Carsten, berufsbedingt immer mal wieder auf Forum-Pause. In grün schreibe ich als Mod.
Leica, Sony, Nikon, Fuji, Olympus, Pentax, Panasonic, Canon, Sigma und viel zu viele Linsen sowie andere digitale und analoge Kameras.
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Mal im Ernst.. Fungus wächst nur unter bestimmten Bedingungen..
Durch Erhitzung wird er abgetötet... was zurückbleibt, sind die Ausscheidungsprodukte... eben jene, die - weil ätzend - die Vergütungsschichten auch angegriffen haben.
Ein ohnehin geschädigtes Objektiv - in dem der Fungus aber nicht mehr wachsen kann - nun zu öffnen, mit der hohen Wahrscheinlichkeit eher mehr als weniger Schaden anzurichten - ist irgendwie sinnlos.
Wenn der Fungus wieder Bedingungen für das Wachstum vorfindet... ja dann kann neuer Fungus entstehen.. aber das nicht, weil im Objektiv nun irgendwas weiterwachsen könnte (die Moleküle wurden durch Erhitzung ja geknackt), sondern weil in der uns umgebenden Atem-Luft die Sporen allgegenwärtig sind und somit sich auch jederzeit im Objektiv befinden, denn ein Objektiv ist nicht luftdicht !
Was also soll eine Reinigung von totem, partiell anhaftenden toten Mikroorganismen (das Myzel) wegen eines aus meiner Sicht irrationalen Aspekts?
Die Stelle im Aussenbezirk des Glases ist geschädigt... so oder so.. ich kann Waalf's Aussage nur unterstützen... laßt die Objektive so wie sie sind und wer es denn absolut nicht lassen kann, seinem "Reinlichkeits-Sinn" (egal wie Irrational der ist) zu folgen, der möge sich erstmal "schlaumachen" um welche Vergütungsart es sich intern überhaupt handelt.
Auf Weichvergütungen "rumzuscheuern" macht viel mehr kaputt, als das dieser ohnehin geschädigte Randbereich irgendeine Verbesserung in den optischen Belangen erfahren würde... die wird es nämlich nicht geben... egal wie ihr da rumscheuert.
Einzig "das Gefühl" hat dann vielleicht "Ruhe"... aber rational ist das nicht nachzuvollziehen.
LG
Henry
Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..
Wollte hier keine Diskussion über das Für und Wider lostreten. Ich bin mir bewußt, daß der Fungus tot ist. Das Ausmaß des Schadens an der Vergütung kann ich erst beurteilen, wenn ich das Objektiv in den Händen halte (und. ggf. geöffnet habe). Ich werd jetzt sicher nicht mit dem Scotch Brite loslegenWenn es aber (ehemals) organisches Restmaterial ist, was sich leicht entfernen läßt, was spricht dagegen, daß Objektiv behutsam zu öffnen?
Wie gesagt, ich werde berichten, ob ich meinem irrationalen Bauch-/Reinlichkeitsgefühl gefolgt bin und was das Ergebnis war.
Jo, dann mach bitte - für die eigene Erkenntnis - von einer bestimmten gestellten Szene ein "vorher" und "danach" Bild und laß uns dann an Deiner Erkenntnis teilhaben. Möglichst auf Stativ und identischem Licht.
So kann man das nämlich mal ausräumen - oder erhärten - ob und wie sich so ein Reinigungsversuch auswirkt.
LG
Henry
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Liebe DCCler,
um hier auch noch meinen Senf zum Pilzragout zu geben: Pilzsporen sind überall und abtöten ist auch mit Hitze nicht so einfach.
Das einzig probate Mittel ist trocken halten... ohne Feuchtigkeit kein Schimmel... also bei 20°C sollte die rel. Luftfeutigkeit kleiner 65% sein.
Wenn man aus der Kälte 5°C mit der Optik in geheizte Räume 20°C/65% rel.LF kommt beschlägt dieselbe mit Tau. Also diesen wieder gut abtrocknen lassen und nicht feucht mit Deckeln drauf in die wasserdichte Fototasche packen oder im Kellerschrank lagern.
En Hygrometer im Kamera Schrank ist auch nicht verkehrt, man kann auch ein vorher bei 120°C ausgeheiztes Silikagel Päckchen mit in den Objektivdeckel packen (danke an DanNolan).
Also ohne Wasser wächst kein Pilz nicht mal ein Kölsch.
LG
Michael
Ich moechte hinzufuegen, das sichtbare Myzel (?) nicht zwangsläufig einen Vergütungsschaden bedeuten. Ich habe vor einigen Jahren recht gute Erfahrung damit gemacht, einige verpilzte Objektive mit Ponds Cold Cream (einige Stunden einwirken lassen) und Ethanol zu reinigen. Manchmal ging der Pilz rueckstandslos weg, manchmal blieb der Schaden in der Verguetung zurueck. Auf die Bildqualitaet hat es sicher keinen nennenswerten Einfluss, aber auf den Wiederverkaufswert - sofern man es nicht verschlimmbessert. Mein Gefuel sagt, dass bei dem Pilz wie er auf dem Foto ausschaut ein Verguetungsschaden bleiben wird - aufmachen lohnt wohl eher nicht.
