Hallo Roland!
Demonstriert die überlagerte Aufnahme (mittleres Bild) nicht sehr schön, dass das Verarbeitungs-Intervall der Kamera zwischen
den Belichtungen deutlich kürzer gewesen sein muss, als die eigentliche Belichtungszeit? Pi-mal-Daumen eine Sekunde?
Ich zähle 11x 2,5sec Striche plus 10x ca.1sec Lücken, also grob irgendwo bei 40 Sekunden. In diesen grob 40 Sekunden hat das Objekt Dein
(Vollformat?)-Bildfeld von ca. 10°x15° durchquert. Das scheint mir aus dem Bauch heraus für einen Satelliten im LEO (Low Earth Orbit)
eher eine zu langsame Winkelgeschwindigkeit. Mein Tipp wäre daher ein deutlich höher fliegende Mission, vielleicht ein "sonnensynchron"
umlaufender Wettersatellit, sonstiger wissenschaftlicher Erderkundungsatellit; wenn Spionage, dann in dieser Höhe eher wohl Funkaufklärung.
Die auffällig hohe Bahn-Inklination des Satelliten (Dein Foto ist nach Osten und die Spur im Bild fast waagerecht) passt dazu.
Das schließt das Gros der Satelliten mit mittleren Bahnneigungen (inklusive ISS) als Kandidaten aus.
Sats in solchen hoch inklinierten Bahnen "sehen" die sich unter ihnen hinwegdrehende Erde bis in die Polregionen, und über den Tag verteilt,
Streifen um Streifen, in der Summe vollständig.
Ich bin leider nicht fit genug, das von Dir gezeigte Sternfeld ad hoc zu identifizieren.
Gibt es für solche Muster-Erkennung eigentlich Software?
Ansonsten wäre eventuell sogar eine namentliche Zuordnung der Spur zu einem konkreten Satelliten möglich.
Herzlicher Gruß und meinen Glückwunsch zur vielversprechenden Optik!
der Waldschrat



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