Zunächst mal würde mich interessieren, wie groß denn die Bilder im fertigen Buch sein werden?
Bei einem A4 Buch ist die Kantenläng in der Breite ja letztlich vorgegeben. Das wären dann - wenn der Rand links und rechts mit je 2cm abgezogen wird - gerade einmal noch 17 cm in der Breite.
Damit also etwa vergleichbar mit einem 15 auf 10er Papierbild. Ein bißchen größer, aber letztlich - speziell wenn da noch erklärender Text hinzukommt, wohl "pi mal Daumen" richtig, oder?
Wir haben vor Jahren anläßlich unserer Hochzeit nach 31 Jahren des Zusammenlebens ein eigenes "Hochzeitsbuch" mit den Fotografien des Tages gefertigt, die ein beauftragter Fotograf als Rohdatenmaterial anliefert.
In unserem Buch sind die Fotografien noch deutlich kleiner ausgefallen, weil die Text- und Erklärungspassagen im abschließenden Layout (mal stand der Text als Fließtext beginnend neben den Bildern und setzte sich unterhalb des Bildes fort, mal war es umgekehrt und das "größte Bild" im gesamten Buch kam über diese 15cm nicht hinaus.
Eine Schärfung der Bilder wurde von mir im Photoshop ganz simpel mit dem eingebauten Filter in der später übersandten Datei vorgenommen. Die Verkleinerung fand dann gemäß den Vorgaben bei der Übermittlung des Layouts und der in die Platzhalter einzufügenden Bilder im Labor statt.
In diesem Zusammenhang sollte man es letztlich sinnvollerweise dem Labor überlassen, die geeigneten Maßnahmen für das beste Ergebnis ihrer späteren Druckaufbereitung auszuwählen. Dort sitzen die Leute halt selbst vor dem Computer und legen die Dinge im Photoshop bis hin zum gesamten Farbmanagement fest.
Eine bereits vom User vorgenommene "Überschärfung" kann ja nicht mehr herausgerechnet werden , deshalb verbietet sich das eigentlich in Eigenregie!
Die Leute, die diese Dienste anbieten, wissen in der Regel am Besten, wie ihre Druckergebnisse den besten Eindruck hinterlassen auf den Druckern, die von Ihnen verwendet werden. Sie kennen halt die gesamte Weiterverarbeitungskette, die vor Ihnen steht mitsamt den für die Druckaufbereitung notwendigen Schritten.
Es kann daher auch sehr sinnvoll und zielführend sein, sich in der Nähe einen Dienstleister zu suchen, bei dem dies beauftragt wird. Eigentlich gibt es inzwischen in jeder größeren Stadt irgend ein Digitalbild-Labor, die darauf spezialisiert sind, solche Fotobücher als auch hochwertigste Digitalprints auszuarbeiten.
In Kiel, in der Nähe meines damaligen Wohnorts hatten wir mehrere solcher Labore. Dort konnte man auch persönlich vorbeifahren und sich beraten lassen. Und als besonderen Service hatten die für die Kundschaft sogar Farbtafeln, mit denen man den eigenen Bildschirm auf das zu erwartende Druckergebnis hin optimieren kann.
Bei einem Fotobuch besteht ja nicht nur die Frage nach der "sinnvollen Schärfung" sondern eine Reihe weiterer Dinge wie "Farbtreue", korrekte Beschnitte des Bildes im 3:2 um nicht Überraschungen in Form von abgeschnittenen Details zu erleben...
Hierüber geben solche Digitalprint-Services - zumindest die, die ich bisher erleben konnte - gern und bereitwillig Auskunft.
Aus den besagten Gründen kann ich daher nur dazu raten, nach einem solchen Labor in der Nähe Ausschau zu halten und zuallererst den Grundsatz einzuhalten, die optimale Schärfung dem Labor zu überlassen, das ohnehin die Daten nochmals anpasst für die eigenen Drucker etc.
Dies ist auch insofern sinnvoll, als das man über die interne Weiterverarbeitungskette des Labors in der Regel nichts weiß... und somit ohnehin auf die Beurteilung des Ausführenden angewiesen ist. Je mehr man darüber weiß und gegebenenfalls vor Ort im Gespräch noch eigene Präferenzen erklären kann, umso besser.
So allgemeine Fragen wie die hier gestellte, sind im Grund nicht zielführend zu beantworten, weil eben die Weiterverarbeitung der Bilddaten letzlich im Labor geschieht. Ist eine Bilddatei aber schon "ungünstig" durch den User selbst beeinflußt, so hat das Labor eben keine Chance mehr, dieses "ungünstig" aus dem Bild wieder "herauszurechnen".
LG
Henry


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