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Thema: Porst 1.2/55mm

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Mit den 4 Schrauben öffnest Du das Blendenmodul.. und hast die Blendenlamellen nachher einzeln vor Dir liegen.

    Würde ich - wenn Du es einfach machen willst - erstmal nicht anrühren, sondern schauen, ob Du sie so entölt bekommst..

    Also Blende schließen, damit Du die Verölung siehst. Dann mit Aceton oder Wundbenzin und Q-Tipps die Lamellen reinigen und zwischendurch immer mal wieder öffnen und schließen der Lamellen, bis kaum noch Öl auf den Lamellen zu sehen ist... alles was an Öl wieder aus dem Seitenspalt kommt beim Öffnen und Schließen gleich wieder mit einem neuen und in Aceton oder Wundbenzin getränkten Q.Tipp aufnehmen.

    Natürlich kannst Du die 4 mit Lack gesicherten Schrauben auch aufmachen, die Lamellen entnehmen und das gesamte Blendenmodul mit Aceton oder Wundbenzin entfetten, wenn Du es Dir zutraust, die Lamellen später wieder geordnet eingesetzt zu bekommen.

    Mach Dir vorher klar, in welche Richtung die Lamellen laufen..

    Bitte aber bevor Du das Modul aufschraubst !

    Die Lamellen werden nämlich mitsamt dem abgenommenen Deckel herauspurzeln, denn sie haften an ihm wegen der Verölung.

    Beim Wiedereinsetzen der gereinigten Lamellen in das Modul musst Du nach der Reinigung des Halters und der Drehscheibe die entölten Lamellen der Reihe nach wieder einlegen und zum Schluss die letzte unter die erste Lamelle "bugsieren"...

    Besorge dir für die Arbeit auf jeden Fall noch eine Packung hölzerne Zahnstocher.. und wenn Du hast oder möglich, eine Pinzette. Du wirst beides brauchen wenn Du mit den Lamellen kämpfst.

    Vermeide nach der Reinigung/Entölung die Berührung mit den Fingern, denn auch das Fett an Deinen Händen sollte nicht wieder an die gereinigten Lamellen gelangen.

    Sollte Aceton oder Wundbenzin beim Reinigen an die Linsen tropfen, so ist dies auch kein großer Beinbruch... einfach mit Wundbenzin und QTipp ohne Druck in kreisenden Bewegungen über die Linse wischen und zum Schluss Linsen anhauchen und mit einem trockenen QTipp eventuelle Rückstände des verflüchtigten Wundbenzin aufnehmen.
    Wunder wirkt hier auch anhauchen der Linse und sofortiges nachwischen mit Zigarettenpapier mit kreisenden Bewegungen. Nicht zuviel Druck und vorher natürlich die Glasflächen des über Kopf gehaltenen Objektivs mit einem Blasebalg "auspusten", damit eventuell vorhandene Staubkörnchen herausfallen können und nicht mit verrieben werden.

    Viel Glück.

    LG
    Henry
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  2. 2 Benutzer sagen "Danke", hinnerker :


  3. #2
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    Guten Morgen,
    danke für die Mühe der ausführlichen Arbeitsanleitung - noch mitten in der Nacht!
    Leider ist mir der einfache Weg versperrt. Das Blendenmodul gibt sich äußerlich so, als wären überhaupt keine Lamellen drin.
    Bleibt also wirklich nur - öffnen und hoffen, dass ein paar so liegen bleiben, dass man die Lage später wieder rekonstruieren kann. Vermutlich kleben sie wirklich wie ein Block zusammen.
    Ich werde da nicht überstürzt rangehen, mir erst mal noch ein wenig Werkzeug zurechtlegen und dann jeden einzelnen Schritt fotografieren!
    LG Martin

  4. #3
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Zitat Zitat von Martin_53 Beitrag anzeigen
    ...
    Bleibt also wirklich nur - öffnen und hoffen, dass ein paar so liegen bleiben, dass man die Lage später wieder rekonstruieren kann. Vermutlich kleben sie wirklich wie ein Block zusammen.
    Ich werde da nicht überstürzt rangehen, mir erst mal noch ein wenig Werkzeug zurechtlegen und dann jeden einzelnen Schritt fotografieren!
    LG Martin
    Das ist gut so. Die Lamellen werden drin sein, denn die Schrauben sind ja versiegelt mit Lack.

