Egal für welche Lösung du dich entscheidest, die RAWs würde ich auf jeden Fall (zusätzlich) archivieren.
Egal für welche Lösung du dich entscheidest, die RAWs würde ich auf jeden Fall (zusätzlich) archivieren.
Hatten wir nicht mal eine Diskussion zu .dng?
Generell glaube ich das wir alle irgendwie diese Frage beantworten müssen. Ich persönlich habe keine generelle Pipeline, was ich immer mal wieder überlege in Angriff zu nehmen. Mein Problem ist das ich meine Bilder in Ordnern sortiere und nicht verschlagworte, bzw. mittels anderer Methoden katalogisiere. Die Daten liegen auf einem NAS und partiell externen Festplatten und werden, je nach Wichtigkeit, verschlüsselt in der Cloud gespiegelt. Ich hebe dabei definitiv die RAWs (samt Bearbeitungsinfo, ich nutze DxO) auf und die exportierten JPG, bzw. .tifs (HDR). Nicht ideal, aber ich bin kein Fan von Datenbanken, weswegen ich auch Lightroom nicht wirklich mag.
Was das Problem der Software angeht: ich speichere außerdem periodisch Versionen der entsprechenden Software mit auf dem NAS, was in meinem Fall meist gut funktioniert. Problematisch ist halt Software die Daten nachlädt.
Was externe Festplatten angeht: davon bin ich kein wirklich großer Fan. Ich nutze diese natürlich auch für größere Serien, aber letztendlich landet alles auf dem NAS und automatisch in der Cloud. Für diesen Zweck gibt es ziemlich viele Tools, ich habe jahrelang ein Synology DS211+ genutzt, was Daten automatisch verschlüsselt und mittels Cloudsync bzw. rsync spiegelt. Hauptproblem ist der Speicherplatz. Als Amazon unbegrenzten Platz anbot, habe ich sofort zugegriffen, aber das Angebot hielt natürlich nicht lange. Ich bin immer noch auf der Suche nach einem preislich akzeptablen Anbieter der mehr als 20 TB bietet. Während dessen nutze ich das Angebot meines Arbeitgebers, der uns einen BOX-Account mit unbegrenztem Speicherplatz zur Verfügung stellt. Aber leider ist der Upload meines Privatanschlusses doch recht begrenzt, so dass dies eher der limitierend Faktor ist.
Wenn es um 20-30 Jahre geht gibt es eigentlich nicht viele Varianten: M-Discs mit mind. 2 Laufwerken ins Bankschließfach. Besser noch LTO Tapes. Oder halt mehrere gespiegelte Festplatten, die dann aller paar Jahre mal überprüft werden müssen, denn die Magnetisierung moderner Festplatten hält wohl auch nicht ewig.
RAW wandel ich in Adobe DNG. Warum das "Digitale Negativ (DNG)" vom BSI noch nicht mal erwähnt wird, ist mir ein Rätsel.. das ist doch extra für solche Zwecke geschaffen worden und quasi ein erweitertes TIFF.
Gruß
Jan
Und wenn das nicht möglich ist? Als Informatiker wäre ich nicht so sicher, dass das dann noch funktioniert. Ich konnte schon nach 5 Jahren meine Studienarbeit (in WordStar 5.5, damals "das" Textprogramm) nicht mehr konvertieren.
Warum?
1. Es halt lange gedauert, ein Gerät zu finden, dass 5 1/4" Floppy Disks im alten Format lesen konnte.
2. Als das geschafft war, gab es kein einziges Programm, dass dieses Format einlesen konnte, da der Hersteller pleite war, und niemand den Strukturaufbau der WordStar-Dateien kannte.
3. Nicht mal ASCII Zeichen konnte man mit dem Hex-Programm retten.
Diese Geschichte hat sich schon x-mal wiederholt.
Die Idee auf Band auszulagern hört sich gut an, aber gibt es in 20 Jahren noch Lesegeräte um die Datei überhaupt noch auslesen zu können. Denkt nur mal an alte Tonbänder, wer kann diese noch zum "Klingen" bringen und dann digitalisieren. Was ist mit Musikkassetten? Auch das gleiche.
