Ja, da hast Du natürlich recht. Aber die Brenizer-Methode verstärkt häufig den räumlichen Eindruck, weil es mit ihr möglich ist, auch noch Objekte freizustellen, die sich etwas weiter weg befinden. Das ist, wie auch Carsten schon geschrieben hat, wichtig für den 3D-Eindruck. Ich denke, der Effekt hat weniger mit dem Objektiv zu tun, als mit der Aufnahmesituation. Ich wage ein paar Thesen:
- das eigentliche Objekt muss (größtenteils) scharf abgebildet sein - da kommt natürlich auch das Schärfe- und Kontrastverhalten des Objektivs ins Spiel
- es muss gestaffelte Bildebenen geben, mit unscharfen Bereichen vor und hinter dem Objekt. Viele Objektive tun sich schwer mit einer natürlich wirkenden Unschärfe vor dem Objekt. Hochwertige Optiken (Zeiss ...) sind da im Vorteil
- die Hintergrund-Unschärfe darf nicht zu extrem sein, sondern muss dem natürlichen Sehverhalten entsprechen. Das menschlliche Auge hat keine Blendenöffung von f/1.2 (vgl. hier), also muss man abblenden
Ich habe den Eindruck, dass der Effekt am leichtesten mit kurzen Tele-Brennweiten zu erreichen ist, bei einigen Metern Abstand zum Motiv. Die maximale Freistellung, die man im Nahbereich oft hat, bringt diese Wirkung nicht.


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