Hi Rolf,
die Funktion der Blende hast korrekt beschrieben. Wie BastL schrieb, es ist fast immer ein Ölfilm, welcher die Lamellenfunktion beeinträchtigt. Der Ölfim, welcher schon auf deinen Bildern auf den Teilen zu sehen ist, bestätigt das.
Hier eine bebilderte Beschreibung zur Demontage und Reinigung:
Das Hinterteil hast du ja schon abgenommen, hier beginne ich.
Vordere Hülse abschrauben. Hinweis: bei der älteren Version ist irgendwo an der markierten Stelle eine Madenschraube, die die Hülse sichert. Die muß vorher gelöst werden.
Jetzt die rot markierten Schrauben lösen:
Dann die komplette Linseneinheit vorsichtig heraus nehmen (mit ein bißchen Drehen und Ziehen).
So sollte es nun aussehen:
Jetzt kann die vordere und hintere Gruppe herausgeschraubt werden:
Die Blendeneinheit nun idealer Weise in Waschbenzin tunken und dabei den Blendenmitnehmer sowie den A/M Umschalter betätigen. Habe früher Aceton genommen (Fahrradkettenentfetter), hat den Nachteil, daß durch die schnelle Verdunstung die Metalloberflächen sehr kalt werden und dann einiges an Luftfeuchtigkeit auskondensiert. Dieses KondensWasser ist extrem störend, insbesondere, wenn es zwischen die Blenden kommt. Bei Benzin ist der Effekt weit weniger schlimm.
Dafür reißt der Druckstoß des Fahrradkettenentfetters das gelöste Öl mit und entfernt es somit ziemlich schnell. Ist "Geschmacks"sache...
Wenn diese markierte Feder gebrochen oder ausgeleiert ist, dann sieht's düster aus...
Allerdings habe ich bei den alten Optiken aus der DDR noch nie Materialermüdung an Federn feststellen können - der verwendete Stahl scheint hochwertig zu sein. Hatte vor kurzem ein von außen sehr mitgenommenes Biometar (allererste Serie, 50er Jahre vermutlich) komplett demontiert - innen war es i.O., bis auf total verharztes Fett, das war schon immer die Archillesferse der DDR Optiken.
Zusammenbau umgekehrt.
VG
Andreas