Bin ja gespannte, was Du an der A7 für Ergebnisse erzielen kannst.
Mein Exemplar ist an der kleinen Olympus ja ziemlich stark abgefallen.
mfg
Ulrich
Bin ja gespannte, was Du an der A7 für Ergebnisse erzielen kannst.
Mein Exemplar ist an der kleinen Olympus ja ziemlich stark abgefallen.
mfg
Ulrich
Hallo Ulrich,
darfst gespannt sein, habe heute ein paar vielversprechende Aufnahmen bei Offenblende gemacht. Komme mit dem Adapter nun klar, die Werte der Blendenscala am Adapter koennen nur annäherungsweise gelten, wenn ich das Glas bei ca. Blende 8 ansetze, funktioniert das Öffnen und Verstellen der Blende . Schärfe und Unschaerfe gut zu steurn und Belichtung ok., soweit sich das am Sucher beurteilen laesst. Bin ganz zufrieden, vielleicht kann ich am we ein paar Bilder hochladen. Das Handling ist ganz ok., liegt gut in der Hand, der Focusring läuft angenehm weich, der Schiebemechanismus des Zoom ist gut zu steuern. Aufgrund der riesigen Frontlinse ist Gegenlicht eher Gift, ich habe derzeit noch keine Sonnenblende dafür. Wenn jemand eine übrig hat, bitte melden. Fortsetzung folgt.
Gruss Juergen
Geändert von Nostalgiker (09.10.2014 um 06:18 Uhr) Grund: Ergänzung
So Leute,
hier mal ein paar Beispiele, wie sich das zoomar mit dem nex e-mount Adapter schlägt. Ich hab Glück gehabt, dieses Glas ist wohl eher keine Gurke. Allerdings habe ich einige Adapter getestet, bis keine Vignettierungen am Vollformat mehr auftraten. Einer war auf der nex-Seite unnötig eng, über den Umweg eos hat auch gehakt, erst der preiswerte Hongkong-Adapter konnte wie ich wollte.
Das Septon musste in der Probezeit wieder gehen, angesichts des Ultron aber zu verschmerzen. Dafür den Beifang Skopar X und Skoparex behalten. Meine Adaptions-Absicht mit dem dkl-mount war allerdings das hier thematisierte Zoomar.
Meist mit Offenblende 2,8:
Danke für die interessanten Bilder, die man sicher unterschiedlich interpretieren kann. Einige davon zeigen ein Bokeh, das mir für ein Zoomobjektiv sehr ansprechend erscheint und eine Mittenschärfe, die ich als akzeptabel wenngleich nicht wirklich gut bezeichnen würde. Das letzte Bild mit der Zeitung zeigt mir aber auch genau das, was ich gesehen habe, als ich mal ein Exemplar des Zoomar vor der Kamera hatte: Extremer Schärfeabfall zu den Rändern hin und - was mich persönlich noch mehr stört - massive Quer-CAs (Farbsäume), die selbst in der Skalierung auf 1024 Pixel nicht zu übersehen sind. Auch die Verzeichnung, im vorletzten Bild links zu sehen, ist schon recht starker Tobak.
Dass man trotz dieser Einschränkungen schöne Bilder mit dem Objektiv machen kann, steht außer Frage und das zeigst Du ja auch mit einigen Beispielen. Dennoch bleibe ich bei meiner Einschätzung: Technisch betrachtet ist das Zoomar heute nicht mehr konkurrenzfähig und schon manuelle Zooms aus den 80er Jahren zeigen erheblich bessere optische Leistungen.
Die Altglas-Abteilung ist ja voll von Leuten, denen es Spaß bereitet, alte Objektive überwiegend mit Festbrennweiten an aktuelle Kameras zu adaptieren. Noch dazu, wenn es eine Geschichte um diese Gläser gibt. Ein Anspruch mit aktuellen Objektiven mitzuhalten, wäre wahrlich vermessen.
Somit steht die Unterlegenheit solcher Oldtimer außerhalb der Betrachtung. Mein Porst (Tokina) Uni-Zoom 3,5/35-105 japanischer Herkunft der 80er allerdings ist diesem Zoomar in Farbe und Kontrast unterlegen, ohne daraus eine grundsätzliche Regel ableiten zu wollen.
Die Beispiele können jedoch zumindest eines widerlegen, dass die Zooms dieser Zeit gar nichts taugten, wie es anlässlich der wenig brauchbaren Fotos im ersten Beitrag befürchtet wurde. Auch können wir keine Aussage über Qualitätsschwankungen treffen, das Zoomar wurde ja neben der Voigtländer Bessamatic/Ultramatic/Icarex sogar an Filmkameras angepasst. Die Adaptionsmöglichkeit meines Objektivs, was ohne Blendenring für den Deckel-Compur-Zentralverschluss konzipiert war, an eine Vollformatkamera der Neuzeit zu schrauben, macht mir bei allen Unzulänglichkeiten jede Menge Freude.
