digicamclub.de/showthread.php?t=25619 und habe immer vernünftige Ergebnisse gehabt.

    Über Hinweise und Anregungen würde ich mich freuen. Ganz Klasse wäre natürlich, wenn ein weiterer Jupiter-3 Besitzer hier das Verhalten seines Exemplars zeigen könnte.

    Gruß Matthias

  3. 5 Benutzer sagen "Danke", Hias :


  4. #3
    Spitzenkommentierer
    Registriert seit
    28.12.2018
    Ort
    Mittlerer Neckar Raum
    Beiträge
    1.368
    Bilder
    2
    Danke abgeben
    16.986
    Erhielt 2.714 Danke für 1.029 Beiträge

    Standard

    Mein Dank für Deine Vergleichsbilder vom Jupiter f 1,5 mit 50 mm. Als ich das erste Bild, welches Du mit f 1,5 gemacht hast angesehen habe meinte ich so schlecht wie ich es erwartet habe ist es nicht. Ich war angenehm überrascht ! Bei Deiner zweiten Bilderreihe meinte ich dann auch, so richtig scharf wirds erst bei f 11, daher war es gut, dass Du diese Ausschnitte auch gezeigt hast.
    Solche extrem lichtstarken Objektive mit f 1,5 insbesondere mit älterem Herstellungs Datum sind nach meinen Erfahrungen für spezielle sehr dunkle Motive gut geeignet und voller Charakter aber bei hellen Lichtverhältnissen meist in allen Belangen der Abbildung mit lichtschwachen Linsen nicht vergleichbar.
    Ich meine das Jupiter 50mm f1,5 ist kaum das immerdrauf Objektiv. Soweit man sowas möchte sollte man sich mal diverse neu konzipierten Objekte, wie z. B. aus der ART Linie eines bekannten Herstellers für Fremdobjektive ansehen und gleich auch bedenken, dass so um +/- 1000 Gramm zu tragen sind.

    Beste Grüße Ulrich
    Geändert von CanRoda (07.10.2022 um 08:18 Uhr)

  5. 2 Benutzer sagen "Danke", CanRoda :


  6. #4
    Spitzenkommentierer Avatar von Namenloser
    Registriert seit
    01.03.2014
    Ort
    St. Ingbert
    Beiträge
    3.475
    Bilder
    31
    Danke abgeben
    23.445
    Erhielt 17.652 Danke für 2.888 Beiträge

    Standard

    Hallo Matthias,

    ich kann anhand meines Exemplares alle von dir getätigten Aussagen voll unterstützen (auch wenn ich gerade keine Belegbilder zur Hand habe, ich hatte weiter oben im thread ja auch ein paar Bilder gezeigt).
    Mein Exemplar ist bei f1.5 und f2 in der Mitte noch nicht wirklich scharf, genau wie bei dir wird es erst bei f2.8 in Ordnung. Weiter offen ist es halt sehr speziell,
    kann aber auch seinen Reiz haben.

    Auch das Verhalten abgeblendet ist bei meinem gleich. in Beitrag 98 ist das zweite Bilde bei f8 - da sieht man schon in der Forenansicht den enormen Schärfeverlust zum Rand, von den Ecken ganz zu schweigen.

    Ich denke, das ist das was man von einem Jupiter-3 erwarten darf.
    Trotzdem hat es mir schon einige sehr schöne, besondere Fotos beschert, ich werde mal in den Archiven kramen wenn ich Zeit finde.
    Meine Homepage: https://www.nikolaus-burgard.de/
    Instagram: www.instagram.com/nikolausburgard/
    Sony Alpha 7III / 7RIII und ein paar Objektive...

