Canon war lange Zeit zusammen mit Nikon und Leica im Profi-Bereich führend. Als dann diese Mount Umstellung kam, wurden quasi über Nacht die Profis vor den Kopf gestoßen... und viele Kollegen waren darüber so verärgert, dass sie zu Nikon wechselten, da hier der Mount unangetastet blieb.
Und so ist es ja eigentlich auch bis heue geblieben in Sachen FD Objektive.
Die Spitzenprodukte der damaligen Zeit wie das 1.2/55mm in allen Versionen, die langen Telebrennweiten... all das war ja schlagartig nur noch an den alten FTb, F1, A1 und T-Modellen nutzbar und der Fotograf von den neuen Entwicklungen rund um die EOS Modelle komplett abgeschnitten.
Lange Jahre - und das war ja bis zum Erscheinen der Spiegellosen das Vorteilhafte an den dadurch immer günstigeren Canon FD und nFD Objektiven - waren die ja für einen "Appel und ein Ei" auf dem Gebrauchtmarkt zu finden.
Erst die spiegellosen Kameras, die aufgrund des geringen Auflagemaßes alles und jedes adaptieren konnten, sorgten für diese Minolta und Canon "Kellerkinder" dann wieder für "Aufwind"...
Wenig Leute haben sich zur Zeit der Umstellung des Mounts bei Canon Gedanken über den Umbau gemacht und speziell bei den hochwertigen 55er, 85ern und einigen anderen war das sehr Auflagemaß noch der bestimmende Faktor. Aber Can on konnte nicht mehr anders, denn der alte nFD Mount war mechanisch einfach zu komplex geworden, da das ehemalige Aussenbajonett der FD Objektive dann mit dem "eindrehbaren" nFD Innenbajonett "ähnlichen" Anschluss nun die notwendigen elektrischen Kontakte nicht auch noch mit in dem mechanischen Anschluss realisiert werden konnte.
Zudem war ein weiterer Nachteil am alten Aussenbajonett das "schwierige" Ansetzen der Objektive unter schlechten Lichtverhältnissen. Keine Tastpunkte, beim FD Bajonett kam schon das Problem auf, das der Chromring gelegentlich nicht mehr in der Position saß, die zum Ansetzen an die Kamera erforderlich war und nur mit einer dritten Hand, die den Chromring wieder in die Ansetzposition brachte im Dunkeln herumgefingert werden musste.
Sie galten eben schlicht aufgrund vieler Schwächen - obwohl mechanisch extrem anspruchsvoll - als nicht mehr zeitgemäß betreibbar und zudem nicht mehr erweiterbar..
Bei Minolta war es ähnlich, jedoch hatte Minolta im Bereich der Profifotografie - wie auch heute mit Sony - lange nicht die Bedeutung und Verbreitung wie eine Canon oder Nikon Kamera mit deren umfangreichen Objektivsortiment in der Consumer und insbesondere der professionellen L-Liga, wie beispielsweise eben die Canon...
Sollte auch nur aufzeigen, dass man sich als Kamerahersteller schon auch sehr um die "abwärtskompatibilität" seiner Objektivpalette Gedanken machen muss.
Was ich bei Sony aber derzeit sehe... ist ein Chaos über zwei Bajonette hinweg.
Irgendwie alles ziemlich unausgegoren erscheint es mir... zur einen Serie mit einem völlig anderen Mount (aus kompaktheitsgründen) gibt es keine vernünftige Objektivpalette, beim anderen System aus gleichem Haus ist alles vorhanden, jedoch nur unzureichend betreibbar.
Die Zwickmühle die sich da auftut... also entweder nun eine Objektivpalette zu bringen, damit aber gleichzeitig auch die bisherigen Absatzzahlen der Alpha Objektive rückläufig werden zu lassen, weil mit der A7 nun auch eine günstige KB Kamera in dem Segment vorhanden ist, die allein schon dafür sorgen kann, das die große Alpha Modelle Auslaufmodelle werden.
Da bleibt man derzeit bei dieser Zwitterlösung und den kleinen Schritten. So kann man dann in Ruhe abwarten, wie sich diese Schlacht Spiegel oder nicht Spiegel entscheiden wird. So müssen die A-Objektive eben per Adapter an die A7 gebracht werden... haben also weiter ihre Berechtigung, da nur sie derzeit wohl AF und KBtauglichkeit bieten. Zudem verprellt man dann noch nicht die A900 oder A99 (glaub so heißt die Große DSLR von denen?) besitzer, wenn die Spiegellosen Systeme höhere Anteile bekommen...
Aus meiner Sicht eben ein riskantes Spiel, das da getrieben wird.



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