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Thema: Bilderflut

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Spitzenkommentierer Avatar von EdwinDrix
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    Die Bilderflut ist für mich persönlich Fluch und Segen zugleich.
    Es gibt eigentlich so gut wie nichts auf dieser Welt was nicht schon mal abgelichtet wurde.
    Dank Dauerfeuer, Automatikprogramm, Smartphone, Tablet und sehr erschwingliche Kompaktkameras erschlägt uns eine Flut von Bildern. Leider meistens keine schönen Bilder da fast nur noch ohne Sinn und Verstand draufgehalten wird. Dabei kommt halt selten was gutes raus.
    Aber es gibt auch Vorteile. Da jeder mittlerweile fast immer einen Fotoapperat in Form eines Smartphones bei sich trägt, können Unfälle sehr gut dokumentiert werden. Hat mir selbst auch schon aus der Patsche geholfen (aber das ist ein anderes Thema das hier so nicht hingehört).
    Das Samrtphone hat schon Revolutionen (siehe naher Osten) hervorgebracht und die Welt mit Bildern versorgt die man sonst durch staatliche Zensur nie gesehen hätte.

    Das wirklich schlimme an der gigantischen Bilderflut ist, dass die guten Bilder schnell im Sumpf der schlechten bis mittelmäßigen Bilder untergehen. Bestes Beispiel dafür sind Plattformen wie flickr. Ich habe dort schon wundervolle Aufnahmen gefunden die nie einen Kommentar bekommen haben oder als Favorit gespeichert wurden. Das finde ich sehr schade.

    Hier mal ein kleiner Schwank aus meinem Fotoleben:

    wir sind mal mit einer ganzen Gruppe (ca. 20 Leute) den ganzen Tag durch ein altes Zechengelände gezogen und haben fotografiert. Am Ende der Tour saßen wir noch gemütlich in einer Kneipe zusammen. Natürlich haben wir uns gegenseitig unsere Ausbeute gezeigt.
    Die meisten wunderte es dass ich nur knappe 40-50 Bilder auf meiner Speicherkarte gebannt hatte. Die anderen hatten bis zu 800 Bilder geschossen. Hinterher stellte sich heraus das meistens auf "Dauerfeuer" geschossen wurde. Nach dem Motto: eines der Bilder wird schon gut sein.
    Zu meiner Überraschung und gleichzeitig Bestätigung meiner Art zu Fotografieren hatte ich die meisten vorzeigbaren Bilder von allen, obwohl ich die wenigsten Bilder geschossen habe.
    Das mag daran liegen das ich schon sehr früh angefangen habe zu Fotografieren. Filme und Entwicklung waren damals nicht grade billig. Daher hat man mit Bedacht fotografiert. Trotz der digitalen Revolution habe ich mir diese Angewohnheit behalten. Ich mache wenig Bilder, desswegen nehme ich mir mehr Zeit fürs Motiv
    und arbeite konzentriert. Ich kann halt nicht anders.

    Ed.

  2. #2
    Hardcore-Poster Avatar von DD_Ihagee
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    In einem Digitalforum das Thema Digital vs. Analog? Das finde ich ja mal höchst interessant. Sonst wird dieses Thema ja eher in den Analogforen immer wieder mal auf den Tisch gehoben.
    Selber kann ich zu diesem Thema leider nicht so furchtbar viel beitragen; ich bin erst seit nicht allzulanger Zeit bei 'ner Digitalen, da sind die Gewohnheiten noch wie früher.

    VG
    Holger

  3. #3
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    Also Ihre Arbeit werde ich dann nachreichen,wenn ichs nicht vergessse, da Sie momentan noch nicht fertig ist.

    Zitat Zitat von Dario Beitrag anzeigen
    Den Aufruf analog zu fotografieren im digitalen Zeitalter kann ich nicht verstehen. Die technischen Möglichkeiten sind doch ein riesen Fortschritt und die Einsatzmöglichkeiten fast unbegrenzt. Warum soll ich mich also mit der alten Technik herumschlagen? Und der Spruch: "12 Bilder pro Jahr sind eine gute Ausbeute!" gehört definitiv in die Vergangenheit.
    Klar sind die technischen Möglichkeiten ein riesen Fortschritt und für mich persönlich auch unverzichtbar, gerade weil ich Actionsport fotografiere/filme.
    Aber trotzdem hat sich die durchschnittliche Qualität meiner Bilder durch den Versuch deutlich verbessert und ich muss jetzt nicht mehr aus 30 Bildern das Beste raussuchen (leider hatte ich dieses Problem wirklich, aber das ist jetzt zum Glück vorbei).