Was die Pilzsporen und Ansteckung betrifft, so war ich lange Zeit der Ansicht, dass es nicht ansteckend ist und bin der Argumentation gefolgt, das Pilzspuren allgegenwaertig sind. Mittlerweile bin ich mir da nicht mehr so sicher, da es natuerlich verschiedene Sorten von Pilzen gibt und ich vermute, dass nicht alles was sich in "normaler" Umgebungsluft findet die Pilzsporen hat, die gerne auf Glas wachsen.
Von daher wandern bei mir seit einem Jahr Objektive mit Pilzspuren vorsorglich in eine andere Vitrine.
Ich kann nur dem Rat von mhiller beipflichten - Feuchte reduzieren !
Ich habe mir vor einiger Zeit ein Leica Elmarit-M 2.8/90 gekauft, das die Spuren einer "Pilzinfektion" ganz am Rande einer internen Linse zeigt und deshalb für einen Bruchteil des üblichen Preises zu haben war.
Der Verkäufer war ein "Börsen-Händler", der auch Objektive selbst repariert. Da habe ich schon Vertrauen, dass seine Aussage stimmt, dass er den Fungus beseitigt hat.
Und dennoch denke ich mir, dass Vorsicht nie schadet. Dieses Elmarit wird nie neben anderen Objektiven gelagert oder direkt mit anderen transportiert.
Es stört nicht, vorsichtig zu sein.
Übrigens ist diese "Infektion" seit knapp einem Jahr kein bisschen schlimmer geworden. (Ich bietet Fungus aber auch kaum eine Chance, mit der Art, wie ich Objektive lagere.)
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Bleiben wir mal realistisch:
Wenn ein Fungus sich im Objektiv nicht abtöten lässt, so hilft auch die Reinigung einer einzelnen Linse überhaupt nicht weiter, denn - egal was für ein Pilz es denn sein würde - dann ist das nicht genug um zu verhindern, dass er sich wieder weiter ausbreitet, selbst auf der soeben gereinigten Linse.
Pilzbefall bedeutet ja letztlich, das dieser sich überall im Objektiv festsetzt, jedoch nur auf der Glasfläche zu sehen ist. Folgt man der Logik, so muss das gesamte Objektiv auseinander genommen werden, sämtliche Seitenteile und Fassungen gereinigt und mit einem Fungizid behandelt werden, denn überall, wo der noch sitzen kann, kommt man mit dem schnöden "ich putz mal eben die Rückseite der Frontlinse" ohnehin nicht aus, denn das lindert nur den sichtbaren Befall.
Um das wirklich "zielführend" zu machen, muss letztlich das gesamte Objektiv in seine Einzelteile zerlegt und komplett neu aufgebaut werden, will man wirklich die Gewissheit haben, dass der Fungus sich nicht weiter ausbreitet.
Ich lagere meine Objektive in der Glasvitrine, die meisten ohne Deckel.... egal ob Fungus oder nicht... ich habe bislang nicht ein Objektiv, das sich in 10 Jahren überhaupt auch nur im Ansatz irgendeinen Fungus ausbildete und das obwohl eben mit befallenen Objektive in direkter Nähe stehend.
Man kann es nur immer wiederholen... es sind die klimatischen Bedingungen, die darüber entscheiden, ob so ein Befall auftritt. Es reicht aus meiner Sicht komplett aus, Objektive in seinem eigenen Lebensumfeld aufzubewahren und sich nicht verrückt machen zu lassen.
In den Keller oder den nicht beheizten Dachboden gehören Objektive nun nicht... dorthin aber sind viele alte Objektive aber irgendwann seit Einführung der Digitaltechnik und des AF verbannt worden... schlicht weil sie Platz im Schrank wegnahmen, den die Dame des Hauses oftmals lieber für andere Dinge nutzen wollte.
Also bloß keine Panik auf der Titanic... aber jedem das Seine und sei es nur das "Schielen auf den Wiederverkaufspreis"...
Mir aber ist offen gestanden lieber, ein Objektiv hat so einen klar erkennbaren Fungus, als das mir jemand ein bereits geöffnetes Objektiv verkauft mit der Absicht einen höheren Verkaufspreis zu erzielen, womöglich noch verschweigend, das ein Fungusbefall vorgelegen hat, der sich dann, weil nur oberflächlich gereinigt damit sichtbare Spuren eliminiert sind, aber dieser sich doch später wieder zeigen kann, weil er von den Seitenwänden oder Fassungsteilen her sein Wachstum fortsetzt.
Da ich dann zudem nicht wissen kann, wie "fachgerecht" jemand das gemacht hat, halte ich hier größere Skepsis für deutlich angebrachter.
LG
Henry
Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..
Ja, sofern die Aussage des Vorbesitzers wirklich zutrifft, dass der Fungus abgetötet wurde!
Das sagen viele, weil sie darin eine bessere Chance sehen, ihr Objektiv loszuwerden.
Ein Objektiv zu öffnen birgt immer Risiken, dessen sind wir uns alle bewusst. Ich vertraue aber auch nur den Menschen, denen ich vertrauen kann.![]()
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