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Thema: Was sind "unbearbeitete" Fotos?

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Spitzenkommentierer Avatar von joeweng
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    Beide Beiträge sind sehr erhellend und "chinesisch" muss hier keiner sprechen - die Unterschiede sind klar und benannt .

    Aber was bedeutet das für uns, wenn wir über "Qualität" von Objektiven reden? Letztlich sind unsere Beschreibungen und Wertungen immer subjektiv
    und bei nicht bewußter Arbeitsweise ggfs. ungewollt abhängig von den Automatiken der Hersteller. Man sollte halt wissen und benennen, in welchem Modus die Kamera gearbeitet hat.

    Wobei ich mich Frage, ob es irgendwann Kameras gibt, die auch bei unbekanntem Altglas eine so gnadenlose Verzeichnungskorrektur wie in Deinem Nex5-SEL1650-Beispiel hinbekommen.
    Zur Zeit beschränken sich derartige Korrekturen nur auf herstellereigene Objektive, oder? Übernimmt irgendwann die KI und werden wir das wollen und mögen, weil wir einfacher und schneller zum "perfekten" Bild kommen?

    Bisher habe ich an meinen Kameras alle Korrekturfunktionen inkl. Rauschentfernung bei hohen ISO soweit möglich immer abgeschaltet, weil ich noch nie einen Vorteil in diesen Funktionen gesehen habe. Software am PC konnte das bisher immer ein bisschen besser.

    Ich finde diese Diskussion sehr interessant und informativ - daher mein ausdrücklicher Dank!

    LG Jörn
    Digital und Analog unterwegs...

  2. 3 Benutzer sagen "Danke", joeweng :


  3. #2
    leo0815de
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    Guten Morgen!

    Obwohl ich es schon länger geahnt/befürchtet habe, dem aber selbst nie nachgegangen bin, haben mich die erhellenden Worte und Bilder vom ropmann und Helge
    echt geschockt! Vor allem die, von den Hardwareherstellern, skrupellos eingesetzten "Beschönigungen" der Objektiveigenschaften!
    Wir werden nicht nur mit unseren Dieseln verarscht!

    Herzlichen Dank Euch beiden für diese Aufklärungsarbeit!

  4. #3
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    Zitat Zitat von joeweng Beitrag anzeigen
    Wobei ich mich Frage, ob es irgendwann Kameras gibt, die auch bei unbekanntem Altglas eine so gnadenlose Verzeichnungskorrektur wie in Deinem Nex5-SEL1650-Beispiel hinbekommen.
    Zur Zeit beschränken sich derartige Korrekturen nur auf herstellereigene Objektive, oder? Übernimmt irgendwann die KI und werden wir das wollen und mögen, weil wir einfacher und schneller zum "perfekten" Bild kommen?
    Für Adobe Produkte (Lightroom, Camera RAW) kann man sich auch selber Objektiv Profile erstellen, die dann z.B. Vigenttierung und Verzeichung korrigieren:

    https://helpx.adobe.com/de/x-product..._lens_profiles

    Ich habe es noch nicht selber ausprobiert, mir aber für einige alte Minolta Rokkore Profile runtergeladen. Korrektur in Lightroom hat auch gut funktioniert. Man muss die Profile halt nur von Hand auswählen, da im EXIF keine Objektive Daten stehen.

    Grüße Roland

  5. #4
    Ist oft mit dabei Avatar von Cactus
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    Hallo zusammen,

    mich hatte das Thema schon vor vielen Jahren genervt.
    Aufnahmen hatte ich bewusst in RAW gefertigt mit einer vermeintlichen Sicherheit, keine Bearbeitungsschritte eingebauter Interpretationskunst asiatischer Ingenieure bei der Entwicklung zu erleben.

    War damals reiner Nikonianer. Bewusst waren mir die Einstellungsmöglichkeiten in den picture controls (Nikon spezifischer Name) wie Standard, Neutral, Brillant, Porträt, Monochrom oder auch Landschaft.
    Meine feste Überzeugung war, dass diese Einstellungen NUR bei der Ausgabe eines JPEGs greifen.

    Weit gefehlt!

    Mein damaliges Programm zur Bearbeitung von RAW-Dateien war das proprietäre Capture NX-2 von Nikon.

    Hierbei fiel auf, dass die Einstellung der Kamera in den picture controls auch auf eine RAW-Aufnahme für die Darstellung am Bildschirm übernommen wurde! Heißt: Aus dieser Grundansicht heraus erfolgte die weitere Bearbeitung; bis ich es besser wusste.

    Da ich in meinem Umfeld der einzige Nikonianer war, konnte meine Ansicht über "Vorbearbeitung auch bei RAW" durch den Konverter kein Gehör bei Fotofreunden andere Systeme finden.

    War mir irgendwann egal, hatte meine Workflows gefunden und war zufrieden.

    Nachdem Nikon Capture NX-2 nicht mehr pflegen konnte, stieg ich um auf Lightroom. Nun gut, Veränderungen beklagen Verluste und bejubeln Neuerungen, so groß waren die Unterschiede letztendlich nicht.

    Verblüffend war jedoch die Tatsache, dass Lightroom jedes zur Bearbeitung angebotene RAW-Material (egal welchen Urspungs) primär in der Interpretation "Adobe Standard" bearbeiten will, also die mitgelieferte Kamera-Einstellung ignoriert.
    Darüber hinaus stehen in den Profilen allerdings zu jeder herstellerspezifischen Kamera die bekannten Einstellmöglichkeiten zur Basisinterpretation zur Verfügung.

    Die heftigen Unterschiede, wie durch Helge aufgezeigt, konnten mir bei manuellen Objektiven natürlich nicht aufgefallen, wie sollten sie auch, findet ja keine Kommunikation zwischen Objektiv und Kamera statt, und dem Schwindel ist Einhalt geboten.

    Dennoch, so mein Fazit, ist es entscheidend, mit welcher Erstinterpretation eine Bildbearbeitung gestartet wird.

    Trotzdem können wir uns so viel Mühe geben als möglich, durch die vielen Unwägbarkeiten wie Bildschirm, Grafikkarte, Software, Kalibrierung etc. werden wir nie dasselbe auf unseren Systemen sehen können wie der Ersteller.

    Herzliche Grüße
    Horst
    Fotografieren ist die Kunst, trotz aller Technik gute Bilder zu machen.
    :: Autor unbekannt ::

  6. 5 Benutzer sagen "Danke", Cactus :


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