So long
Da ich nun selbst zu so einem Zoomar gekommen bin, kann ich mir auch eher eine Meinung bilden.
Das Zoomar kann selbstredend nicht mit modernen Entwicklungen mithalten, aber es ist viel besser, als es hier in den hier gezeigten Bildern zu sein scheint![]()
Dieser Thread basiert bislang auf einer Menge Unkenntnis der Zusammenhänge rund um das Zoomar und unzweifelhaft auch den "fotografischen" Möglichkeiten des TO.
Dies beginnt bei Nahaufnahmen, die bei Zoomar eigene Zusatzlinsen erfordern, die hier überhaupt nicht erwähnt wurden. Es handelt sich um die Focare A und B in 95mm Durchmesser, die für Arbeitsabstände von 1.01 m bis hinunter zu 53 cm benutzt werden sollen (Focar A).
Das Focar B deckt den Bereich von 50cm bis 34,5cm ab und die Kombination von Focar A und Focar B reicht von 33cm bis hinunter zu 25,6 cm.
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Damit man das Zoomar etwas besser versteht, gestatte ich mir, mal den komplette Liefer-Umfang eines Voigtländer Zoomar 2.8/36-82mm im Bild zu zeigen und zu beschreiben.
All seine zum Arbeiten vorgesehenen Zubehöre wurden hier im Thread bisher leider mit keinem Wort erwähnt, gleichwohl aber wurden Vergleiche im extremen Nahbereich angestellt - gedruckte Zeitungsseiten - in dem das Zoomar und dann gegen ein anderes, moderneres Objektiv "antreten" mußte, ohne die Vorgaben des Herstellers für die Nutzung des Zubehörs einzuhalten, geschweige sie überhaupt zu kennen oder gelesen zu haben.
Ich werde gleich genauer erläutern, wie das mit dem 'Einsatz' des Zoomar von Voigtländer eigentlich mal gedacht war !!!
Ultramatic CS mit Zoomar, Focar A und Focar B, UV Filter und Gelbfilter vor dem Lederköcher, der die Kamera und Zubehörteile aufnehmen soll, zeig ich noch.
Dann folgt ganz noch die Klemmring - Reduzierung und die Gummistreulichtblende, die - wie die Filter und Nahlinsen - in diese Klemmring - Reduzierung eingeschraubt werden sollen.
Packen wir einmal ein komplettes Zoomar aus seinem Köcher aus und gucken was da zum Lieferumfang gehörte und gepackt wird:
Zunächst gehört - wichtig - zum Zoomar die Bedienungsanleitung und der Schärfentieferechner. Der lederne Köcher ist quasi gedacht als "Case" für die Kamera und das komplette Zoomar Zubehör.
Die Stauräume:
In diesen Stauräumen können - neben der Kamera nebst Objektiv - die Nahlinsen, Filter und die Streulichtblende transportiert werden.
Desweiteren befindet sich auf der Rückseite des Leder-Case ein weiteres, abnehmbares (3 Druckknöpfe) Leder-Etui, in dem die Streulichtblende und der Reduzierring untergebracht sind.
Hier ein bißchen was aus der Bedienungsanleitung... zunächst zur Packordnung!
Hier nun ein Auszug aus der Bedienungsanleitung zum Zoomar für die Nahlinsen Focar A und Focar B, damit klar wird, das es eben nicht reicht, das Zoomar in einem nicht dafür vorgesehenen Nahbereich zu betreiben und mit der
Kernaussage zu hantieren, es würde im Nahbereich mit moderneren Objektiven nicht mithalten...
Es muss schon gewährleistet sein, ein Objektiv nicht abseits der Vorgaben seiner Schöpfer zu betreiben, denn die haben sich etwas dabei gedacht, was die nachfolgende Seite aus der Bedienungsanleitung verdeutlichen mag.
Die Befestigung der Focar A und B Nahlinsen geschieht über die Klemmfassung. In diese Klemmfassung werden die Filter und Nahlinsen eingeschraubt.
Zur Verdeutlichung hab ich das mal mit einem Gelbfilter gemacht, weil sich das besser abhebt und zeigen läßt...
Klemmfassung heißt dieser Ring, weil er am Zoomar mittels einer Rändelschraube an der Objektiv - Fassung festgeklemmt wird...
Alternativ oder ergänzend kann die Streulichtblende an diesen Klemmring/Filter/Nahlinseaufbau geschraubt werden.
Und ein Schema aus der Bedienungsanleitung, das dies verdeutlicht...
Hier nun ein paar Bildbeispiele des Zoomars im Nahbereich mit den entsprechend dafür vorgesehenen Focar Nahlinsen, die letztlich auch die Fehler mit ausgleichen sollen... weglassen wie bei unseren heutzutage gewohnten Objektiven ist bei den DKL Linsen keine Lösung.
Nimmt man - wie vorgesehen - die Focar Nahlinsen zu Hilfe, ergeben sich offen und leicht abgeblendet schon gut brauchbare Bilder...