  7. 3 Benutzer sagen "Danke", Namenloser :


  8. #5
    Spitzenkommentierer
    Registriert seit
    26.08.2019
    Beiträge
    1.714
    Danke abgeben
    2.365
    Erhielt 2.621 Danke für 1.088 Beiträge

    Standard

    Zitat Zitat von Hias Beitrag anzeigen
    Ich habe heute ein wenig Zeit gefunden, eine Blendenreihe auf größere Distanz an der Sony A7II zu machen. Es ist klar, dass dies nicht die Paradedisziplin des Jupiter-3 ist, aber die Ergebnisse sind noch deutlich schlechter als ich erwartet habe. Die Aussagekraft das Ganzen darf man allerdings nicht überschätzen, die Bilder sagen im Wesentlichen nur aus, wie sich dieses Jupiter-3 mit der Seriennummer N680573, das Christian (gladstone) gehört, an dem verwendeten Adapter an meiner Kamera geschlagen hat.
    ...
    Ja, was soll ich sagen...

    Bei Offenblende in einem kleinen Bereich im Zentrum halbwegs scharf und kontrastreich, ansonsten eine Ansammlung aller nur denkbarer optischer Fehler. Sonnenlicht auf Metall (der kleine Metallkamin) mag es gar nicht.
    Bei f2 tut sich nicht viel.
    Bei f2.8 macht es einen Sprung, wird in der Mitte scharf und kommt jetzt auch mit dem sonnenbeschienenen Metallkamin klar. Ränder und Ecken verbessern sich nicht.
    ...
    Ich weiß aber auch nicht, was ich falsch gemacht haben könnte. Ich habe dieses Vorgehen und auch dieses Motiv ja schon mehrfach beim Test von 50igern verwendet, z.B. hier https://www.digicamclub.de/showthread.php?t=25818 oder hier https://www.digicamclub.de/showthread.php?t=25619 und habe immer vernünftige Ergebnisse gehabt.

    Über Hinweise und Anregungen würde ich mich freuen. Ganz Klasse wäre natürlich, wenn ein weiterer Jupiter-3 Besitzer hier das Verhalten seines Exemplars zeigen könnte.

    Gruß Matthias
    Das Objektiv ist die 50er-Jahre Evolution einer (bis) 1936 noch mit Rechenschiebern und Logarithmentafeln erstellten optischen Rechnung, die 1936 an der Grenze des für betuchte Fotografen machbare kratzte, gefertigt nordöstlich von Moskau. Auch die Überarbeitung der Rechnung dürfte noch "von Hand" (von Menschen ohne Computer) erfolgt sein - mit Ziel der Abbildung bei wenig Licht auf sich buckelndem körnigen Film und mit f1,5 eher auf dem höchstempfindlichen (körnigsten) der jeweils lieferbar war. Also ein Reportage-Objektiv, kein Repro-Objektiv.

    Rokkor, Planare und sogar das Pancolar wurden mehr als 30 Jahre später mit Computerhilfe gerechnet und auf deutlich neueren Maschinen gefertigt und sie konnten auf neu erschmolzene Glassorten zurückgreifen, auf synthetischen Linsenkitt (zumindest im Westen) und auf Mehrschichtvergütung. Und das waren "Universalobjektive" für engagierte Amateure, keine Repro-Objektive und keine 1,2er "für Profi-Reportagen". Dazu war das Sonnar 1,5/50 für eine Meßsucherkamera, die anderen für SLR-Kameras (man braucht bei Offenblende ein klares Sucherbild wenn der Kunde im Laden mal durchguckt!).

    Ich wäre enttäuscht XXL, wenn das Ergebnis wäre, daß dreißig (plus X) Jahre technischer Fortschritt der optischen Industrie ein Nullsummenspiel waren und die Geschichte von der Überlegenheit westlicher Technologie und größerer Exemplarstreuung bei russischer Fertigung nicht zuträfe.

    "Bei Offenblende in einem kleinen Bereich im Zentrum halbwegs scharf und kontrastreich, ansonsten eine Ansammlung aller nur denkbarer optischer Fehler. Sonnenlicht auf Metall (der kleine Metallkamin) mag es gar nicht." erfüllt bzw. befriedigt geradezu meine Erwartungshaltung.