Verstehe die Diskussion eigentlich nicht.
Zu Analogzeiten war "Langzeit-Archivierung" sicher ein riesiges Thema. Im Digitalzeitalter, wo im Grunde nur Bits & Bytes weggeschrieben werden, ist es letztlich diesen Bits & Bytes relativ egal, ob sie nun auf magneto-optischen HAMR Speichermedien, in einer Cloud, einem Raidverbund in einer NAS oder sonstigem Medium gesichert werden.
Die schon lange bekannten TIFF Dateien und eben auch andere "plattformübergreifende" Formate stehen zur Verfügung als Bibliotheken auf so gut wie jeder Programmierplattform zur Verfügung und können von jedem "pfiffigen Programmierer" jederzeit portiert werden.
Die etablierten Standards werden angesichts der unbeschreiblich hohen Anzahl von Fotos auf dieser Erde sicherlich nicht wie viele Dinge, die stark an die Hardware gekoppelt waren, verschwinden.
(Betacam Movie z.B., Video 2000 um nur einige zu nennen)
Viel schlimmer waren eben genau diese Hardware-abhängigen Dinge wie z.B. auch der Umstieg von Analogem Super 8 Filmen zu den Digitalen Filmkameras, wo dann erstmal die kompletten Familienfilme "flöten" gingen, bis man Wege fand, diese zu digitalisieren. Dias und Negative sind das gleiche...
Aber das sind eben auch komplette Hardware und Medienveränderungen... nicht nur Bits & Bytes..
Ich denke, auch in 20 - 30 Jahren werden wir noch die gleichen Formate sehen und lediglich die Speicherformen werden sich geändert haben. Chemische Speicher, Blasenspeicher und woran überall auch immer noch geforscht wird.
Dient alles nur dazu, die Bits & Bytes irgendwie platzsparend abzulegen.
Die beste Strategie der Speicherung, ist es, die Augen offen zu halten, wo welche Veränderungen greifen und falls es tatsächlich notwendig werden sollte, zu konvertieren.
Um meine eigenen Bilder mach ich mir da keine Sorge, denn
1. Sind da nur die Bilder der Verwandschaft von Belang und keine erhaltenswerten Kunstwerke...
2. Werden die Nachkommen schon sagen, was erhaltenswert ist und was weg kann..
LG
Henry
Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..
DNG ist ein offenes Format welches von sehr vielen Firmen (Software wie Hardware) unterstützt wird.. inzwischen fast ein Standard. Der Vergleich mit WordStar hinkt, denn das war immer schon weit von einem Standard entfernt und Archivierung erfolgte damals eher auf Papier. Das die Diskette überhaupt noch gelesen werden konnte ist für mich schon fast ein Wunder. Ich würde mir generell mehr Sorgen um die Langzeitstabilität und Kompatibilität des Datenträgers machen auf dem die Fotos archiviert werden.
Deshalb sollte man einem wichtige Daten alle Jahre umkopieren.. dabei kann man natürlich auch gleich das Format auf den aktuellen Stand bringen und hat solche Sorgen erst gar nicht.
Gruß
Jan
Nun, den LTO Standard gibt es seit 18 Jahren, wir sind im Moment bei LTO 8, wenn ich mich recht erinnere, mit Plänen für die LTO Generation bis 12. LTO ist definitiv für die "Langzeitarchivierung" gedacht (15-30 Jahre) und rückwärtskompatibel. D.h. ein LTO 5 tape kann auch von LTO 12 Hardware gelesen werden.
LTO 4 wäre wahrscheinlich mein sweetspot. Tape reader für 200-300 Euro (wenn man es wirklich ernst meint kann man ja auch zwei verschiedene kaufen), die Bänder kosten um die 30€ und speichern 800 Gbyte. Plus ein sicheres Schließfach. Wäre für meine Langzeitdaten ausreichend.