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Thema: Hinaus in die Nacht: Sterne, Mars und Mond und ..."

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Spitzenkommentierer Avatar von spirolino
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    Ich hatte anfangs die A7 und danach die A7R für Astroaufnahmen im Einsatz. Nun auch die A7RIII. Ich stelle bei diesen Modellen nicht fest, dass Sterne geschluckt würden. Im Gegenteil: über das Kamerauge sieht viel mehr Sterne, als mir das mit bloßem Auge jemals möglich wäre. Und auch in kontrastarmen Situationen mit Störlicht noch Sterne, wo das Auge schon längst ausgestiegen ist. Mehr erpressen andere Kamera auch nicht. Bei idealen Bedingungen wie sie André beispielsweise in der Steiermark hat, wäre etwas Filterung u.U. sogar willkommen.

    Zu alten Objektiven: erwarte nicht sonderlich viel davon bei Astroaufnahmen. Das meiste Altglas ist den besseren neuen Konstruktionen in dieser Disziplin deutlich unterlegen. Du brauchst Objektive mit hohen Mikrokontrasten, hoher Auflösung und Schärfe bis an den Rand, mit wenig Koma. Das alles bei hoher Lichtstärke und möglichst schon offen. Das bringen etwas ältere Objektive in der Summe i.a. nicht. Ausnahmen gibt es. Die sind auch heute entsprechend teuer.

    VG ro

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  3. #2
    Spitzenkommentierer Avatar von classicglasfan
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    Von den (älteren) Canon-Kameras hat, abgesehen von speziellen Astro-Kameras wie die 60Da, die 6D bei Astrofotgrafen einen sehr guten Ruf, da deren Sensor ein gutes Rauschverhalten hat.
    Bei den Sony-A7-Kameras mag es zwar sein, dass bei Langzeitbelichtungen ein paar (schwache) Sterne herausgefiltert werden. Die weit größere Anzahl verschwindet eher in der Nachbearbeitung durch Entrauschen, Hotpixel-Entfernung und Verkleinern. Außerdem ist meines Wissens der Star-Eater-Effekt in einer älteren Version der Firmware deutlich stärker.
    Deshalb ist bei Fotografien von Deepsky-Motiven das Stacken recht gut, da dort die Informationen mehrerer Bilder verglichen und addiert (bzw. Rauschen/Hotpixel/Vignettierung subtrahiert) werden und man zum Entfernen von Rauschen und Hotpixeln nicht irgendein "berechnetes Muster" eines Software-Filters verwendet.
    Trotzdem sehen natürlich solche Bilder in voller Auflösung für "Pixelpeeper" nicht so gut aus, wie ein gut ausgeleuchtetes Landschaftsbild, das am Tag aufgenommen wurde. Ein Vorteil der A7RII/RIII oder anderen "Pixelmonstern" ist aber, das das fertige Bild meist nicht in der vollen Auflösung gebraucht wird und durch das Verkleinern allein schon Hotpixel und Rauschen verringert werden, so dass man nicht unbedingt zusätzlich solche Filter in der Nachbearbeitung verwenden muss.

    Weil das Bild im Wettbewerb #115 gut angekommen ist, poste ich es hier noch einmal als andere Stackingversion vom Bild in #575. Ich habe die gleichen Bilder wie bei Bild 3 verwendet, nur eben mit StarStaX gestackt. Leider stackt das Programm keine Rohdatenbilder, aber Darkframes zur Verbesserung der Bilder verwendet es auch:

    StarStaX_DSC04014-DSC04030.jpg
    Für diese Art Bilder kann man natürlich die Einzelaufnahmen länger belichten als ich und niedrige ISO-Einstellungen verwenden, dadurch lassen sich dunklen Bereichen auch mehr Informationen entlocken.
    Gruß, André
    __________________________________________________ __________________________________

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  5. #3
    Spitzenkommentierer Avatar von spirolino
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    Starkes Bild, André. Die Szene kann man schon mehrfach zeigen.

