Heute habe ich mir ein Leitz Elmaron 2,8/100 in der silbernen Ausführung genommen und mit einer verstellbaren Iris-Blende versehen,
das sieht dann so aus an der A6000, könnte auch eine A7 sein, es ist ja ein Dia-Projektor Objektiv und leuchtet Vollformat natürlich aus.
Das Objektiv dürfte von Anfang der 60er Jahre sein.
Mit der aufgeschraubten Blende, Distanzringe an der Kamera, SFT 52,5, SFT 42,5 in Retrostellung, 2 bis 3 Filterrahmen 55 Durchmesser, Irisblende mit Aufsatzstück Durchmesser 55
der vordere Ring hat ein Gewinde für die Sonnenblende
Das ganze ohne Iris-Blende
Mit Blende etwa 5,6
etwa 5,6
offene Blende
leicht abgeblendet etwa 4
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Fotografiere meistens digital - hauptsächlich mit Objektiven der 50er bis 70er Jahre https://www.zonerama.com/Gastfresser/300955
falls doch analog, dann Kleinbild mit Minolta AF, Mittelformat mit Bronica 6x7 und 4,5x6
Aus was hast Du die Irisblende ausgebaut bzw. woher erworben? Das mit der Aufsteckblende ist so nun sehr professionell.
Beste Grüße Ulrich
Hallo Ulrich,
die Irisblende war gebraucht und stammt laut Verkäufer aus einer optischen Bank. Nun, wenn man so etwas bauen will, dann braucht man am besten eine preisgünstige China Irisblende mit einem Öffnungsdurchmesser
von etwa 40mm, hat man die dann braucht man bei diesem Leitz Elmaron 2,8/100 zwei oder drei 55er Filterringe (ohne Glas). Die Irisblende habe ich an der Innenseite mit einem 49er Reduzierring und dann mit einem 49-52 und einem 52-55 Reduzierring versehen(geklebt), damit man das alles zusammenschrauben und an Henrys SFT schrauben kann
so sieht die Blende ohne die Ringe aus
vorne (mit 49er Gewinde für die Sonnenblende)
hinten (hier sieht man das angeklebte 49er Gewinde, das in den Reduzierring geschraubt wird)
alles zusammen
Also professionell ist das natürlich nicht, aber es funktioniert sehr gut und man kann es ohne weitere Maschinen machen. Wenn ich nochmal eine mit einer China-Irisblende bauen sollte würde ich eine mit Außendurchmesser
60mm und Innendurchmesser mit ca. 40mm nehmen und dazu einen passenden Step-up ring von 55 auf 62, das würde alles noch einfacher machen.
Gruß Dieter
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Also das sieht auch im Detail wirklich gut aus und die runde Öffnung sehr schön. Dank für Deine Darstellung!
Grüße Ulrich
Nun zum Leitz Colorplan 2,5/90 in der letzten Version, wenn man eine Iris-Blende dran bauen will, das macht nämlich insofern Schwierigkeiten, weil der schwarze Plastik-Kopf vorne gerade so in den 42,5er SFT hineinpaßt und einen
daran hindert, es ähnlich zu machen wie beim Elmaron 2,8/100 wie vor; deswegen habe ich das Objektiv zur Kamera hin überstehen lassen und dort den Abstand mit 52mm Ringen vergrößert, damit das Auflagemaß paßt.
Letztlich sieht es an der A7 (wie auch bei den anderen Kameras) so aus:
komplett, aber Sonnenblende muß noch dran
ohne Iris-Blende
so muß das Objektiv im 42,5er SFT sitzen, damit das Filtergewinde für die Iris-Blende frei bleibt
Hier sieht man die Distanzringe zwischen Umkehrring an der Kamera und den 52,5er SFT/42,5er SFT in Retrostellung
So etwa steht das Objektiv über den 52er SFT hinaus/ hier beim 42er SFT
An der A7 (zum Größe einschätzen)
ein paar Fotos, abgeblendet auf etwa 4
Falls es jemand nachbauen will, man braucht die beiden SFT von Henry, ansonsten funktioniert es meiner Meinung nach nicht, weil ich keinen geeigneten Helicoid mit der passenden lichten Öffnung gefunden habe.
Die maximale Öffnung der Iris-Blende sollte bei mindestens 35mm, besser 40mm liegen, weil ansonsten beim Vollformat Abschattungen in den Ecken möglich sind, das ist jedoch nicht generell so.
Die 52mm Distanzringe sind übrigen Filterringe ohne Glas, auch die billigen China Zwischenringe für mft haben 52mm Durchmesser mit passendem Gewinde.
Geändert von ulganapi (20.06.2020 um 19:01 Uhr)
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falls doch analog, dann Kleinbild mit Minolta AF, Mittelformat mit Bronica 6x7 und 4,5x6
Jetzt noch eine Lösung für Leute, die nicht Henrys SFTs haben,
aber trotzdem etwas mit Diaprojektor-Objektiven anfangen wollen. Gerade aus ehemaliger DDR Produktion gibt es da zwei absolut geeignete.
Die Objektive sollten eine Brennweite von 80 bzw. 100mm haben und etwa 30mm Durchmesser, damit man sie mit einem Streifen selbstklebender dc-fix Velourfolie umwickeln kann
und in einen M42 Zwischenring (ohne Automatikfunktion) stramm eindrehen.
Des weiteren braucht man einen M42 Adapter zur Kamera, einen passenden M42 Zwischenring in Verbindung mit einem M42 Helicoid (36-90mm), hier wird dann das modifizierte Objektiv eingeschraubt.
Nun kann man die Fotos mit dem Kringelbokeh, die man im Netz zuhauf findet, machen.
Ist einem das aber zuwenig, dann benötigt man noch eine Iris - Blende, die mindestens den Durchmesser der vorderste Linse haben sollte und direkt davor sitzt, für die Befestigung muß man sich etwas einfallen lassen,
weil es von der jeweiligen Objektiv-Form abhängig ist, die Wirkung ist jedenfalls enorm.
So sieht es bei mir aus
Kamera mit M42 Adapter
M42-Zwischenring mit M42 Helicoid
Modifiziertes (mit Zwischenring versehenes) Objektiv
von vorne
Iris Blende
damit läßt sich nun exzellent fotografieren, aber anders als bei einem normalen Objektiv
Bokeh natürlich auch
etwas angekringelt, da gibt es im Netz die wüstesten Beispiele
im Makrobereich ist es ziemlich ansprechend (abgeblendet auf etwa 4-5,6)
Man kann natürlich auch ein Diaplan Projektionsobjektiv, oder das von Meyer Görlitz nehmen, nur der Durchmesser sollte so sein, daß man es in einen M42 Zwischenring eindrehen kann.
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