Die Bilderflut ist für mich persönlich Fluch und Segen zugleich.
Es gibt eigentlich so gut wie nichts auf dieser Welt was nicht schon mal abgelichtet wurde.
Dank Dauerfeuer, Automatikprogramm, Smartphone, Tablet und sehr erschwingliche Kompaktkameras erschlägt uns eine Flut von Bildern. Leider meistens keine schönen Bilder da fast nur noch ohne Sinn und Verstand draufgehalten wird. Dabei kommt halt selten was gutes raus.
Aber es gibt auch Vorteile. Da jeder mittlerweile fast immer einen Fotoapperat in Form eines Smartphones bei sich trägt, können Unfälle sehr gut dokumentiert werden. Hat mir selbst auch schon aus der Patsche geholfen (aber das ist ein anderes Thema das hier so nicht hingehört).
Das Samrtphone hat schon Revolutionen (siehe naher Osten) hervorgebracht und die Welt mit Bildern versorgt die man sonst durch staatliche Zensur nie gesehen hätte.

Das wirklich schlimme an der gigantischen Bilderflut ist, dass die guten Bilder schnell im Sumpf der schlechten bis mittelmäßigen Bilder untergehen. Bestes Beispiel dafür sind Plattformen wie flickr. Ich habe dort schon wundervolle Aufnahmen gefunden die nie einen Kommentar bekommen haben oder als Favorit gespeichert wurden. Das finde ich sehr schade.

Hier mal ein kleiner Schwank aus meinem Fotoleben:

wir sind mal mit einer ganzen Gruppe (ca. 20 Leute) den ganzen Tag durch ein altes Zechengelände gezogen und haben fotografiert. Am Ende der Tour saßen wir noch gemütlich in einer Kneipe zusammen. Natürlich haben wir uns gegenseitig unsere Ausbeute gezeigt.
Die meisten wunderte es dass ich nur knappe 40-50 Bilder auf meiner Speicherkarte gebannt hatte. Die anderen hatten bis zu 800 Bilder geschossen. Hinterher stellte sich heraus das meistens auf "Dauerfeuer" geschossen wurde. Nach dem Motto: eines der Bilder wird schon gut sein.
Zu meiner Überraschung und gleichzeitig Bestätigung meiner Art zu Fotografieren hatte ich die meisten vorzeigbaren Bilder von allen, obwohl ich die wenigsten Bilder geschossen habe.
Das mag daran liegen das ich schon sehr früh angefangen habe zu Fotografieren. Filme und Entwicklung waren damals nicht grade billig. Daher hat man mit Bedacht fotografiert. Trotz der digitalen Revolution habe ich mir diese Angewohnheit behalten. Ich mache wenig Bilder, desswegen nehme ich mir mehr Zeit fürs Motiv
und arbeite konzentriert. Ich kann halt nicht anders.

Ed.