    Alles richtig gemacht! (zur Not könnte man nochmal checken ob der Adapter präzise parallel/gerade ist)

  9. 5 Benutzer sagen "Danke", Jan Böttcher :


  10. #6
    Spitzenkommentierer Avatar von Rob70
    Registriert seit
    05.08.2014
    Ort
    Rosenheim
    Beiträge
    1.941
    Bilder
    11
    Danke abgeben
    3.427
    Erhielt 8.159 Danke für 1.455 Beiträge

    Standard

    Zitat Zitat von Hias Beitrag anzeigen
    Nach ziemlich genau 8 Jahren hole ich diesen Faden mal wieder aus der Versenkung hervor.

    Christian (gladstone) war so freundlich und hat mir sein Jupiter-3 geliehen. Eine super-spannende Optik, mal was ganz anderes für mich, der ich ja eher konventionell-scharfe Optiken bevorzuge. Ich muss mal schauen, ob ich ein bisschen Test an der Sony A7II hinbekomme, das meiste in diesem Faden ist ja (wegen der Entstehungszeit ab 2012) auf µFT oder APS-C entstanden.

    Aber erstmal habe ich gespielt und das Jupiter-3, dessen Nahgrenze von 1m doch recht limitierend ist, an einen 10mm Zwischenring gehängt und bin dann ab in den Garten und dann in den Wald "in die Schwammerl".

    Man sieht dem Jupiter-3 deutlich an, dass es für eine solche verringerte Nahgrenze nicht gebaut ist, bei Offenblende sind die Bildergebnisse "eigenartig". Bei geeigneten Motiven fast wie ein Gemälde mit sehr starken "Glühen" und wenig Kontrast.

    Bei anderen weniger geeigneten Motiven für meinen Geschmack grenzwertig.

    Zwischen f2.8 und f4 wird es dann aber brauchbar, hat immer noch einen sehr eigenen Look und durch die wunderbare Blende mit ganz vielen Lamellen bleiben die Lichtpunkte auch abgeblendet schön rund. Das Bokeh an der verringerten Nahgrenze finde ich sehr schön.

    Alle Bilder an der Sony A7II mit 10mm Zwischenring:

    Ein Pilz, den ich nicht kenne f2.8 1/60s ISO640

    Junge Flaschenboviste f4 1/60s ISO640


    Alter Maronenröhrling, triefend nass und nicht mehr essbar f2.8 1/60s ISO500


    Ich hoffe, ich schaffe es, aussagekräftiges Bildmaterial auch außerhalb von Spielereien am Zwischenring, für die das Jupiter nie gedacht war, machen zu können. Hoffentlich komme ich dazu.

    Gruß Matthias
    Servus Matthias,

    ein Jupiter 3 bzw. Sonnar 1.5/50 kauft man sich doch gerade wegen der besonderen Abbildung, die sich wesentlich von der moderner Objektive unterscheidet. Ich denke, dass kaum jemand erwarten würde, dass es für Landschaft besonders gut geeignet ist, bei Portraits hingegen ist eine abfallende Schärfe zum Rand hin durchaus willkommen, oder nicht? Das "Glühen" habe ich jedenfalls für mich entdeckt und stehe gerade voll drauf (wenn auch nicht mit einem der genannten Objektive). Auch Leica Fans schwören ja bekanntermaßen auf den "GLOW". Ich glaube, Du muss nur erforschen, was die richtigen Motive dafür sind, dann wirst Du es bestimmt auch toll finden. Das ist doch gerade, neben ein wenig Nostalgie und der Freude an den schönen alten Dingen selbst, das Schöne am Nutzen von Altglas.
    Übrigens: Wenn Du für die Rückgabe der Linse mal nach Aibling fährst, kannst Du gern auch noch einen Abstecher noch Rosenheim einplanen oder wir veranstalten einen "Südgipfel".
    VG, Rolf