    Gerade weil ich noch so jung und unerfahren bin, hilft mir das analoge Fotografieren oft weiter, weil ich mir einfach mehr Zeit lasse und drüber nachdenke was ich hier gerade eigentlich tue.

    Vom Prinzip könnte ich persönlich jetzt auf die sofortige Bildkontrolle verzichten. Ich weiß durch das relativ lange überlegen vor dem Schuss wie mein Bild letztendlich aussieht.

    Und natürlich gibt es viele Situationen wo man digital einfach besser dran ist. Aber oftmals habe ich mittlerweile das Gefühl, dass ich analog einen völlig anderen Bildcharakter habe, den ich sonst nur durch Photoshop hinkriegen würde und auch dann merkt man,dass das Bild nur versucht diesen "gewissen Charakter" zu haben.

    Jede Person hat hier natürlich ihre eigene Meinung, für mich ist die Bilderflut Fluch und Segen zugleich.
    Bezogen auf die Fotografie als Kunst aber überwiegend Fluch.

    Zitat aus ihrer Arbeit:

    "Der Blick ist auf spezifische Details und nicht auf die gesamte Umgebung ausgelegt. Es ist eine negative Entwicklung, dass man nun durch die digitalen Kameras, alles festhält, was man in der Umgebung sieht. Künstler dürfen sich diese Art zu Fotografieren nicht aneignen. Sie wollen Werke schaffen, die ihre Gedanken, Wünsche und Vorstellungen ausdrücken. Die Arbeiten sollen die Menschen zum Denken anregen, sie erstaunen, sie erfreuen oder vielleicht auch schockieren und verunsichern. Die Qualität der einzelnen Werke nimmt ab, wenn man seine Umgebung durch Fotos einfach kopiert und nicht die Besonderheiten hervorhebt."
    .....
    "Täglich schauen sich die meisten Menschen eine Vielzahl an Fotos an. Die meisten Bilder werden jedoch nicht genauer betrachtet. Selbst wenn sie interessant sind und eigentlich Anlass zum genaueren Hinsehen geben, werden die Bilder nur überflogen."


    Ich finde hier kann man gut erkennen, dass der Großteil der Fotos einfach keine Bedeutung mit sich trägt. Aber auch anzumerken ist, dass ein Bild nur weil es analog gemacht wurde eine Bedeutung mit sich trägt. Für mich persönlich habe ich durch analoge Fotografie gelernt meinen Bildern eine Bedeutung mitzugeben.

    Lg Arne

  4. #4
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    Zitat Zitat von Dario Beitrag anzeigen
    Und der Spruch: "12 Bilder pro Jahr sind eine gute Ausbeute!" gehört definitiv in die Vergangenheit.
    gehört er nicht

    ich wäre stolz eines, in der Güte der Bilder des Zitierten, im Leben zu kreieren

    edit: Kommas (-ata) gesetzt, damit es lesbar wird
    Geändert von thomas56 (25.03.2014 um 18:50 Uhr)
    Thomas

    Glas ist magnetisch - mein Linsenschrank ist der Beweis

  5. #5
    Spitzenkommentierer Avatar von cyberpunky
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    Ja, Bilderflut gibt es bei mir auch.

    Meine digitale Ausbeute liegt im Schnitt bei 10-20% , weil es quasi nichts kostet mehr auszuprobieren und genau deshalb probiere ich auch mehr aus und deswegen entsteht eine Flut !
    ABER, ich habe in den letzten 5 Jahren DSLR Fotografie mehr gelernt als in den 30 Jahren SLR-Fotografie davor, WEIL ich viel ausprobiere, was vorher mit hohen Kosten und Zeit verbunden war.
    Wäre es nicht schade wenn man nicht probieren, oder bei einem Event eine wichtige Scene verpassen würde ?

    Trotzdem sind meine Bilder immer noch nicht perfekt und ich bewundere Fotografen wie Helge,Henry und Willy etc. (hier mal stellvertretend auch für alle anderen genannt) die hier im Forum immer
    wieder tolle und perfekte Aufnahmen zeigen.

  6. #6
    Spitzenkommentierer Avatar von ralf3
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    Zitat Zitat von cyberpunky Beitrag anzeigen
    Ja, Bilderflut gibt es bei mir auch.

