Das kommt darauf an. Bei manchen Objektiven (WIMRE Zeiss Ost) wäre man beim falschen Einstieg verloren und müßte div. Einstiege probieren, bis man den richtigen hat, bei anderen (Zeiss West für Rollei beispielsweise, diverse Japaner, und hier im vorliegenden Fall sieht es auch so aus!)
- macht man das Gewinde sauber,
- tupft ein wenig Helimax XP auf,
- schraubt den Ring mit dem Feingewinde ein und bis zum Anschlag, dann etwa ein-zwei Drehungen wieder zurück
- fädelt den Schneckengang ein (ja, Geduld und gerade Unterlage helfen!) und paßt auf, daß die Geradeführung und der Blendenmechanismus einfädeln/kuppeln
- dreht am Feingewindering den Linsenblock rein sobald die Geradeführung gefaßt hat
- checkt, ob unendlich ereicht wird (das darf hemdsärmelig an einer Kamera sein, etwas Spiel für die Feinjustage sollte da sein) sonst am Kopf und/oder Po kratzen und Ursache suchen
- baut fertig zusammen, setzt den Entfernungsring mit der Skala provisorisch an
- justiert den Entfernungsring mit der Skala "perfekt" zum Ring mit dem Feingewinde (Kollimator oder 10x Lupe auf Einstellscheibe / vernickeltes Augenmaß)
Russenobjektive scheinen ab Werk schon diverse Schraubenzieherkratzer als Montagemarken zu haben, sonst (eben Zeiss West) sind derartige Markierungen (auch an Compur Verschlüssen) oft ein Zeichen für ambitionierte "Autodidakten" oder "Youtube-Gucker" am Werk.
Es gibt sicher auch noch irgendeinen Fall, wo die Objektivschneckengänge von Jungfrauen bei Vollmond von Hand mit Bimsteinmehl und kaltgepreßtem blauen Sonnenblumenöl eingeschliffen werden und trotz der konstruktiven Möglichkeit, irgendwo einzufädeln nur der eine Eingang "der richtige" ist - das erwarte ich beim MC Rokkor 2/55 aber nicht.