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Thema: radioaktive Objektive

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    optikus64
    Gast

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    Hallo zusammen,

    alles in allem immer noch kein alarmierendes Thema. Da sind viele phosphoreszierende Produkte weit kritischer, vor allem Armbanduhren etc. mir radioaktivem Lumineszenzmechanismus. Ich denke, bevor man sich da auf mehr oder weniger fundierte Allgemeinaussagen stützt müßte man das messtechnisch sauber darstellen und dann Rückschlüsse auf eventuelle Sicherheitsrelevanz ziehen. Für so etwas gibt es anerkannte Bewertungsmechanismen, die mir da doch deutlich lieber sind als Mutmaßungen jedweder Art.

    LG

    Jörg

  2. #2
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    Zitat Zitat von optikus64 Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    alles in allem immer noch kein alarmierendes Thema. Da sind viele phosphoreszierende Produkte weit kritischer, vor allem Armbanduhren etc. mir radioaktivem Lumineszenzmechanismus...
    Bei den alten Uhren sicher ein Thema. Bei neueren Uhren gibts wohl Lösungen die weniger als 0,1 µSv pro Jahr Dosis ergeben. Die alten Uhren ergaben für den Träger Dosen unter 20 mS pro Jahr.

    http://www.bfs.de/de/ion/konsintec/u...l/printversion

    Waveguides Messungen ergeben selbst für die Gammastrahlung allein 0,37µSv pro Stunde (wenn er den Messbereich nicht geändert hat).
    Da dürfte man das Objektiv viele Stunden an die Hand binden um die gleiche Dosis wie bei den alten Uhren ab zu bekommen :-)
    Geändert von Keinath (05.12.2013 um 10:54 Uhr)
    ---------------------------------------------------------------------------
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  3. #3
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    Zitat Zitat von Keinath Beitrag anzeigen
    Bei den alten Uhren sicher ein Thema. Bei neueren Uhren gibts wohl Lösungen die weniger als 0,1 µSv pro Jahr Dosis ergeben. Die alten Uhren ergaben für den Träger Dosen unter 20 mS pro Jahr.
    µSv, nicht mSv. Das ist ein ziemlicher Unterschied.

    Zitat Zitat von Keinath Beitrag anzeigen
    Waveguides Messungen ergeben selbst für die Gammastrahlung allein 0,37µSv pro Stunde (wenn er den Messbereich nicht geändert hat).
    Da dürfte man das Objektiv viele Stunden an die Hand binden um die gleiche Dosis wie bei den alten Uhren ab zu bekommen :-)
    0,37 µSv ist etwas mehr als das Doppelte der Hintergrundstrahlung. Also völlig vernachlässigbar.
    Selbst die 4 µSv/h finde ich jetzt nicht so dramatisch, zumal wenn man das Nutzungverhalten berücksichtigt.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Miles Teg Beitrag anzeigen
    µSv, nicht mSv. Das ist ein ziemlicher Unterschied..
    Oh, ja, wahrscheinlich ziemlich genau der Faktor 1000. Dann braucht ein auf den Arm gebundenes Objektiv gar nicht so lange um die gleiche Dosis wie die alten Uhren auf den Körper abzugeben. Wahlweise kann die Optik auch ohne Gonadenschutz in der Fototasche tragen :-)
    ---------------------------------------------------------------------------
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  5. #5
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    Nur aus Neugier habe ich heute mal alle meine hier vorhanden Objektive gestestet.
    Und um Diskussionen zu vermeiden: Nein ich habe keine Angst, ich arbeite fast täglich mit Radioaktivität und möchte keine Unsicherheit erzeugen. Naja, wenn jemand seine radioaktiven Linsen in meine Obhut übergeben will, werde ich ihn nicht abhalten.

    Ein nicht völlig unerwarteter Fund: das Porst 1.2/55 mm. Dosis max. 40 µSV an der Hinterlinse mit Adapter.
    porst_front.jpg dose_porst_back.jpg
    Allerdings hätte ich nicht mit knapp 40 µSv gerechnet. Die Revuenon/Tomioka 1.2er sind bei Camerapedia gelistet, das Porst jedoch nicht.

    Etwas überraschender: ein 2/5,5 mm CZJ Flektogon für die Pentaka 8. Etwas über 2 µSv an der Vorderlinse und ca. die Hälfte an der Hinterlinse. Wenn man jedoch die geringe Größe des Objekivs bedenkt finde ich das auch recht interessant.
    flek_front.jpg dose_flek_back.jpg

    Mein CZJ Pancolar 1.8/50mm "Zebra" hingegen verursacht keinen Mucks. Und der Rest meiner hier versammelten 1.4er (CZJ Prakticar, Zuiko) auch nicht.
    Mein Rikenon 1.4/55mm würde mich interessieren, aber das ist momentan nicht greifbar.

  6. #6
    Spitzenkommentierer Avatar von aibf
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    Ja braucht man jetzt schon so ein Gerät, wenn man heutzutage in Europa unterwegs ist?
    In Süditalien bestimmt, bei dem Atomabfall, der dort in den 70igern und 80igern entsorgt wurde.

    Übrigends an das Porst-Objektiv 1.2/55 kann ich mich auch noch gut erinnern, das ich mal hatte. War aber nicht so der Hit. Jetzt tickt es dann wohl bei anderen Menschen. Ab wann wird denn die Strahlung gefährlich?
    VG Ekkehard


  7. Folgender Benutzer sagt "Danke", aibf :


  8. #7
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    Ich habe nur 2 Stück der 1.2 Königsklasse, das Porst und ein Minolta 1.2/50 mm. Das Minolta ist etwas schärfer und zeigt weniger CAs aber dafür sehen die Spitzlichter beim Porst durch seine 8 Blendenlamellen besser aus. Und man kann mit dem Porst auch besser im Bereich 1.2-2 arbeiten, weil der Blendenring mehr Spielraum bietet. Das Minolta springt von 1.2 gleich auf 2, da hätte ich mir noch einen Zwischenschritt gewünscht.

  9. #8
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    Zitat Zitat von Miles Teg Beitrag anzeigen
    Mein CZJ Pancolar 1.8/50mm "Zebra" hingegen verursacht keinen Mucks. Und der Rest meiner hier versammelten 1.4er (CZJ Prakticar, Zuiko) auch nicht.
    Na, das ist ja mal interessant! Danke.
    Nick

  10. #9
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    Zitat Zitat von NickB Beitrag anzeigen
    Na, das ist ja mal interessant! Danke.
    Nick
    Meines zeigt aber auch keinen Gelbstich.

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