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Thema: Blendenfrage

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Ist noch neu hier Avatar von Argail
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    Standard wie verhält sich das bei Änderungen der Brennweite am gleichen Objektiv?

    sorry Leute dass ich das Thema wieder aufnehme. Ich beschäftige mich zur Zeit mit dem Thema Beugungsunschärfe und bin auf diesen Beitrag gestoßen. Unten wird beschrieben, dass die meisten Objektive zwei Blendenstufen abgeblendet am schärfsten sind, deshalb frage ich mich was passiert bei einem Zoom mit schlechter werdendem Lichtdurchlass bei 200 mm mit max. Blende 5,6 darauf nochmal zwei mal abblenden oder bezieht sich das generell auf die Anfangsöffnung wenn das Objektiv nicht ausgezoomt ist also die 3,5?
    vielleicht ist das ja auch eine blöde Frage, will mir aber nicht ganz von selbst einleuchten.
    Danke Gruß Argi
    Meine Kameras können weit mehr, als ich zu bedienen vermag und doch sind sie immer freundlich und nie überheblich mir gegenüber gewesen...

  2. #2
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    Die Frage ist nicht blöd aber es gibt meines Erachtens keine sinnvolle Antwort darauf, und zwar aus dem einfachen Grund weil Du die Aussage "dass die meisten Objektive zwei Blendenstufen abgeblendet am schärfsten sind" viel zu ernst nimmst. Das ist nur eine ganz grobe Faustformel, die in sehr vielen Fällen zu völlig faschen Schlüssen führt. Es gibt gerade im Bereich hochwertiger, lichtstarker Teleobjektive durchaus Objektive, die bei Offenblende die beste Schärfeleistung bieten und höchstens noch etwas kontrastreicher werden beim Abblenden. Und es gibt viele Weitwinkelobjektive mit Anfangsblende 2.8 die bei f/11 am schärfsten sind.

    Der Klassiker waren halt früher Normalobjektive mit Anfangsblende 2.8, die bei f/5.6 sehr gute Ergebnisse bringen und ab f/11 über Beugungseffekte wieder schlechter werden - da kommt das dann in etwa hin mit den zwei Blendenstufen. Aber das ist keinesfalls eine optische Gesetzmäßigkeit. Letztendlich hilft nur das Ausprobieren des jeweiligen Objektivs an der jeweiligen Kamera.

  3. #3
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    Das heißt es muss nicht zwingend zu einer Verschiebung kommen? Es geht mir ja nicht um exakt die zwei Blenden. Dann formuliere ich mal um: verschiebt sich die Zahl der schärfsten Blende bei Änderung der Brennweite bei ein und demselben Zoom-Objektiv, falls es keine durchgehend gleiche Lichtstärke über den Zoombereich hat? Ausnahme das Objektiv hätte die schärfste Blende bei größter Öffnung, da man ja in diesem Fall den Vergleichswert nicht mehr erreicht beim zoomen? D.h. nehmen wir mal eines dieser Weitwinkel, die Du nennst mit F/11 schärfste Blende bei z.bsp. 20mm musste man bei dem vielleicht auf F/16 gehen wenn man es auf z.bsp. 30 mm zieht oder bliebe diese trotzdem fix bei f/11 ?
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  4. #4
    Förderndes Mitglied Avatar von Helge
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    Die korrekte Antwort steht im letzten Satz meines vorigen Beitrags.
    Alles weitere ist:



    Aber wenn Du Wert auf optische Diskussionen im Konjunktiv legst...

    Das einzige was ich bisher weiß: Es geht um ein x,x-5,6/yy-200mm-Zoom, vermutlich mindestens 25 Jahre alt, da die Frage im Forum "manuelle Objektive" gestellt wurde. Und Du willst jetzt wissen, um wieviele Stufen abgeblendet es am schärfsten ist. Da müsste ich außer meiner Glaskugel wahrscheinlich noch ein paar Milchmädchen als Rechenhilfen engagieren. Dann käme ich vermutlich zu der rein spekulativen Äußerung, basierend auf verschiedenen nicht exakten und nicht vergleichbaren Erfahrungswerten, dass solche typischen Mittelklassezooms am kurzen Ende erst um 3-4 Blendenstufen abgeblendet in den Ecken halbwegs scharf werden und am langen Ende um eine Blendenstufe abgeblendet die brauchbarsten Ergebnisse liefern.

    Und nun?

  5. 2 Benutzer sagen "Danke", Helge :


  6. #5
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    Nachdem Dir alle Facetten der Theorie klar sein müßten, Du jetzt das Zusammenspiel der Blendenzahlen mit dem Licht erkannt hast, kommen wir zum praktischen Teil.

    Suche Dir eine schöne Ziegelsteinmauer oder befestige eine Tageszeitung möglichst plan an eine Wand. Dann Kamera auf's Stativ und die Zeitung formatfüllend fokussieren und mit Fernauslöser (oder Selbstauslöser) eine Blendenreihe erstellen.

    Bei der Auswertung der Aufnahmen, besonders in den Ecken, wirst Du feststellen, daß die Theorie stimmt.
    Der praktische Teil hat auch noch den Vorteil, Du lernst die Stärken und Schwächen Deines Objektiv's kennen.

