Wenn ein Film (dann idealerweise der gesamte Film) auf eine andere als die Nennempfindlichkeit hin belichtet wurde, kann man dem Labor angeben: "belichtet wie ISO XY", dann wird der Film stärker (Pushen) bzw. schwächer (Pullen) entwickelt.
Der Ilford XP2 sollte bei ganz normaler Entwicklung (und damit eben auch innerhalb des selben Filmstreifens) eine Blendenstufe Unter- und drei Blendenstufen Überbelichtung verkraften, und trotzdem noch durchgezeichnete Negative liefern.
Grüße
Rudolf
Wenn Pushen und Pullen (weitgehend ohne Qualitätsverlust) möglich ist, kann man sagen, dass im "Normalfall" eine Überbelichtung von ein paar Blendenstufen für die Qualität der Negative "günstiger" ist als eine Unterbelichtung?
Klar wird sich das von Film zu Film unterscheiden, aber vielleicht gibt es ja so eine Art "Richtwert" á la: Eine Überbelichtung lässt sich beim Entwickeln effektiver "korrigieren" als eine Unterbelichtung des Films?
(Bei der Digitalfotografie habe ich die Erfahrung gemacht, dass es zum Beispiel oft geschickter ist unterzubelichten, um Zeichnung in den Lichtern in kritischen Situationen zu bewahren, da Tiefen digital leichter "gepusht" werden können)
Ich habe gestern einen kleinen Artikel über den Ilford FP4+ (ISO 125) gelesen (von nem Hobbyfotografen, der analog fotografiert und alle möglichen Filme getestet hat) und er behauptet, dass dieser Film im nachhinein bis zu 6 Blenden (!) gepusht werden kann und um 1 Blende gepullt (hehe Vokabular gelernt). Dazu gabs dann auch Beispielbilder, die sogar ziemlich gut aussahen.
Ist das möglich? Ich meine, das klingt ja bald wie eine eierlegende Wollmilchsau... Oder übertreibt er? Wie sieht es da mit euren Erfahrungen aus?
LG und danke vielmals!
Peter