Ich hatte mal ein Exemplar dieses Objektivs, benutzte es sowohl für Mode-und Porträt-Aufnahmen als auch Städtereportagen und war immer vollkommen zufrieden damit. Leider entsorgte ich das schlussendlich fungusbefallene und dejustierte Exemplar fünfzehn Jahre später vor einem Umzug zwischen Paris und dem Elsass und weinte ihm seither einige Tränen nach. In den lokalen Kleinanzeigen entdeckte ich kürzlich ein Canon A-1-Gehäuse mit einem mysteriösen “80-135 mm “- Zoom, das sich nach einem schnellen Examen des ziemlich unscharfen Fotos in der Annonce als Tamron SP 80-200 mm f/2,8 LD entpuppte.
Auch wenn das Tamron SP 80-200 mm f/2,8 LD bei Offenblende sicherlich nicht mit den neuesten Realisationen eines lichtstarken Telezooms mithalten kann, bringt es in der Praxis eine Bildqualität, die ohne Weiteres mit der meiner bisherigen “Champions” Canon FD 80-200 mm f/4 L und Canon 70-200 mm f/4 L USM gleichzieht und zusätzlich eine Lichtreserve von einer Blende sowie einen kleinen Bonus in Sachen Motivfreistellung bietet. Dabei ist das Objektiv gross und schwer und erfordert eine gewisse Motivation, es mitzuführen und einzusetzen, obwohl das stolze Gewicht von 1200 g durchaus dabei helfen kann, verwacklungsfreie Aufnahmen zu bekommen. Schärfe, Bokeh und Farbwiedergabe sind immer noch (zumindest für mich…) absolut zufriedenstellend, das Handling angenehm präzise, obwohl ich die Mindesteinstellentfernung von 1,5 m doch als ziemlich grosse Einschränkung empfinde.
LG Volker


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