    Gruß Burkhard

  7. #6
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    Mir ging es darum ob es eine generelle Gesetzmäßigkeit gibt. Ich habe kein 25 Jahre altes Zoom. Gelten diese Dinge für neuere AF-Linsen nicht? Du beißt Dich meist an meinen Beispielen fest. Ich versuche nur mit den Beispielen die Frage, die sich mir aufwirft zu erläutern. Muss ich, einmal herausgefunden, welche schärfste Blende irgendeines meiner Zooms bei seiner kleinsten Brennweite hat auch einige seiner anderen möglichen Brennweiten austesten oder ändert sich nix? Kann ja auch sein, dass es immer gleichbleibend ist. Habe nicht so viele verschiedene Linsen zum testen. Also scheint es ohnehin unerheblich wenn sich damit noch keiner beschäftigt hat. Das reicht mir auch als Antwort.

    @Fotocomte thx ich versuche das mal mit den 4 Zooms, die ich habe.

    Danke euch

    Zitat Zitat von Helge Beitrag anzeigen
    Die korrekte Antwort steht im letzten Satz meines vorigen Beitrags.
    Alles weitere ist:



    Aber wenn Du Wert auf optische Diskussionen im Konjunktiv legst...

    Das einzige was ich bisher weiß: Es geht um ein x,x-5,6/yy-200mm-Zoom, vermutlich mindestens 25 Jahre alt, da die Frage im Forum "manuelle Objektive" gestellt wurde. Und Du willst jetzt wissen, um wieviele Stufen abgeblendet es am schärfsten ist. Da müsste ich außer meiner Glaskugel wahrscheinlich noch ein paar Milchmädchen als Rechenhilfen engagieren. Dann käme ich vermutlich zu der rein spekulativen Äußerung, basierend auf verschiedenen nicht exakten und nicht vergleichbaren Erfahrungswerten, dass solche typischen Mittelklassezooms am kurzen Ende erst um 3-4 Blendenstufen abgeblendet in den Ecken halbwegs scharf werden und am langen Ende um eine Blendenstufe abgeblendet die brauchbarsten Ergebnisse liefern.

    Und nun?
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  8. #7
    Teilzeit-Mod. ;) Avatar von LucisPictor
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    Natürlich ändert sich was. Jedes Objektiv hat eine ganz eigene Rechnung und wird sich so auch unterschiedlich zu anderen verhalten.
    Es wurde ja schon mehrfach erwähnt, dass es Objektive gibt, die bereits bei Offenblende Bestwerte erreichen. Leica Objektive gehören dazu, vor allem die neuen Modelle. Peter Karbe hat mal während eines Vortrags erwähnt, dass beim neuesten Noctilux das Abblenden nur nötig ist, um die Schärfentiefe zu erweitern.

    Andere Objektive sollte man etwas abblenden, um das Optimum herauszukitzeln. Wenn man zu sehr abblendet wird die Blendenöffnung zu klein und es kommt zu Beugungserscheinungen, diese wiederum hängen aber auch ab vom Aufnahmemedium: je dichter z.B. auf einem Sensor die "Pixel" sitzen, desto eher kommt es zu Beugungsverlusten.
    Das bedeutet also, dass es nicht nur von Objektiv zu Objektiv verschieden ist, sondern zusätzlich auch noch davon abhängt, an welcher Kamera man ein Objektiv benutzt.

    Wenn dir hier also niemand eine generell gütige Antwort gibt, dann liegt das nicht daran, dass das keiner möchte, sondern dass das gar nicht möglich ist.

    Ach ja, und noch ein Tipp:
    Zitat Zitat von Argail Beitrag anzeigen
    Mir ging es darum ob es eine generelle Gesetzmäßigkeit gibt. Ich habe kein 25 Jahre altes Zoom. Gelten diese Dinge für neuere AF-Linsen nicht?

    Das gilt natürlich auch für neue AF-Linsen, allerdings ist dieser Thread im Bereich "Manuelle Objektiv + und Alte Kameras" . Da vermutet man natürlich, dass du dich auf ein älteres Objektiv beziehst.
    Geändert von LucisPictor (15.06.2014 um 14:21 Uhr) Grund: Korrekturen
    Carsten, berufsbedingt immer mal wieder auf Forum-Pause. In grün schreibe ich als Mod.
    ​Leica, Sony, Nikon, Fuji, Olympus, Pentax, Panasonic, Canon, Sigma und viel zu viele Linsen sowie andere digitale und analoge Kameras.
    >> Einführung | Meine "Uralt" (Stand 2015) Linsenliste | Noch eine Linsenliste | RetroCamera.de (Blog) | Altglasphase : 10
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  9. #8
    DCC Admin Avatar von klein_Adlerauge
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    Hallo Argail,

    wie auch die anderen schon gesagt haben: Es lässt sich - gerade bei Zoomobjektiven - keine allgemein gültige Aussage treffen. Zooms haben immer einen oder mehrere Zoombereiche, in denen sie besser sind als in anderen Bereichen. Manche sind z.B. am langen Ende besser, andere sind am langen UND am kurzen Ende gut und in der Mitte schlechter, bei wieder anderen genau anders herum. Also hilft es nichts und Du musst das austesten. Alternativ kannst Du Glück haben und irgendwo im Netz gibt´s schon ein Testbericht dazu, welcher neben der Offenblendenleistung auch den "Sweet-Spot" der Linse in jeweils unterschiedlichen Zoombereichen dokumentiert.

    Ich würde Dir allerdings auch empfehlen, die Blende nicht primär zur Jagd nach dem schärfsten Bild einzusetzen, sondern eher gestalterisch hinsichtlich des Schärfe-Unschärfe Bereichs. OK, vielleicht nicht bei Landschaftsaufnahmen gegen unendlich, aber bei allen Objekten, zu denen Du einen kleineren Abstand hast. Da kommst Du fotografisch einen Schritt weiter. Und wirst anschließend Dein Zoom durch viele schöne Festbrennweiten aus dem Altglaskontainer ersetzen / ergänzen

    LG,
    Heino

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