Wenn man wirklich cremiges Bokeh haben will, so wie es in meiner Jugend unabdingbar war, weil damals für jeden Fotobegeisterten ein heftiges Bokeh eher ein Grund war,
das Objektiv nicht zu kaufen, dann stelle ich hier mal Fotos mit dem Konica Hexanon 1,8/52 ein. Das Objektiv ist nicht selten und meist hängt noch eine Kamera mit dran.
(Sony a6000 mit Hexanon 1,8/52, voll geöffnete Blende)
K1024_DSCF7082.JPG
K1024_DSCF7167.JPG
K1024_DSCF7172.JPG
Es läßt sich auch bei Spitzlichtern nicht sonderlich aus der Ruhe bringen, ist aber auch kein Schärfewunder wie zum Beispiel das Hexanon 1,7/50 (auch das Hexanon 1,4/57 und das 1,2/57
haben ein wesentlich unattraktiveres, weil eben unruhigeres Bokeh)
VG Dieter
Fotografiere meistens digital - hauptsächlich mit Objektiven der 50er bis 70er Jahre https://www.zonerama.com/Gastfresser/300955
falls doch analog, dann Kleinbild mit Minolta AF, Mittelformat mit Bronica 6x7 und 4,5x6
Ich "oute" mich beschämt als jemand, der in den ersten fünfzig Jahren seines amateurfotografischen Bemühens den Begriff BOKEH nie gehört hat. Ein gänzlich Außenstehender könnte bei Durchsicht des Forums glauben, Hauptgegenstand des Mediums Fotografie sei das Bokeh. M. E. Zuviel Bohei ums Bokeh - man konzentriere sich wieder mehr auf die eigentlichen, scharfen Bildinhalte; that's what counts.
Geht mir genau so. Ich denke auch, dass der Begriff Bokeh erst in den letzten zwei Jahrzehnten aufgetaucht ist. Früher gab es das vielleicht auch, aber es spielte in meiner Erinnerung jedenfalls auch keine große Rolle. Und heute ist auf manchen Bildern außer Bokeh tatsächlich auch nicht mehr viel drauf. Aber jeder wie er mag.
Ja, der Begriff "Bokeh" ist uns erst in jüngerer Zeit aus Japan zugekommen. In der Tat war die Thematik auch zuvor schon in Fachkreisen erörtert worden. Ich erinnere mich, wie ein Leica-Enthusiast in den sechziger Jahren einmal schwärmte, die Leitz-Objektive hätten einen charakteristischen, weniger rauhen Unschärfeverlauf. Wir umstehenden Exakta-, Paxette- etc.-besitzer (mehr war noch nicht drin) nahmen davon nur beiläufig Notiz - waren wir doch überwiegend damit befasst, mit starken Lupen, womöglich sogar einfachen Mikroskopen, unsere auf 15 DIN aufgenommenen Testtafeln zu inspizieren. Uns ging es um Schärfe, um sonst nichts; von Domiplanen, Trioplanen etc. wurde nur abschätzig gesprochen - Dreilinser, nein danke. Mancher grämt sich heute, sie an die arme Verwandtschaft verschenkt zu haben.
Tempelhofer Feld by Berlin-Knipser, auf Flickr
Da war bei mir auch so, mein erstes Trioplan habe ich erst 2012 gekauft und bin bis heute nicht so begeistert. Nur den "Schärfe-Jüngern" kann ich auch nicht so viel abgewinnen, genauso wie es klar ist, daß die beste und hochpreisigsteZitat von [COLOR=#3E3E3E
Kamera keine Automatik für tolle Fotos hat. Sicher ich habe früher wesentlich anders fotografiert als heute, seitdem ich hier in diesem Forum bin, habe ich nochmals viele Einflüsse aufgenommen.
Eigentlich gibt es für mich nur noch ein Kriterium, entweder das Foto gefällt mir oder ich kann der Sache nichts abgewinnen.
Jeder sollte so fotografieren, wie es ihm am besten gefällt. Solange man nicht beruflich Fotos macht, ist das kein Problem.
Gruß Dieter
Fotografiere meistens digital - hauptsächlich mit Objektiven der 50er bis 70er Jahre https://www.zonerama.com/Gastfresser/300955
falls doch analog, dann Kleinbild mit Minolta AF, Mittelformat mit Bronica 6x7 und 4,5x6