Zoomar 2.8/36-82mm an der Sony A7 mit indirektem Deckenblitz beleuchtet, f 3.5
Und ein Crop aus dem Bild auf den fokussierten Zentralbereich...
Zusammen mit der Focar Nahlinse neigt es in einigen Bereichen und unter ungünstigen Umständen zu kissenförmiger Verzeichnung im Nahbereich...
was nachfolgendes Bild mit den nach innen gewölbten vertikalen Linien verdeutlicht.
Ein weiteres, in Zeiten der digitalen Bildbearbeitung aber "verschmerzbares" Problem besteht in den unverkennbaren CAs an weißen Kontrast-Grenzflächen, die das Objektiv zu den Rändern des KB Sensors erzeugt.
Bevorzugt ist hier der blaue Farbkanal, der sich aber auch ganz hervorragend im PS in der Sättigung zurücknehmen läßt.
und ein korrigierte Crop...
Bislang ergibt sich eigentlich eine eindeutig besser Bewertung als das, was hier bislang geschrieben steht und ich werde es die Tage noch genauer überprüfen.
Bitte achtet darauf, bevor ein Objektiv "zerrissen" wird, das es letzlich nachher nicht der Fotograf und die Herangehensweise an so altes und traditionsträchtiges Gerät sowie seine fehlerhafte Bedienung wird,
die zu einem solchen falschen Fazit führt.
Bei dem im ersten Beispiel des Eingangsposting gezeigte Zoomar und der Bilder scheint es mir eher am Fotografen und der "Aufgeregtheit" in Sachen "Neuerwerbung" - gepaart mit einer schlecht für das manuelle Fokussieren geeigneten Kamera gelegen zu haben, dass so ein Fazit dabei heraus kommt.
Das Zoomar erscheint mir deutlich besser zu sein, als das was bisher gezeigt wurde.
LG
Henry
Geändert von hinnerker (07.12.2014 um 22:37 Uhr)
Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..
Anthracite, BiNo, CsF, dgsjsj, dorfaue, gewa13, joeweng, mathematikos, mhiller, Namenloser, ntech, ropmann, Tedat, umrued, wolfhansen
Das ist natürlich ein wirklich erlesenes Exemplar, das Henry da an Land gezogen hat.
Inzwischen habe ich das Zoomar immer wieder einmal benutzt und in der Tat, die Bilder werden mit zunehmender Erfahrung besser. Allerdings nicht wirklich "knackscharf" und ich vermute, dass das Glas irgendwann etwas abbekommen hat, denn nach wie vor liegt der Focusring nicht mal in der Nähe der eingestellten Entfernung. Den gleichen Fehler konnte ich unlängst bei einem Pentacon 4/200 beheben, vielleicht gelingt mir das auch bei dem Zoomar. Ich bleibe jedenfalls dran an dem Thema, denn "hergeben" ist bei dieser Scherbe keine Option.
"Dies beginnt bei Nahaufnahmen, die bei Zoomar eigene Zusatzlinsen erfordern, die hier überhaupt nicht erwähnt wurden. Es handelt sich um die Focare A und B in 95mm Durchmesser, die für Arbeitsabstände von 1.01 m bis hinunter zu 53 cm benutzt werden sollen (Focar A).
"Das Focar B deckt den Bereich von 50cm bis 34,5cm ab und die Kombination von Focar A und Focar B reicht von 33cm bis hinunter zu 25,6 cm.
All seine zum Arbeiten vorgesehenen Zubehöre wurden hier im Thread bisher leider mit keinem Wort erwähnt, gleichwohl aber wurden Vergleiche im extremen Nahbereich angestellt - gedruckte Zeitungsseiten - in dem das Zoomar und dann gegen ein anderes, moderneres Objektiv "antreten" mußte, ohne die Vorgaben des Herstellers für die Nutzung des Zubehörs einzuhalten,
--geschweige sie überhaupt zu kennen oder gelesen zu haben--?????????????????????????????????????????????????? ?????????." wer weiß schon wer was kennt oder gelesen hat?
Hallo,
bei meinem unwissenschaftlichen Vergleich war der Entfernungsabstand 1,5m, also ein Bereich in dem das Zoomar ohne Focare spezifiziert ist. Vielleicht ist durch den Olympus-Crop-Faktor der Eindruck aufgekommen, dass der Abstand viel kleiner gewesen wäre. Das Ergebnis ist so wie es ist - zumindest mit meinen beiden Objektiven. Wer Zeitungsseiten abfotografieren will und dabei den Text möglichst genau lesen will, ist mit dem Nikon besser bedient. Wer Freude an einem Meilenstein der Technik haben will, hat sicher mit dem Zoomar großen Spaß. Bilder machen, abseits von Zeitungsseiten, kann man grundsätzlich mit beiden - bei mir leider nicht mit der Ultramatic, sondern nur mit diversen Bessamatics.
Gut Licht!
Ulrich