Meine Meinung: auch wenn der Artikel sich bemüht, nicht klischeehaft zu sein, so ersäuft er doch geradezu darin.
Fotographie Männer: Technik, Spezifikationen und Detailwissen über die Technik des Fotographierens und die verwendete Hardware.
Fotographie Frauen: Emotion ist wichtiger als Wissen, Kunst (Art Filter), Unkompliziertheit, Accessoires und Farbe der Hardware sind wichtiger als die Technik selber.
Daher finde ich es durchaus legitim, wenn ich meine Meinung dann klischeehaft ein wenig überspitze:
Dieser Tenor paßt doch wie die Faust aufs Auge zu den medial verbreiteten Legenden über Frauen in der westlichen Welt: Sie wären die besseren Menschen. Sie sind emotionaler, keine Technokraten, der Inhalt ist wichtig und die Stimmung zählt. Blah blah blah...
Weiter im Text, wenn auch etwas weniger überspitzt: Was vereint Erfinder und die weltbesten Fotographen? Richtig, zum einen das Geschlecht (männlich) zum anderen die Hingabe, die Detailverliebtheit, der Wunsch auf einem Gebiet alles zu wissen und zu erreichen. Ich behaupte frech: Ohne Männer keine Fotographie! Ohne diese erwähnte Hingabe wären Farben und Leinwand immer noch die wichtigsten Utensilien bei der Abbildung der Umwelt.
Daher brauche ich aus diesem Artikel auch nichts lernen, denn er betritt keine neuen Pfade, er zeigt keine neuen Ansätze auf. Er wiederkäut nur Bestehendes mit Hinblick auf ein leidlich neues Feld, die Fotographie. Damit reiht er sich nahtlos ein in die bestehenden Versuche der Industrie, neue Märkte zu erschließen.
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Und jetzt mal ganz ernst: Fotos sind immer etwas subjektives und ja, die Wirkung des Bildes ist wichtiger als die eigesetzte Technik. Aber wer die Technik nicht beherrscht oder sich nicht dafür interessiert, nicht über die Hintergründe Bescheid weiß und welche Hardware für einen bestimmten Bildeindruck nötig ist, der wird möglicherweise immer Schwierigkeiten haben, die gewünschte Wirkung zu erreichen.


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