  11. 4 Benutzer sagen "Danke", Rob70 :


  12. #7
    Spitzenkommentierer
    Registriert seit
    07.01.2018
    Beiträge
    3.165
    Bilder
    53
    Danke abgeben
    14.411
    Erhielt 15.833 Danke für 2.712 Beiträge

    Standard

    Servus Hias,


    keine Sorge, das Jupiter hast Du mit Deinen Fotos definitiv nicht schlecht gemacht, ganz im Gegenteil, wenn ich mir Deine
    Schwammerlfotos damit anschaue (Schwammerl = Pilze, für unsere Nordlichter... ).

    Ich hatte übrigens genau solche Fotos im Hinterkopf, als ich mir das Jupiter zugelegt habe. Aber Du hast schon recht, für
    Leute, die damit Testtafeln fotografieren wollen, ist es definitiv nichts.

    Und an alle potentiellen Käufer sei gesagt: es handelt sich hierbei um ein meist mehrere Jahrzente altes Objektiv, mit
    entsprechend Staub im Inneren, meist vielen Kratzern und/oder Putzspuren auf den Linsen und gerne auch mit delami-
    nierten Tripletten. Ich hatte das Glück, ein außergewöhnlich sauberes Exemplar an Land zu ziehen, aber was zur Zeit für
    wesentlich schlechtere Exemplare aufgerufen wird, würde ich niemals investieren.

    Was mich hingegen sehr interessieren würde, wäre der direkte Vergleich mit dem modernen Zeiss ZM 1,5/50, welches im
    wesentlichen diesselbe optische Formel nutzt, aber modernere Glassorten und Vergütungen verwendet.

    Vielleicht hat ja jemand hier im DCC eines...



    LG, Christian

  13. 2 Benutzer sagen "Danke", gladstone :


  14. #8
    Spitzenkommentierer Avatar von Hias
    Registriert seit
    19.01.2018
    Ort
    München
    Beiträge
    1.374
    Bilder
    17
    Danke abgeben
    5.043
    Erhielt 7.192 Danke für 1.157 Beiträge

    Standard

    Danke für die vielen Rückmeldungen, da mache ich doch gleich weiter.

    Natürlich hab ich versucht, mich der Portraitsituation ein bisschen zu nähern, dafür hat mal wieder meine SRT-101 herhalten müssen (Hauttöne kann man damit aber definitiv nicht beurteilen ).

    Zuerst mal in der Bildmitte in so ca. 1,5m, vielleicht auch 2m (ich hab es nicht gemessen) Distanz.

    f 1.5
    Name:  DSC01120.JPG
Hits: 349
Größe:  1,43 MB
    f 2
    Name:  DSC01121.JPG
Hits: 372
Größe:  1,43 MB
    f 4
    Name:  DSC01122.JPG
Hits: 366
Größe:  1,70 MB

    Da sieht die Welt schon anders aus:
    In der Bildmitte ist es bereits bei Offenblende m.E. ausreichend scharf, der Kontrast ist ein bisschen niedrig, aber das ist heute ja leicht zu korrigieren. Mit dem schwierigen Hintergrund kommt es ganz gut klar, finde ich.
    Bei f2 ist eine Steigerung beim Kontrast zu sehen und das Bokeh wird ruhiger. Das sieht eigentlich recht schön aus.
    Bei f4 ist der Schärfe in der Mitte gut, die Freistellung sinkt natürlich und der unruhige Hintergrund wird störend.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass sich damit schöne Portraits machen lassen und das Jupiter-3 kommt auch mit schwierigeren Hintergründen klar. Das "Glühen" kann man sicher auch gut einsetzen, ist aber auf der Portrait-Distanz gar nicht so sehr ausgeprägt.