    Du kannst sie sichtbar machen, in dem Du den entsprechenden Hebel der verbunden ist (Blendenmitnehmerscheibe die ins innere führt, mach Dir die Mechanik klar, was da wie ineinander greift) mit etwas Druck betätigst. Dann sollten die Lamellen rauskommen.

    Das machte normalerweise eine "Rückstellfeder", aber durch die verklebten Lamellen hat diese nicht mehr genug Kraft um gegen die Adhäsionskräfte (Klebekraft) anzukommen, mit denen die Lamellen aneinander haften.

    Kannst also ruhig die Hebel mal testen... die kommen dann schon zum Vorschein...

    LG
    Henry
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  5. Folgender Benutzer sagt "Danke", hinnerker :


  6. #4
    Fleissiger Poster
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    Zitat Zitat von hinnerker Beitrag anzeigen
    Das ist gut so. Die Lamellen werden drin sein, denn die Schrauben sind ja versiegelt mit Lack.

    Du kannst sie sichtbar machen, in dem Du den entsprechenden Hebel der verbunden ist (Blendenmitnehmerscheibe die ins innere führt, mach Dir die Mechanik klar, was da wie ineinander greift) mit etwas Druck betätigst. Dann sollten die Lamellen rauskommen.

    Das machte normalerweise eine "Rückstellfeder", aber durch die verklebten Lamellen hat diese nicht mehr genug Kraft um gegen die Adhäsionskräfte (Klebekraft) anzukommen, mit denen die Lamellen aneinander haften.

    Kannst also ruhig die Hebel mal testen... die kommen dann schon zum Vorschein...

    LG
    Henry


    Ich habe jetzt die verklebten Lamellen gelöst. Das Blendenpaket hat am Rand zwei halbrunde Aussparungen, (ich hab mal zwei schnelle Fotos gemacht - freihand und mit seitlich einfallendem Tageslicht) durch die ich zuerst einen Tropfen WD 40 und dann etwas Isopropylalkohol hineingetröpfelt - und dann gewartet habe. Da waren sie! Name:  _IGP5823.jpg
Hits: 1055
Größe:  161,2 KB Der vorgefundene Zustand
    Name:  _IGP5825.jpg
Hits: 1055
Größe:  155,1 KB Und hier sieht man schön die tropfnassen Lamellen.
    Sobald die abgetrocknet sind, verkleben sie sofort wieder. Ich muss also etwas Benzin in der Apotheke besorgen - der Alkohol mischt sich nicht gut mit dem Fett. Aber es ist auf dem Weg!
    LG Martin

  7. #5
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    WD 40 war dabei keine so gute Idee, denn das ist ein Kriechöl, das Du nur schwer wieder rausbekommen wirst, ohne den gesamten Lamellenkäfig zu öffnen.

    Wie gesagt.. Druck hätte gereicht... aber den Rest wirst Du nun auch schon irgendwie meistern, zur Not durch Ausbau und Trockenlegung der Blendenlamellen und der Führung im Blendenmodul, dessen Platte Du mit den 4 lackgesicherten Schrauben öffnest.

    LG
    Henry
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  8. #6
    Fleissiger Poster
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    4 endlose Stunden waschen, linksherum-tupfen... und eine gefühlte halbe Flasche Feuerzeugbenzin später - sie "schnappt" wieder!
    Nun nur noch staubfrei wieder zusammenbauen - eine ganz neue Linse!
    LG Martin

  9. #7
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Glückwunsch zur ersten erfolgreichen Operation, Herr Chirurg.

    Ist alles kein Hexenwerk, wie man sehen kann. Schön das es Dir gelungen ist und viel Spaß mit Deiner neuen Linse.

    LG
    Henry
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