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Thema: Nikon Nikkor-O C 35 f/2.0

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Spitzenkommentierer Avatar von OpticalFlow
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    Ich moechte hinzufuegen, das sichtbare Myzel (?) nicht zwangsläufig einen Vergütungsschaden bedeuten. Ich habe vor einigen Jahren recht gute Erfahrung damit gemacht, einige verpilzte Objektive mit Ponds Cold Cream (einige Stunden einwirken lassen) und Ethanol zu reinigen. Manchmal ging der Pilz rueckstandslos weg, manchmal blieb der Schaden in der Verguetung zurueck. Auf die Bildqualitaet hat es sicher keinen nennenswerten Einfluss, aber auf den Wiederverkaufswert - sofern man es nicht verschlimmbessert. Mein Gefuel sagt, dass bei dem Pilz wie er auf dem Foto ausschaut ein Verguetungsschaden bleiben wird - aufmachen lohnt wohl eher nicht.

    Was die Pilzsporen und Ansteckung betrifft, so war ich lange Zeit der Ansicht, dass es nicht ansteckend ist und bin der Argumentation gefolgt, das Pilzspuren allgegenwaertig sind. Mittlerweile bin ich mir da nicht mehr so sicher, da es natuerlich verschiedene Sorten von Pilzen gibt und ich vermute, dass nicht alles was sich in "normaler" Umgebungsluft findet die Pilzsporen hat, die gerne auf Glas wachsen.
    Von daher wandern bei mir seit einem Jahr Objektive mit Pilzspuren vorsorglich in eine andere Vitrine.
    Ich kann nur dem Rat von mhiller beipflichten - Feuchte reduzieren !

  2. Folgender Benutzer sagt "Danke", OpticalFlow :


  3. #2
    Teilzeit-Mod. ;) Avatar von LucisPictor
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    Ich habe mir vor einiger Zeit ein Leica Elmarit-M 2.8/90 gekauft, das die Spuren einer "Pilzinfektion" ganz am Rande einer internen Linse zeigt und deshalb für einen Bruchteil des üblichen Preises zu haben war.
    Der Verkäufer war ein "Börsen-Händler", der auch Objektive selbst repariert. Da habe ich schon Vertrauen, dass seine Aussage stimmt, dass er den Fungus beseitigt hat.
    Und dennoch denke ich mir, dass Vorsicht nie schadet. Dieses Elmarit wird nie neben anderen Objektiven gelagert oder direkt mit anderen transportiert.
    Es stört nicht, vorsichtig zu sein.
    Übrigens ist diese "Infektion" seit knapp einem Jahr kein bisschen schlimmer geworden. (Ich bietet Fungus aber auch kaum eine Chance, mit der Art, wie ich Objektive lagere. )
    Carsten, berufsbedingt immer mal wieder auf Forum-Pause. In grün schreibe ich als Mod.
    ​Leica, Sony, Nikon, Fuji, Olympus, Pentax, Panasonic, Canon, Sigma und viel zu viele Linsen sowie andere digitale und analoge Kameras.
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  4. #3
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Bleiben wir mal realistisch:

    Wenn ein Fungus sich im Objektiv nicht abtöten lässt, so hilft auch die Reinigung einer einzelnen Linse überhaupt nicht weiter, denn - egal was für ein Pilz es denn sein würde - dann ist das nicht genug um zu verhindern, dass er sich wieder weiter ausbreitet, selbst auf der soeben gereinigten Linse.

    Pilzbefall bedeutet ja letztlich, das dieser sich überall im Objektiv festsetzt, jedoch nur auf der Glasfläche zu sehen ist. Folgt man der Logik, so muss das gesamte Objektiv auseinander genommen werden, sämtliche Seitenteile und Fassungen gereinigt und mit einem Fungizid behandelt werden, denn überall, wo der noch sitzen kann, kommt man mit dem schnöden "ich putz mal eben die Rückseite der Frontlinse" ohnehin nicht aus, denn das lindert nur den sichtbaren Befall.

    Um das wirklich "zielführend" zu machen, muss letztlich das gesamte Objektiv in seine Einzelteile zerlegt und komplett neu aufgebaut werden, will man wirklich die Gewissheit haben, dass der Fungus sich nicht weiter ausbreitet.

    Ich lagere meine Objektive in der Glasvitrine, die meisten ohne Deckel.... egal ob Fungus oder nicht... ich habe bislang nicht ein Objektiv, das sich in 10 Jahren überhaupt auch nur im Ansatz irgendeinen Fungus ausbildete und das obwohl eben mit befallenen Objektive in direkter Nähe stehend.

    Man kann es nur immer wiederholen... es sind die klimatischen Bedingungen, die darüber entscheiden, ob so ein Befall auftritt. Es reicht aus meiner Sicht komplett aus, Objektive in seinem eigenen Lebensumfeld aufzubewahren und sich nicht verrückt machen zu lassen.

    In den Keller oder den nicht beheizten Dachboden gehören Objektive nun nicht... dorthin aber sind viele alte Objektive aber irgendwann seit Einführung der Digitaltechnik und des AF verbannt worden... schlicht weil sie Platz im Schrank wegnahmen, den die Dame des Hauses oftmals lieber für andere Dinge nutzen wollte.