    Du sprichst immer wieder das Thema Hot-Pixel an. Ich möchte da mal einhaken. Hot Pixel scheinen mir eventuell eine Besonderheit der von Dir genutzten A7RII zu sein. Bei den Alphas die ich für die Astrofotografie schon genutzt (A7, A7R, A7RIII) sind sie kein Thema. Die wenigen, die es gibt stören nicht. Bei diesen Kameras ist daher ein Dunkelbildabzug in der Kamera beu Verdopplung der Aufnahmezeit über das Dunkelbild nicht nötig. Auch das Rauschen von A7R und A7RIII ist schon auf so niedrigem Niveau, dass Entrauschung im Post-Capturing eigentlich keine Sterne kostet. Als Pixelmonster würde ich 36/42MPix-Kamera nun nicht bezeichnen. Es ist in der Astrofotografie schon gut, wenn man kleine Objekte noch auflösen kann und ich halte diese Auflösungen für gut praxisgerecht. Vor allem auch deshalb, wenn man bedenkt, dass die Pixel in den Dehnbereichen der Perspektiv-Korrektur ja ganz schön ausgedünnt werden.
    Viele Grüße
    ro

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  7. #4
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    Auf diese Art aufsummiert ein - in meinen Augen - wunderbares Sternstrichspuren-Foto!

    Kenne die Software "Starstax" noch nicht. Kann man das Starstax auch so einstellen, dass es die Lücken zwischen den
    Sternen wegen der "Auszeiten" der Kamera (Bildspeicherung usw.) automatisch schließt, also den "Sägezahn" glätten?

    Ganz links, im Bereich des Himmelsäquators, sieht es mir verdächtig nach mehreren aufgereihten geostationären
    Satelliten aus! Magst Du diesen Bildbereich nochmal als 1:1-Ausschnitt zeigen?

    Herzlicher Gruß und Bewunderung!
    der Waldschrat

  8. #5
    Spitzenkommentierer Avatar von classicglasfan
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    StarstaX gibt es hier. Es gibt da verschiedene Modi, wie das Programm die Bilder zusammenrechnet, auch einen der Lücken füllt. Ich nehme nur an, dass diese nicht zu groß sein sollten. Bei meinem Bild wirkt das auch etwas weniger glatt, weil ich ja Bilder verwendet habe, die selbst noch mehr oder weniger scharfe Sterne und keine Strichspuren enthalten. Durch das Nachschärfen nach dem Verkleinern werden dann wieder eher "Punkteketten" daraus.

    Ich habe hier einen 50%-Crop von dem entsprechenden Bereich (linke obere Ecke). Bei 100% ist der Ausschnitt recht klein:

    StarStaX_DSC04014-DSC04030crop.jpg

    @spirolino: Sicher ist es "Jammern auf hohem Niveau", aber es tritt auf und sollte erwähnt werden. Hier habe ich noch einmal einen 100%-Crop vom Bild 1 aus #575 (ISO 5000, 30s), auch von der linken oberen Ecke. Wenn man das etwas nachbearbeitet und verkleinert, sieht das brauchbar aus, aber so würde ich nicht unbedingt ein Poster/Wandbild drucken wollen. Vielleicht empfinde ich das persönlich auch störender als andere.

    Hotpixel.jpg
    Gruß, André
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  10. #6
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    Zitat Zitat von classicglasfan Beitrag anzeigen
    ...
    Ich habe hier einen 50%-Crop von dem entsprechenden Bereich (linke obere Ecke). Bei 100% ist der Ausschnitt recht klein:
    ...
    Das oberste Objekt haste in dem Ausschnitt gerade noch unten am Rand erwischt.
    Noch etwas tiefer bitte. Ich war auch mit der Angabe "Himmelsäquator" unpräzise. Sorry. Es geht um
    diese Kette von Objekten, ungefähr in Südrichtung, und leicht unterhalb des Himmelsäquators, also genau da,
    wo perspektivisch aus (unseren) mittleren nördlichen Breiten der geostationäre Orbit zu sehen sein müsste:

    StarStaX_DSC04014-DSC04030_Ausschnitt_Waldschrat.jpg

  11. #7
    Spitzenkommentierer Avatar von classicglasfan
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    Der markierte Bereich ging sogar ziemlich in einen 100%-Crop. Ich würde da allerdings nicht viel erkennen.

    StarStaX_DSC04014-DSC04030crop2.jpg
    Gruß, André
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