Ich hänge mich hier mal an, weil denke, dass das hier am besten dazu passt.
Wer kennt das nicht: Man hat ein Weitwinkelobjektiv an der Kamera, schraubt einen Polfilter drauf, um den Himmel etwas kräftiger zu bekommen und will vielleicht noch etwas länger belichten, weil man z.B. einen See "glatt" bekommen will. Also schraubt man noch einen ND-Filter drauf und muss beim Kontrollieren feststellen, dass das Filterstacking Vignettierungen hervorruft. Ich habe mich deshalb gefragt, warum nicht "dunklere" Pol-Filter angeboten werden und wollte das ausprobieren. (Der von mir hier in #527 getestete "variable IR-Filter" ist ja eigentlich nichts anderes) Also habe ich ein polarisiertes Sonnenbrillenglas (85% Tönung) genommen und in eine nicht mehr benötigte Filterfassung eingepasst. Zufällig habe ich in der gleichen Größe einen linearen Pol-Filter, so dass ich das Ergebnis "fair" vergleichen kann. Als Objektiv habe ich das Sigma 18-250 an der EOS M verwendet, denn da passen die Filter ohne extra Ringe dran.
DSC01091.jpg
Es ist mir bewusst, dass das Brillenglas nicht neutralgrau abbildet, sondern einen leichten Blaustich produziert. Die Beispielbilder habe ich deshalb identisch entwickelt, damit man es sieht. Man würde diesen Farbstich aber auch in der EBV weg bekommen.
IMG_7868LPL.jpg
@ ISO 200, ca. 73mm , f/8, 1/640s, "normaler" linearer Polfilter
IMG_7869_Sobri.jpg
@ ISO 200, ca 73mm, f/8, 1/320s, polarisiertes Sonnenbrillenglas => Belichtungszeit verdoppelt
Der Filter verlängert, wie erwartet, die Belichtungszeit, allerdings eben auch nur ein wenig. Genau das wird auch der Knackpunkt sein, dass man mit einem dunklen Polfilter die Polarisationsrichtung nicht mehr so gut einstellen kann, aber im Bereich ND8 könnte ich mir so etwas vorstellen.



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