Was ich meine - im Mittelformat funktioniert fotografieren noch anders als heute in der Digitalwelt und damals mit der KB-Kamera. Neben der extrem viel größeren Ausrüstung und der teils ungewohnten Handhabung des Rollfilms kommen heute Themen wie Filmverarbeitung und Scan dazu, es sei denn man kann das selbst. Dazu kommt, dass das Mittelformat wie ich empfinde wesentlich mehr Fehler in der Bildgestaltung und -anfertigung zeigt als das Kleinbild, einfach weil die Wahrnehmung anders ist. Ich komme Alters halber ja noch aus der Zeit, in der noch analog fotografiert wurde, angefangen habe ich mal mit ner Voigtländer Vito IIC, dann kam Canon analog, in der Schule auch das MF mit einer zweiäugigen Rolleiflex und einer HB203 samt Fotolabor, dann Pause und heute die Digitalgehäuse und ein ganz wenig 35mm analog. Auch mich reizt das MF, wenn ich mal wieder ein Labor habe zwecks Verarbeitung, die gewerbliche Filmverarbeitung hier auf dem Land verdirbt mir schon den Spaß am Kleinbild, wie dann die Rollfilme aussehen, die die wenigen noch bestehenden Labore durch das chemische Badewasser ziehen stelle ich mir nicht vor. Nach den extremen Enttäuschungen im schwarz/weiss-Bereich liegen die noch vorhandenen belichteten Patronen erstmal auf Eis, bis ich sie entwickeln kann. Das analoge Fotografieren muss man sich heute wirklich antun wollen - mit den erforderlichen logistischen Feinheiten, damit man an gute Ergebnisse kommt, sonst ist es eher enttäuschend.
Jörg




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