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Thema: Meyer Görlitz und Co. - wirklich so berühmt?

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Teilzeit-Mod. ;) Avatar von LucisPictor
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    Es wurden ja schon viele richtige Dinge geschrieben.

    In einer Zeit, zu der ich (Jahrgang 1970) noch nicht einmal in Planung war, hatte Meyer Görlitz schon einen Namen, der - wie barney bereits begründet ausführte - in der DDR später etwas an Klang verlor.
    Es gab in der Tat - wie die erwähnten Primoplane - ausgezeichnete Objektive von Meyer!

    War wohl ein wenig so wie bei Steinheil, die mit der "C-Reihe" (Culmigon, Cassaron, Culminar...) etwas "einfachere" Modelle und mit der "Q-Reihe"(Quinon, Quinaron) sehr hochwertige Modelle anboten.

    Vor ein paar Jahren hat, mit dem Aufkommen der "manuellen Adaptiererei" der Klang von Namen deutscher Hersteller wie Leica und Zeiss Kreise gezogen und zunächst die Carl Zeiss Jena Objektive in ungeahnte Höhen geworfen (dort lag es ja noch nahe), ist dann aber auch übergeschwappt auf die ostdeutsche Verwandtschaft (Pentacon, Meyer usw.) sowie westdeutsche Hersteller, wie eben Steinheil (zumindest zum Teil verdient) oder ISCO und Schacht (eher nicht wirklich nachvollziehbar).

    Die Leute (vor allem im Ausland) dachten, dass alles, was einen deutschen Namen trägt, ganz hervorragend sein muss. In diesem Hype ist auch Meyer Görlitz mitgeschwommen. Und als dann noch die "Seifenblasen-Bokeh-Freaks" völlig ausgetickert sind und überkorrigierten sphärischen Eigenschaften zum Maß aller freigestellten Dinge erhoben, gingen die Preise für ein Trioplan durch die Decke - eine Entwicklung, die ich für so ziemlich das Albernste und Unvernünftigste halte, dass mir in den Jahren der Beschäftigung mit alten Linsen begegnet ist.

    Daher ist aber Meyer Görlitz durchaus inzwischen ein weithin berühmter Name. Sonst wäre wohl auch niemand auf die Idee gekommen, das Ganze neu zu starten.
    Carsten, berufsbedingt immer mal wieder auf Forum-Pause. In grün schreibe ich als Mod.
    ​Leica, Sony, Nikon, Fuji, Olympus, Pentax, Panasonic, Canon, Sigma und viel zu viele Linsen sowie andere digitale und analoge Kameras.
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  3. #2
    Hardcore-Poster Avatar von BiNo
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    Das Meyer Optik Görlitz weltbekannt wurde begann schon vor ungefähr 115 Jahren mit dem 4-linsigen Aristostigmat. Um 1900 waren die Meyer Objektive neben Zeiss die besten weltweit.
    Mit der Kine-Exakta gingen die Meyer Objektive dann in alle Welt.
    Bis in die 60er Jahre wurden viele Objektive aus Görlitz in die USA exportiert, sie erkennt man daran das sie keine Meterangaben graviert haben.
    Etwas Geschichte zu den Meyer Optik Görlitz Objektiven findet man hier: http://photobutmore.de/exakta/meyer/
    Schöne Grüße, Birk.
    ---------------------- -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Canon EOS 1Ds Mk II, EOS 1D Mk II, EOS 60D, Praktica MTL 5B und ein paar Objektive.

  4. 4 Benutzer sagen "Danke", BiNo :


  5. #3
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    Wer einmal in Dresden ist, sollte sich einmal das Kameramuseum in den Technischen Sammlungen ansehen. Es zeigt zwar weniger die Geschichte von Meyer Optik, verdeutlicht aber, dass bis zum Zweiten Weltkrieg hier die modernsten Kameras gebaut wurden. Logischweise zog das auch die Entwicklung leistungsfähiger Objektive nach sich, unter anderem auch bei Meyer Optik.
    Gruß, André
    __________________________________________________ __________________________________

    (Im Moment nur sporadisch online)


  6. #4
    Spitzenkommentierer Avatar von GoldMark
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    Wenn "New Meyer" wirklich eigene Objektive auf Basis der alten Vorbilder selber entwickelt, könnte es funktionieren, sich eine Nische zu erobern.

    Wenn sie allerdings nur umlabeln, und dann entsprechend teuer verkaufen, werden die Kunden das im Internetzeitalter schnell herausfinden, und "New Meyer" wird als Marke vom Markt gefegt.
    Liebe Grüße

    Bernhard
    https://deramateurphotograph.de/

  7. Folgender Benutzer sagt "Danke", GoldMark :


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