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Thema: Hinaus in die Nacht: Sterne, Mars und Mond und ..."

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Spitzenkommentierer Avatar von aibf
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    Zitat Zitat von classicglasfan Beitrag anzeigen
    Die Canon EOS 6D hat bei Astrofotgrafen einen guten Ruf (wegen ihrem guten Rauschverhalten).
    Katja Seidel, eine Astrofotografin, nutzt u.a. auch eine umgebaute 6D (aber mittlerweile auch eine A7S). In ihrem Blog findet sich so mancher guter Tipp zum Thema Astrofotografie.

    Wie schaut es in der Umgebung von deinem Balkon mit störenden Kunstlichtquellen aus? Je nachdem, was du Fotografieren willst, können die recht störend sein.
    Du kannst dir einen UV/IR-Sperrfilter als Schraubfilter kaufen und diesen am Tag auf dem Objektiv verwenden. Dann ist die Kamera wieder alltagstauglich.
    Vielen Dank André,
    für mich ist das der Punkt: muss ich wegen Astro-Fotos mit der 6d etwas unternehmen oder nicht.

    Wir wohnen zwar auf dem Lande, aber die Umgebung auf dem Balkon ist nicht völlig frei von Streulicht, vor allem, wenn Nachts bei den Nachbarn die automatischen Lichter angehen... (Katzen, Viecher als Auslöser)
    Dann wäre auf jeden Fall die Serie futsch. Die Quecksilberdampflampen der Straßenbeleuchtung waren schon sehr heftig... und wurden vor Wochen auf LED umgestellt.

    Vermutlich würde ein CLS-Filter ein Teil der Streu-Strahlung abhalten.

    Ein Schraubfilter hört sich nett an... aber bei gut 20 Objektiven dürfte das nicht umsetzbar sein.

    Die Seite von K. Seidel kannte ich schon.

    bis denne
    VG Ekkehard


  2. #2
    Spitzenkommentierer Avatar von Waldschrat
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    Zitat Zitat von aibf Beitrag anzeigen
    ...
    Die Seite von K. Seidel kannte ich schon.
    ...
    Frau Seidels Buch finde ich auch empfehlenswert.

  3. Folgender Benutzer sagt "Danke", Waldschrat :


  4. #3
    Spitzenkommentierer Avatar von Waldschrat
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    Nochmal zum Ersetzen des originalen UV-IR-Filters vor dem Sensor gegen eines, welches Tiefrot noch durchlässt, um H alpha "freizuschalten".
    Es kann gut sein, dass sich mit so einer Kamera pur danach auch halbwegs normal fotografieren lässt, vielleicht mit etwas verschobenen Farben.
    Auf jeden Fall bei LED-Beleuchtung, Leuchtstofflampen, Energiesparlampen (kein IR im Spektrum). Bei bedecktem Himmel wahrscheinlich auch.
    Bei Sonne und klassischen Glühlampen weiss ich nicht (hoher IR-Anteil im Licht!).
    Sollten deutliche Farbverschiebungen auftreten, wäre die Kamera andererseits dann wohl ein Traum für die kreativ verfremdende Fotografie. ;-)


    Ein zusätzliches IR-Filter vor dem Objektiv geht. Aber: Um eine steile Filterflanke, einen steilen Abfall Richtung IR sicherzustellen,
    sind solche UV-IR-Filter technisch als sogenannter "dichroitischer Bandpass" ausgeführt. Die Filterwirkung
    entsteht durch Interferenz des Lichtes zwischen aufgedampften Metallschichten.
    (Wikipedia hat eine sehr physikalische ;-) Darstellung zur Funktionsweise: https://de.wikipedia.org/wiki/Interferenzfilter


    Praktisch hat das folgende Auswirkung: Dadurch, dass die Filterwirkung über Interferenz erzeugt wird, ist die Filterkurve nur für exakt
    senkrechten Lichtdurchfall definiert. Die Lage der Filterflanken, das Passband, ändert sich bei schrägem Lichtdurchtritt deutlich,
    und zwar umso mehr, je schräger das Licht durchfällt. Ganz einfach, weil die Wege zwischen den Schichten für das schräg
    durchfallende Licht länger werden und sich dadurch die jeweiligen Wellenlängen, wo die konstruktive und destruktive Interferenz
    im Filter stattfindet, "nach unten" zu längeren Wellenlängen verschieben. Das heißt, bei Normal-, und Teleobjektiven wird die
    Nutzung so eines Filters wohl klappen. Bei Weitwinkeln kann es zu einem Farbgradienten über das Bild kommen, weil das Licht
    für die Bildecken schräg durch das Filter muss.