    Meine digitale Ausbeute liegt im Schnitt bei 10-20% , weil es quasi nichts kostet mehr auszuprobieren und genau deshalb probiere ich auch mehr aus und deswegen entsteht eine Flut !
    Darf ich mal etwas provokant sein ? Wenn deine Ausbeute bei 10-20% liegt, bist du entweder ein überdurchnittlich guter Fotograf oder zu anspruchslos. Ich tippe auf letzteres . Das ist nicht böse gemeint, aber ich glaube, dass nur wenige Fotografen so viele gute Bilder produzieren. Ich selbst liege bei maximal 5%. Und wenn ich nur die Bilder als gut betrachte, die mir auch nach Jahren noch gefallen, liege ich bei unter 1%.

    Aber so gesehen hat die Bilderflut auch was gutes. Zu Analogzeiten hatte ich 5% von 250 Bildern nach einem Urlaub, heute habe ich 5% von 1500 Bildern.

  7. #7
    Spitzenkommentierer Avatar von cyberpunky
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    Nein, ein über Durchschnitt guter Fotograf bin ich bestimmt nicht.
    Du magst recht haben und ich bin zu anspruchslos, aber die Definition
    eines guten Fotos ist ja auch relativ. Jeder misst mit seinem eigenen
    Masstab .

    p.S.: Tippfehler bitte ich zu entschuldigen, bin unterwegs und hab gerade
    keine Tastatur.

  8. #8
    Spitzenkommentierer Avatar von ralf3
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    Das ist sicher richtig und ich will deinen eigenen Maßstab auch gar nicht kritisieren. Aber ich finde es einfach schade, wenn die wirklich guten Bilder etwas untergehen, nur weil man zu viele weniger gute Bilder zeigt. Außerdem trainiert es die eigenen Fähigkeiten, wenn man die eigenen Bilder sehr kritisch betrachtet.

  9. #9
    Spitzenkommentierer Avatar von cyberpunky
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    Ja, stimme ich dir zu.

  10. #10
    Moderator Avatar von Padiej
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    Bilderflut?

    World Wide Web, Globalisierung, unendliche Speicherresourcen, die neue Technik erlaubt es, wir Menschen nutzen es.
    Es ist uns ein Bedürfnis, das Bildermachen.

    Es gibt viele Formen der Bilder, viele Motive, viele Beweggründe, die zu Bildern führen.

    Die eine Bilderflut gibt es deshalb für mich nicht. Es gibt da mehrere Strömungen.

    Die Zeit einfrieren:
    Geschehnisse festhalten ist meiner Meinung nach die ursprüngliche Motivation der Fotografie.
    Dazu gehört auch das Portrait und die Gruppenfotos (ein Bild von Menschen im bestimmten Moment machen).
    Knipsen - das ist die Bilderflut, aus dem Drang, Einzigartiges oder Vergängliches festhalten zu wollen. Oft mit Handy oder Tablet, oft in Kombination mit Filmen.

    Reportagen (Krieg, Sport, Technik, Politik, Mode usw.) - diese Bilderflut wird meist von Berufsfotografen gemacht.

    anders sehe ich die

    Tierfotografie
    - die Jagd mit der Kamera - auch eine Strömung - da kommen natürlich sensationelle Bilder zustande, wenn man Qualität und Quantität vereint.

    Kunstfotografie - wie schon geschrieben wird nur wenigen die Ehre zuteil, in diesen Kreis aufgenommen zu werden, sieht jeder anders.

    Testfotografie - da zeigt man die Fähigkeiten der Objektive und Kameras - kann zur Bilderflut führen - kenne ich nur zu gut.

    Blumen und Pflanzen

    Architektur

    Stillleben
    ... drei Bereiche, die angenehm zu Fotografieren sind, und wo ich nicht so die Bilderflut wahrnehme.

    Dokumentation - bei mir ist das die Baustellenfotografie, als Beweissicherung, als Basis für die Abrechnung (nur für kleine Kreise gemacht)

    Fazit - es gibt mehrer Fluten für mich.

    Hier kommen einige Fluten zusammen - in der anlogen Zeit hätte man nicht aus der Kutsche fotografiert

    9330814610_7cbbb7c3ed_c.jpg
    Minolta 28mm f8 Lens Turbo-12 von padiej auf Flickr
    LG PETER (Freund manueller Objektive)
    Sony A7 & A7 IV, A77II, Nex5n, Panasonc FZ1000 & LX7,
    Fuji S2pro & S9600

    Objektive von 14mm - 500mm (auch mit Autofokus)
    https://www.flickr.com/photos/asahitak/

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