Hier nun die Bilder von meinem Kilfitt Exemplar:
Man beachte die drei farbigen Punkte, die unterschiedlichen Skalen und auch das andere Finish meiner Version.
Hier nun die Bilder von meinem Kilfitt Exemplar:
Man beachte die drei farbigen Punkte, die unterschiedlichen Skalen und auch das andere Finish meiner Version.
Hallo zusammen,
mein 40mm Makro Kilar hat eine neu polierte und vergütete Frontlinse bekommen. Dr. Prenzel vom Optik-Labor
hat auch hier wieder ein Wunder vollbracht. An dieser Stelle vielen Dank für die hervorragende Arbeit!
Grund dafür war ein gewisser Belag auf der Frontlinse, der ein wenig an Glasbrand (so wie auf Gläsern, die zu
oft in der Spülmaschine waren) erinnerte.
Jetzt zeigt es seine volle "ungetrübte" Leistung...
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f/2,8
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f/22
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voll gegen die Sonne
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Klar, ich mußte schon ab und zu die Hand davor halten, sozusagen als natürliche Gegenlichtblende,
aber die Investition (gar nicht mal viel) hat sich mehr als gelohnt.
Kameraseitig war übrigens die Sony A7R II im Einsatz.
LG, Christian
Bob, CanRoda, Dbuergi, gorvah, Hias, Jan Böttcher, mhiller, Namenloser, Popeye, Rick, T90 Nutzer, vwbusherbi, witt, wrdlbrmpfd
Ich greife diesen alten Faden mal wieder auf um etwas Klarheit in die Geschichte mit den drei farbigen Ringe zu bringen.
Es ist tatsächlich so das diese für eine apochromatische Korrektur stehen.
Kilfitt war mit dieser Kennzeichnung nicht allein.
Voigtländer hatte seine Apo Lanthare mit drei Ringen um die Frontfassung versehen und Rodenstock hat einen Teil seiner Heligone für die Arriflex mit drei farbigen Bögen gekennzeichnet.
Mit der Art der Vergütung hat das nichts zu tun.
Ich weiß das sicher von einem Herrn, Jahrgang 1927, der die Vertreter dieser Firmen noch persönlich kannte.
Letztendlich steht Apokorrektur nur dafür das alle drei Grundfarben auf einen Brennpunkt fokussiert werden. Über die tatsächliche Bildqualität ist das keine direkte Aussage wird aber gerne als Qualitätsmerkmal herausgestellt.
Mir fallen da die Sigma Zoom Objektive ein die fast inflationär mit "Apo" geadelt wurden. Optisch waren sie aber nicht besser als die der Mitbewerber.
Man muss auch wissen das die Bezeichnung apochromatisch nicht genormt ist. Genaugenommen kann ich jeden Flaschenboden als Apochromat gravieren und verstoße damit gegen kein Gesetz.
Geändert von arri (11.12.2025 um 01:37 Uhr)
I would add that the Staeble/Novoflex macro with the snap out distance adjustment also is quite an interesting lens.
p.
Hallo zusammen
Dazu habe ich mir so meine Gedanken gemacht. Und ich glaube eher nicht, dass diese drei Ringe symbolisch für eine apochromatische
Korrektur stehen. Nach einer Recherche im Netz konnte ich Versionen der Kilfitt Tele (Fern) Objektive 5,6/300, 4/300, 5,6/400, 4/400 und
5,6/600 finden, welche ebendiese 3 Ringe auf dem Frontring eingraviert hatten. Nun kann ich mir nicht vorstellen, dass diese einfachen
Konstruktionen bereits mit Spezialgläsern ausgestattet waren (ganz einfach weil damals noch keine SD, ED, UD und was weiß ich für Gläser
existiert haben) und somit eine apochromatische Korrektur hatten.
Hier wäre es interessant Fotos zu sehen, die mit diesen Objektiven gemacht wurden um zu beurteilen, ob sich wirklich keine Farbsäume,
bzw. Fringing zeigen. Ich würde das eher bezweifeln, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.
LG, Christian
Apo Objektive gibt es schon seit über 100 Jahren und es hat nichts mit diesen hübschen Bezeichnungen wie ED, SD, UD oder sonst was zu tun und es sagt letztendlich überhaupt nichts über die optische Qualität aus. Die Bezeichnung APO ist nicht geschützt, es kann jeder einen Flaschenboden als Apo Objektiv verkaufen und verstößt gegen keinerlei Norm oder gar Gesetz.
Und ja diese drei farbigen Ringe sollen bedeuten das die Objektiv apochromatisch korrigiert sind, ich habe diese Information aus erster Hand erhalten und es war damals eine Mode. Selbst Rodenstock hat drei farbige Bögen auf ihre Arriflex Objektive graviert. Sind heute gesuchte Sammlerstücke.
Alternativ bekamen Objektive Namen wie Pancolar oder Speed Panchro (das bereits um 1920) wobei die Bezeichnung panchromatisch die gleiche Bedeutung hat wie apochromatisch. Polychromatisch oder Superachromat ginge auch noch.
Das Ganze ist also nicht neu aber es wird von den Herstellern immer wieder neu aufgewärmt und die Kunden glauben nach wie vor das sie etwas Besonderes kaufen wenn Apo draufsteht oder irgendwas von ED Glas usw.
Alles Bauernfängerei. Das Beste Glas nutzt nichts wenn das Objektiv schlecht konstruiert oder gebaut wird oder es keine ausreichende Qualitätssicherung gibt. Bestes Beispiel für mich die Firma Sigma. Ich weiß nicht wie deren Objektive heute sind aber vor 20 Jahren war der Kauf dieser Objektive wie eine Lotterie, ob nun Apo draufstand oder Peng.
Wirkliche und echte Apoobjektive wurden in der Reprografie gebraucht aber deren 100% Korrektur ist auf einen gewissen Einsatz und Maßstab spezialisiert.
Ich kann ein 240mm Apo Ronar an meine Digitalkamera ansetzen und trotzdem werde ich von den Ergebnissen enttäuscht werden.
Es gab und gibt für allgemeine Fotografie nur wenige echte Objektive die unseren "Vorstellungen" von Apokorrektur entsprechen. Die Zeiss Superachromate z.B. für die Hasselblad, die Leitz Apo Telyte und Apo Makro Elmarit und einige der sündhaft teuren Teleobjektive mit Lichtstärken die über das normale Maß hinausgingen, wie die 2/200mm oder 2,8/300 usw.
Wirklich apochromatisch korrigierte Zoomobjektive halte ich für reine Werbegags und wie ich schon schrieb, es ist völlig legal eine optische Gurke als Apo Objektiv zu vermarkten.
Sorry wenn ich mich hier z.T wiederhole.