    Davon ermutigt, habe ich das "Model" mal Richtung Bildrand, aber keineswegs ganz an den Rand gestellt.

    f 1.5
    Name:  DSC01123.JPG
Hits: 380
Größe:  1,35 MB
    f 2
    Name:  DSC01124.JPG
Hits: 373
Größe:  1,35 MB
    f 4
    Name:  DSC01125.JPG
Hits: 373
Größe:  1,60 MB

    Hier sieht es schon wieder nicht mehr so gut aus. Achtet bitte auf die Beschriftung des schönen Minolta MC-Rokkor-PF 1.4/58mm. Auf der rechten Seite (Richtung Bildmitte) ist sie deutlich schärfer als links (Richtung Bildrand), v.a. bei f1.5 und f 2. Zudem ist die Beschriftung links verzerrt.
    f 1.5 und f 2 sind sehr weich f 4 ist deutlich schärfer, hier ist z.B. erstmals die Struktur der Belederung der SRT-101 zu erkennen.
    Ich weiß nicht, ob diese Verzerrungen in einem echten Portrait sichbar wären (vielleicht kann ich doch noch ein Familienmitglied überreden), aber mit dem Motiv am Bildrand muss man wohl vorsichtig sein.

    Gruß
    Matthias

    P.S.: Christian und Rolf, ein "Südgipfel" (vielleicht auf einem Berggipfel) wäre super.

  15. 4 Benutzer sagen "Danke", Hias :


  16. #9
    Spitzenkommentierer Avatar von Hias
    Registriert seit
    19.01.2018
    Ort
    München
    Beiträge
    1.374
    Bilder
    17
    Danke abgeben
    5.043
    Erhielt 7.192 Danke für 1.157 Beiträge

    Standard

    Zitat Zitat von gladstone Beitrag anzeigen

    Was mich hingegen sehr interessieren würde, wäre der direkte Vergleich mit dem modernen Zeiss ZM 1,5/50, welches im
    wesentlichen diesselbe optische Formel nutzt, aber modernere Glassorten und Vergütungen verwendet.

    LG, Christian
    Hier https://phillipreeve.net/blog/carl-z...tailed-review/ gibt es einen Test des sehr teuren Zeiss ZM 1.5/50mm, allerdings bei der Schärfe gegen Unendlich hat der Tester jeweils gezielt auf Mitte, Mittelfeld und Ecken fokussiert, so dass man den Effekt der Bildfeldwölbung nicht richtig sieht. Das hat er später aber nachgeholt und da sind die Ähnlichkeiten zum Jupiter-3 groß. Schon erstaunlich, zu welchem Preis Zeiss das Teil verkaufen will.

    Gruß Matthias

  17. 2 Benutzer sagen "Danke", Hias :


  18. #10
    Spitzenkommentierer Avatar von Hias
    Registriert seit
    19.01.2018
    Ort
    München
    Beiträge
    1.374
    Bilder
    17
    Danke abgeben
    5.043
    Erhielt 7.192 Danke für 1.157 Beiträge

    Standard

    Ich hätte mir ja denken können, was kommt, wenn man das Jupiter-3 direkt ins Gegenlicht hält...

    f1.5 Kontrastverlust total, so heftig, dass man es eigentlich nicht mehr als Stilmittel (mag ich eigentlich gern) einsetzen kann
    Name:  DSC01331.JPG
Hits: 290
Größe:  195,4 KB

    f16 der Sonnenstern wäre sogar ganz nett, wenn daneben noch sowas wie ein Bild wäre
    Name:  DSC01333.JPG
Hits: 301
Größe:  309,7 KB

    Kurzes Fazit, nicht im direkten Gegenlicht einsetzen.

    Gruß Matthias

  19. 5 Benutzer sagen "Danke", Hias :


Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Jupiter-8 2.0/50mm milchig, blass :(
    Von bobhund im Forum "Café Manuell" - Hier wird geplaudert..
    Antworten: 31
    Letzter Beitrag: 19.05.2013, 22:34

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •