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Thema: Fungus Entfernung Objektiv und Köcher

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    DCC Admin Avatar von klein_Adlerauge
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    Kannst Du machen, wenn es 80°C im Backofen aushält. Kommt auf das Material an. Auch bei Objektiven ist Vorsicht geboten, wenn Kunststoffteile verbaut sind.

    LG
    Heino


  2. #2
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    Danke, am Objektiv müsste alles Metall sein. Der Köcher ist aus Leder...

    Ich hoffe nur, mir läuft kein Schmiermittel auf die Linsen.

  3. #3
    Spitzenkommentierer Avatar von ralf3
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    Zitat Zitat von Wurstsalat Beitrag anzeigen
    Danke, am Objektiv müsste alles Metall sein. Der Köcher ist aus Leder...

    Ich hoffe nur, mir läuft kein Schmiermittel auf die Linsen.
    Wenn du dir da Sorgen machst, kannst du Pilz auch mit UV-Licht abtöten. Da passiert dem Objektiv garantiert nichts.

  4. #4
    Spitzenkommentierer Avatar von classicglasfan
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    Am besten ist es, die Objektive regelmäßig bei Sonnenschein auszuführen, dann ist Luftzirkulation und UV-Bestrahlung gleich inklusive. Ich merke auch schon, dass dann der Objektivpark nicht zu groß sein sollte, sonst artet das in Stress aus.
    Gruß, André
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    (Im Moment nur sporadisch online)


  5. #5
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    Standard UV

    Danke für die Tipps.
    Das muss dann UV-C sein, im Hausgebrauch also nur per Sonnenbestrahlung zu erreichen!? Wie lange muss es in die Sonne, um auch innen genug UV abzubekommen?

    Kommt vielleicht nicht in alle Ecken. Werde die Methode beim Objektiv zusätzlich zu Isoprop anwenden, falls es zerlegt werden muss.

    Vor den 80 grad hab ich keine Angst - nicht bei dem Objektiv.
    Der Köcher aber ist seit gerade eben dabei, sich zu sonnen...Ausgeführt wird das alles dann sobald sauber...

  6. #6
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    Das ist ja sehr amüsant, daß jemand beim Abtöten der Fungussporen die Backofenmethode mit 250° C anwendet und dann noch das Objektiv senkrecht in den Backofen stellen will. Es wäre interessant, seine Begründung bzw. seine Erfahrung mit dieser Methode zu hören. Ich halte 250°C für sehr übertrieben.

    Es geht natürlich auch mit der UV-Bestrahlung, die ich allerdings noch nicht probiert habe, doch ich habe gelesen, daß in diesem Falle die Bestrahlung sehr stark und sehr lange sein sollte.

    Allerdings habe ich Erfahrung mit der Backofenmethode, die ich bei einem Leica Telyt-R 4,8/350mm angewendet habe, beileibe kein billiges Objektiv. Darüber habe ich einen Beitrag hier im DCC-Forum geschrieben, der mit Googeln durchaus noch zu finden sein sollte. Meine Vorgehensweise kann ich hier aber gerne noch einmal wiederholen:

    Das Objektiv wird in den kalten Backofen auf einen Rost ungefähr in der Mitte des Ofens gelegt, nicht gestellt. Dadurch wirkt später die Hitze gleichmäßig auf das Objektiv. Außerdem haben es auch Objektive gerne bequem, oder? Es braucht also nicht zu stehen. Wichtig für seine Gesundheit ist nur, daß es in den kalten und nicht schon heißen Backofen kommt.

    Dann Klappe zu. Erst jetzt werden 80°C eingestellt und der Backofen damit eingeschaltet. Dadurch werden Backofen und Objektiv gleichmäßig und langsam erhitzt. Ich kenne kein Objektiv, daß sich gerne schocken läßt. Wenn die 80°C erreicht sind, wird die Zeit genommen. Man läßt den Delinquenten eine Stunde in dieser furztrockenen Sauna schmoren und schaltet dann den Ofen aus. HALT, HALT, HALT - bloß jetzt nicht die Ofentüre öffnen !!! Das würde das Objektiv wieder schocken, denn es ist 80°C heiß und spürt dann sicher sehr unangenehm die vergleichsweise kalte Zimmerluft!

    Vielmehr wartet man bis der Ofen wieder kalt ist - und damit auch das Objektiv. Erst dann sollte man die Ofentüre öffnen und das auf Zimmertemperatur erkaltete Objektiv aus dem zimmerkalten Ofen herausnehmen. All' das dauert natürlich seine Zeit und die Ehehälfte muß das Backen der neuen Kekse auf einen anderen Tag verschieben.

    Zu meiner Absicherung:
    Dies ist nicht die Arbeitsanleitung, wie ihr es machen sollt; dies ist lediglich die Schilderung, wie ich es gemacht habe. Und wer es genauso machen will, der macht es auf sein eigenes Risiko!

    Und das alles ist schon ein paar Jahre her. Sind es drei Jahre? Jedenfalls, schaue ich mir das Objektiv heute an, so ist der Fungus nicht gewachsen. Er ist also tot! Aber der tote Fungus ist noch im Objektiv. Nur wächst er nicht mehr. Das bedeutet, daß man diese Methode nur dann anwenden sollte, wenn der Fungus sich im Objektiv noch nicht sehr ausgebreitet hat. Nur dann lohnt es sich. Das heißt, wenn man mit dem noch lebenden Fungus vorher ein paar Aufnahmen macht und diese für durchaus gut befindet, dann lohnt es sich. Aber es ist eigentlich egal; wenn der Fungus sich zu breit gemacht hat, dann ist das Ziel sowieso nur noch die Tonne. Also kann man auch diese Methode bei einem Mega-Fungus probieren - und nimmt danach evtl. das Objektiv, weil es sowieso unbrauchbar ist, auseinander und lernt dabei, wie das geht.

    Kritiker haben mir damals übrigens gesagt, daß es sein könnte, daß der Kontrast des Objektivs durch das Erhitzen oder das Vorhandensein des toten Fungus gelitten hat. Na und? In der anschließenden Bildbearbeitung ließe sich der Kontrast leicht wieder erhöhen.

    Übrigens, wenn man nun das Objektiv wieder in den dunklen und naßkalten Keller im Lederköcher auf's Regal legt, dann hat man nichts verstanden. Und noch eins: 80°C sind nicht die Welt! Wenn man z.B. die Phototasche mit dem Objektiv längere Zeit im Auto liegenläßt (was man nicht tun sollte wegen evtl. Langfinger) dann erreicht das Objektiv evtl. auch 80°C in der hineinscheinenden Sommersonne. Man braucht bei dieser Temperatur mMn auch nicht zu befürchten, daß die Objektivschmierung ausläuft oder Linsen und Metalle platzen. Wie das mit Kunststoffteilen ist, kann ich allerdings nicht beurteilen. Nur Mut!

    LG
    Hans-Joachim.

  7. #7
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    Daß die Sonnenbestrahlung in das Objektiv-innere den gleichen Effekt hat wie die Ofenmethode, das glaube ich keinesfalls. Man hat mir damals geraten, eine starke UV-Leuchte zu nehmen und dieses Licht immer senkrecht in das Objektiv scheinen zu lassen. Wie lange? Lange!

    Der UV-Anteil des Sonnenlichtes soll nicht stark genug sein, um den Fungus zu töten - und um zu erreichen, daß das Licht immer senkrecht in das Objektiv hineinscheint, um jede Ecke mit Fungus zu erreichen, mußt du dabeisitzen und das Objektiv mit dem Sonnenstand immer mitdrehen. Und das evtl. tage- oder wochenlang tun. Wer kann beurteilen, wie lange?

    Fungussporen fliegen überall herum, ohne daß wir sie sehen können. Und sie sind vielleicht schon in jedem Objektiv. Nur bei feuchter, kalter und dunkler Umgebung können sie keimen und wachsen. Ich lagere schon lange kein Objektiv mehr in seinem ach so schönen Lederköcher und nutze diese wiederum nur evtl. beim Transport in der Phototasche als Stoßsicherung, wenn das nötig sein sollte.

    LG
    Hans-Joachim.

  8. #8
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    Noch ein Tipp:

    Photographen fürchten Fungus wie die Pest! Und das mit Recht. Ein Fungusobjektiv ist schwer verkäuflich.

    Ist man nun z.B. auf einer Photobörse an einem Objektiv mit leichtem(!) Fungus besonders interessiert, so nutzt man das zum Handeln über den Preis. Dabei muß der Preisabschlag erheblich sein. Dazu kommt, daß ein Händler ein Fungus-Objektiv so schnell wie möglich loswerden will. Ist das der Fall, dann erwirbt man ein tolles Objektiv evtl. für einen Schnäppchenpreis und schmeißt es anschließend zuhause in den Backofen (s.o.). Aber auf der Börse sollte man über die Backofenmethode ggü. dem Händler nicht sprechen. Und schlägt das evtl. sogar der Händler vor, dann zeigt man sich sehr, sehr skeptisch....

    Man muß natürlich beurteilen können, ob sich das auch lohnt. Dazu habe ich immer auf Photobörsen eine kleine Taschenlampe in der Hosentasche und leuchte mit dieser in das angebotenen Objektiv, um den Fungus besser sehen zu können. Anschließend fange ich an zu jammern, wie doll sich dieser Fungus schon ausgebreitet hat und zweifle, mit dem Objektiv überhaupt noch photographieren zu können. Erfolg habe ich damit noch nicht gehabt, denn mir ist bisher noch kein Objektiv, das sich gelohnt hätte, auf Photobörsen mit Fungus über den Weg gelaufen bzw. ist mir dort feilgeboten worden.

    Übrigens, auch das sollte ich erwähnen, ein seriöser Händler macht beim Anbieten auf den Fungus aufmerksam. Er weiß i.d.R. daß es ein Fungusobjektiv ist - und als solches hat er es sicher mit riesigem Preisabschlag auch eingekauft - evtl. in der Hoffnung, es bei einem Dummen loswerden zu können. Er hat übrigens i.d.R. auch eine Taschenlampe in der Hosentasche (für Einkäufe).

    Bitte diesen Beitrag nicht ernstnehmen!
    LG
    Hans-Joachim.

  9. #9
    Spitzenkommentierer Avatar von classicglasfan
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    Daß die Sonnenbestrahlung in das Objektiv-innere den gleichen Effekt hat wie die Ofenmethode, das glaube ich keinesfalls....
    Das ist sicher richtig, mein Vorschlag war auch eher vorbeugend gemeint. Wenn man sein Objektiv regelmäßig verwendet, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Fungus darauf breit macht geringer, als bei einem Objektiv, das monatelang im Schrank liegt.
    Gruß, André
    __________________________________________________ __________________________________

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