    Also bloß keine Panik auf der Titanic... aber jedem das Seine und sei es nur das "Schielen auf den Wiederverkaufspreis"...

    Mir aber ist offen gestanden lieber, ein Objektiv hat so einen klar erkennbaren Fungus, als das mir jemand ein bereits geöffnetes Objektiv verkauft mit der Absicht einen höheren Verkaufspreis zu erzielen, womöglich noch verschweigend, das ein Fungusbefall vorgelegen hat, der sich dann, weil nur oberflächlich gereinigt damit sichtbare Spuren eliminiert sind, aber dieser sich doch später wieder zeigen kann, weil er von den Seitenwänden oder Fassungsteilen her sein Wachstum fortsetzt.

    Da ich dann zudem nicht wissen kann, wie "fachgerecht" jemand das gemacht hat, halte ich hier größere Skepsis für deutlich angebrachter.


    LG
    Henry
    Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..

  5. #4
    Spitzenkommentierer
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    Natürlich will keiner Pilz in seinem Objektiv. Habe ja selber schon einige Gläser davon befreit, aber natürlich muss ich da Hinnerker zustimmen: die ausschließliche Reinigung des Glases ist eigentlich nur Kosmetik, (wenn der Pilz nur am äußersten Rand sitzt und die BQ nicht beeinfluss) und letzendlich auch Trickserei, wenn es darum geht, das Objektiv besser verkaufen zu können. Backofen und Reinigung ist natürlich die beste Lösung, kann aber auch ganz schnell in die Hose gehen. Also: entweder man läßt die Finger ganz von diesen Objektiven, läßt es wie es ist (Backofenmethode und separieren, wer will)) oder verfügt über die Mittel einer vernünftigen, gründlichen Reinigung. Anders sieht es aus, wenn der Pilz das Glas bedeckt und es zu einer Beeinträchtigung der BQ kommt. Da kann man dann zumindest versuchen, die Abbildungsleistung wieder herzustellen.

  6. #5
    Hardcore-Poster Avatar von BiNo
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    Zitat Zitat von hinnerker Beitrag anzeigen
    Bleiben wir mal realistisch:
    Pilzbefall bedeutet ja letztlich, das dieser sich überall im Objektiv festsetzt, jedoch nur auf der Glasfläche zu sehen ist. Folgt man der Logik, so muss das gesamte Objektiv auseinander genommen werden, sämtliche Seitenteile und Fassungen gereinigt und mit einem Fungizid behandelt werden, denn überall, wo der noch sitzen kann, kommt man mit dem schnöden "ich putz mal eben die Rückseite der Frontlinse" ohnehin nicht aus, denn das lindert nur den sichtbaren Befall.
    Ich hab schon einige verpilzte Objektive bekommen und gereinigt, bei den meissten war der Pilz nicht nur auf den Linsen sondern auch im Inneren des Tubus.
    Gestern habe ich ein Pentacon 5.6/500 MC mit gut Pilz bekommen. Auf den Linsen nur gering, ließ sich relativ leicht entfernen und hat kaum Spuren hinterlassen. Im Inneren, unterhalb der Blende, sind aber viele große Pilzstellen, die sich richtig in die mattschwarze Farbe gefressen haben.
    Schöne Grüße, Birk.
    ---------------------- -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Canon EOS 1Ds Mk II, EOS 1D Mk II, EOS 60D, Praktica MTL 5B und ein paar Objektive.

  7. #6
    Spitzenkommentierer Avatar von Tedat
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    ansteckend oder auch nicht... Zeiss nimmt jedenfalls nix verpilztes an:

    Hinweis: Um Verseuchung zu vermeiden, nimmt Carl Zeiss grundsätzlich keine mit Fungus befallenen Geräten an.
    http://www.zeiss.de/camera-lenses/de...bjektiven.html

  8. #7
    Ist oft mit dabei
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    So, nach all den Diskussionen, die ich hier mit meiner harmlosen Frage ausgelöst hatte, wollte ich mal berichten:

    Das Objektiv ist wohlbehalten bei mir eingetroffen. Der ehemalige Pilz scheint wirklich nur noch als Vergütungsschaden zu existieren, ist jedenfalls nur bei bestimmten Lichteinfall überhaupt auszumachen und ohne jeglichen Einfluß auf das Bild
    Trotzdem hat es mich gejuckt und ich hab versucht, das Objektiv zu öffnen. Allerdings hatte ich dann gleich die ganze vordere Linsengruppe in der Hand Der Ring der die Frontlinse hält, sitzt so fest, daß er sich nicht lösen lassen will. Ich hab's dann dabei belassen, denn ich will nicht evtl. noch was zerstören, bin ich mit dem Objektiv doch so glücklich und zufrieden und es handelt sich letztlich nur um einen kleinen Schönheitsfehler.

    Trotzdem noch mal Dank für die hilfreichen Kommentare hier.

    Steffen

  9. Folgender Benutzer sagt "Danke", sauberli :


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