    Ich selbst besaß mal kurzzeitig eine Sigma DP1 mit entferntem UV-IR-Sensor-Sperrfilter, für IR-Fotografie.
    Die DP1 besitzt einen Sensor in ca. APS-C mit 16,6mm Festbrennweite, ist also recht weitwinklig. (28mm Äquivalent)
    Dachte damals blauäugig, durch simples Vorsetzen eines B+W UV-IR-Cut 486M Filters vorn vor das Objektiv ließe sich die
    Kamera "normal" weiternutzen. Eine Investitionsruine! Die Farbveränderung von Bildmitte in die Ecken war schlimm.
    So nicht ernsthaft benutzbar.

    Seit dieser Erfahrung weiss ich nun, was dichroitische Filter sind, und wie diese funktionieren...
    Geändert von Waldschrat (11.12.2018 um 23:17 Uhr)

  5. 3 Benutzer sagen "Danke", Waldschrat :


  6. #4
    Spitzenkommentierer Avatar von classicglasfan
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    Vielen Dank André,
    für mich ist das der Punkt: muss ich wegen Astro-Fotos mit der 6d etwas unternehmen oder nicht.

    Wir wohnen zwar auf dem Lande, aber die Umgebung auf dem Balkon ist nicht völlig frei von Streulicht, vor allem, wenn Nachts bei den Nachbarn die automatischen Lichter angehen... (Katzen, Viecher als Auslöser)
    Dann wäre auf jeden Fall die Serie futsch. Die Quecksilberdampflampen der Straßenbeleuchtung waren schon sehr heftig... und wurden vor Wochen auf LED umgestellt.

    Vermutlich würde ein CLS-Filter ein Teil der Streu-Strahlung abhalten.

    Ein Schraubfilter hört sich nett an... aber bei gut 20 Objektiven dürfte das nicht umsetzbar sein.

    Die Seite von K. Seidel kannte ich schon.

    bis denne
    Du solltest vielleicht versuchen, die automatischen Lichter etwas abzuschotten. Als ich noch in der Obersteiermark gewohnt habe, habe ich auch ab und zu vom Balkon Fotos gemacht und der befand sich an der Hauptstraße (dafür im vierten Stock). Wenn ich nicht gerade mit sehr kurzen Brennweiten fotografiert habe, habe ich die Kamera etwas weiter von der Brüstung nach hinten gestellt und teilweise auch noch die Kamera nach unten mit Pappe "abgeschirmt". Ich hatte dort das Problem, dass unterhalb vom Balkon nervige Straßenlampen standen, die immer irgendwelche Reflexionen produzierten.
    Mit dem Schraubfilter würde ich das anders machen: Kauf dir einen 77mm-Filter und für die Objektive solche Ringe. Das sieht vielleicht merkwürdig aus, spart aber Geld und verringert beim Einsatz mehrerer Filter die Wahrscheinlichkeit von Vignettierung. Solltest du ein Objektiv mit einem größeren Filtergewinde haben, kannst du dir in dem einzelnen Fall überlegen, ob du das nicht vielleicht doch an einer der Sony's adaptiert einsetzt.
    Geändert von classicglasfan (12.12.2018 um 16:59 Uhr)
    Gruß, André
    __________________________________________________ __________________________________

    (Im Moment nur sporadisch online)


  7. 2 Benutzer sagen "Danke", classicglasfan :


  8. #5
    Spitzenkommentierer Avatar von aibf
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    Zitat Zitat von classicglasfan Beitrag anzeigen
    Mit dem Schraubfilter würde ich das anders machen: Kauf dir einen 77mm-Filter und für die Objektive solche Ringe. Das sieht vielleicht merkwürdig, spart aber Geld und verringert beim Einsatz mehrerer Filter die Wahrscheinlichkeit von Vignettierung. Solltest du ein Objektiv mit einem größeren Filtergewinde haben, kannst du dir in dem einzelnen Fall überlegen, ob du das nicht vielleicht doch an einer der Sony's adaptiert einsetzt.
    Bei Tele gehts übrigens bis 105mm Filtergröße... allerdings streikt da auch meine Step-up und Step-Down Ringe Sammlung.
    VG Ekkehard


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