jetzt kurz die Beschreibung wie es geht:
Der Gravur-Ring muss nicht abgeschraubt werden.
Zuerst wird das Objektiv auf Naheinstellung gestellt und dann die tief im Gewinde sitzende Madenschraube am vorderen Tubus mit einem sehr kleinen Schlitz-Schraubendreher gelöst (weißer Strich), aber nicht abgenommen. Dann kann man normalerweise den Tubus gegen den Uhrzeigersinn abschrauben. Bei mir war das letztes Jahr das Problem, weil der Tubus fürchterlich fest saß, was ich aber jetzt mit Acetone auflösen konnte. Seitdem lässt sich der Tubus leichtgängig ab- und aufschrauben.
Nun benötigt man einen Objektivschlüssel, um den Konterring (roter Strich) leicht zu lösen. Er sollte aber noch immer etwas Druck haben, damit der mit dem Schneckengang fest verbundene Ring (blauer Strich) nicht versehentlich verschoben wird.
Jetzt sollte man das Objektiv an die Prüfkamera bzw. an einen M42-EM Adapter (28,45 mm Auflagemaß) anschließen, auf Offenblende stellen (wegen der benötigten geringen Schärfentiefe) und den Fokus auf Anschlag OO stellen. Das Auflagemaß des Adapters sollte unbedingt vorher mit einer Digital-Schieblehre gecheckt werden. Die Toleranz beträgt wirklich nicht mehr als +/- 0,02 mm. Aber natürlich kann man das Objektiv auch für seinen eigenen Adapter justieren.
Jetzt kann man den Schneckengang (blauer Strich) mit einem Schlitz-Schraubendreher hin und her schieben, bis man den subjektiven Eindruck hat, ab 50 m sind alle Motive scharf. Hilfreich kommt dabei nun die digitale Lupe der Kamera(s) zum Einsatz.
Das Objektiv muss zur Korrektur nicht von der Kamera bzw. dem Adapter abgenommen werden.
Stimmt die Einstellung, dann den Konterring (rot) wieder festziehen und danach nochmals prüfen, ob sich durch das Festziehen nichts versehentlich verändert hat. Ist alles OK, dann kann auch der Tubus wieder aufgeschraubt und anschließend die Madenschraube LEICHT angezogen werden. Vorsicht ... Madenschraube nicht durch zu festes Anziehen überdrehen.
So, das war's
Gruß, Rick
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