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Thema: Ersetzt 3D Software die Fotografie?

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    DCC Admin Avatar von klein_Adlerauge
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    Ich glaube, so richtig den Stein ins Rollen gebracht haben die 3D-Scanner, die in letzter Zeit erschwinglich und gut geworden sind. Was früher noch mühevoll am Computer als "Drahtmodell" erstellt werden musste, macht heute der 3D-Scanner in Minuten von Objekten in nahezu jeder Größenordnung.
    LG,
    Heino

  2. #2
    Förderndes DCC Mitglied Avatar von mol
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    Der Titel ist ein bisschen irreführend :-)
    Software (egal ob 2 oder 3D) wird Fotografie noch lange nicht generell ersetzen.
    Ersetzt Software die Fotografie im Bereich gewerblicher Produktfotografie und Werbung?
    Klares Ja, erwarte ich schon seit Jahren.
    Durch einen Sucher betrachtet wird alles zu einem Motiv
    meine Galerie; mein Equipment, who cares

  3. #3
    Spitzenkommentierer Avatar von GoldMark
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    Das Problem des Computers ist, er macht es "zu perfekt". Das ist bei den Bildern so und auch bei der Musik.

    Bei der Musik variiert der Musiker immer ganz leicht den Takt und die Notenlänge, das macht das gewisse etwas aus. Der Computer spielt stur mikrosekundengenau sein Stück runter, das macht die Musik steril. Kein Fotograf bekommt das "perfekte" Bild hin. Entweder stimmt etwas mit dem Licht nicht, das Motiv ist nicht richtig getroffen, Hintergrund passt nicht, die Linsen sind nicht optimal, etc., aber diese "Unperfektion" macht erst den Reiz eines Bildes aus.
    Liebe Grüße

    Bernhard
    https://deramateurphotograph.de/

  4. #4
    Förderndes Mitglied Avatar von Helge
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    Die Produkt- und Werbefotografie kann von mir aus gerne durch 3D-Software ersetzt werden. Ob ich unter Mitwirkung eines Fotografen oder eines CAD-Spezialisten belogen werde, ist mir ziemlich egal.

    In diesem Bereich zählt auch das Argument von GoldMark nicht ("zu perfekt"), denn ob erst ein Foto gemacht und dieses dann so lange geglättet und bearbeitet wird, bis es "perfekt" aussieht, oder ob man es gleich rendert, das macht nun wirklich nichts mehr aus. Selbst die Portraitfotografie geht ja stramm in diese Richtung: Schaut euch mal im Kiosk die Titelfotos von Fernsehzeitschriften an - ein besonders kurioses Genre. Diese "Fotos" könnte ich sicher nicht von einem komplett am Computer erstellten Bild unterscheiden.

    By the Way, off-topic: Ein Schlagzeuger (!) hat mir schon vor Jahren glaubhaft versichert, dass selbst er mit seinem geschulten Ohr bei vielen Aufnahmen nicht heraushören kann, ob ein Mensch oder ein gut programmierter Percussion-Computer am Werk ist. Nur bei schlechten Drummern und schlecht programmierten Computern könne er das mit Sicherheit sagen.

  5. 6 Benutzer sagen "Danke", Helge :


  6. #5
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    Zitat Zitat von Helge Beitrag anzeigen
    In diesem Bereich zählt auch das Argument von GoldMark nicht ("zu perfekt"), denn ob erst ein Foto gemacht und dieses dann so lange geglättet und bearbeitet wird, bis es "perfekt" aussieht, oder ob man es gleich rendert, das macht nun wirklich nichts mehr aus. Selbst die Portraitfotografie geht ja stramm in diese Richtung: Schaut euch mal im Kiosk die Titelfotos von Fernsehzeitschriften an - ein besonders kurioses Genre. Diese "Fotos" könnte ich sicher nicht von einem komplett am Computer erstellten Bild unterscheiden.
    Das wurde übrigens schon so gemacht, als noch nichts über Computer lief. War etwas aufwändiger, aber die Reprofotografen verdienten damals sehr gutes Geld mit der Bearbeitung der Bilder, die dann in den Magazinen usw. erschienen.

    Ich unterhielt mich zuletzt mit einem Werbefilmer. Der erzählte, dass das Ganze rückläufig sei, die Leute wieder mehr "Film" und weniger CGI wollen. Zudem hätten sich schon erste Kinobesucher über die neuen 4K-Filme beschwert, die das Filmfeeling vermissen ließen. Wäre wie eine Fußballliveübertragung, wie TV und das scheint nicht bei allen gut anzukommen. So kommt es ja auch, dass die gerne alte Objektive einsetzen. In der Fotografie ist es ja vielleicht ähnlich.

  7. #6
    Spitzenkommentierer Avatar von spirolino
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    Meine Antwort auf die Ausgangsfrage: klar nein!

    Ich würde sagen, für einige Sparten der Berufsfotografie wird die Luft mit den neuen Möglichkeiten nochmals etwas dünner. Neue Berufsfelder, entsprechend auch mit enthusaiastischen jungen Leute besetzt, profitieren.

    Auf meine Fotografie haben die aufgezeigten digitalen Möglichkeiten keinen Einfluss. Ich sehe ich hier auch keine echte technologische Revolution. Stattdessen neue Möglichkeiten in Teilbereichen der flächigen Motivwidergabe über die virtuelle Generierung von abzubildenden Objekten in 3D. Es geht dabei vor allem auch um die Visualisierung von nicht oder noch nicht existentem. Das kann die Fotografie im klassischen Sinne ja nun gar nicht leisten. Wenn nicht mehr an Neuem kommt, hat die heutige Fotografie Fortbestand.

    lg ro

  8. #7
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    Zitat Zitat von spirolino Beitrag anzeigen
    Es geht dabei vor allem auch um die Visualisierung von nicht oder noch nicht existentem.
    Auch. Vor allem aber um die Einsparung der Kosten beim Aufbau eines Sets für Produktaufnahmen.

    Wenn du z.B. mal versuchst, ein Produkt mit vielen spiegelnden Oberflächen wirklich astrein auszuleuchten und es dann auch noch schaffst, keine unerwünschten Spiegelungen und zu helle Bereiche im Objekt zu haben, dann weißt du, wovon ich schreibe.

    Das mag bei einem Laptop oder einem Schmuckstück noch ganz gemütlich sein (wobei das auch Stunden dauern kann), aber spätestens bei einem Auto wird es richtig fies.

    Oder einem Möbelkatalog, wo alles "aus einem Guss" kommen soll, sprich einem bestimmten Design-Konzept folgen soll: Licht-Stil, Farben, Farbtemperatur, Perspektive, Accessoires usw … alles muss passen.
    Alle Sets müssen erst einmal aufgebaut werden, in einem einzigen Fotostudio wäre so eine große Produktion gar nicht machbar. Da fangen dann die nächsten Probleme an: Koordination, Kontrolle ... weitere Kosten.

    Durch die Produktion rein virtuell generierter Bilder lässen sich viele Produktionsprobleme von vorneherein ausschließen.

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