In der originalen Yashica Electro wird das Objektiv mit zwei Schiebern fixiert. Diese stecken in den Nuten und werden außerhalb des Objektives auf einer Metallplatte verschraubt. Hier sieht man das Objektiv von hinten. Die Nuten liegen auf 11:00 Uhr und 17:00 Uhr. Dafür ist in dem Nex-Adapter natürlich kein Platz, es muss also eine andere Lösung her.
Ich habe mich dazu entschlossen, das Objektiv mit einer Schraube plus Mutter zu fixieren. Dazu muss in den Umkehring ein Loch gebohrt werden, durch das die Schraube gerade eben so hindurch geht. Hat die Schraube Spiel, dann wackelt die ganze Konstruktion und das wäre unschön. Die richtige Stele für die Bohrung ermittelt man im zusammen gebauten Zustand. Die Stelle markieren, das Hinterteil mit dem Umkehrring wieder abschrauben und bohren. Außerdem muss man bei einem Umkehrring noch ein Stück des ursprünglichen Gewindes weg feilen. Sonst geht die Schraube nicht rein. In die Nut hinein kommt eine Mutter, die ebenfalls befeilt werden muss, damit sie spielfrei in die Nut passt. Die Richtung Objektiv zeigende Seite der Mutter musste bei mir auch befeilt/abgeflacht werden. Sonst wäre die Mutter 'unten' angeschlagen, bevor beim Fokussieren Unendlich erreicht wäre.
Dann wieder alles zusammen bauen. Von aussen sieht es so aus.
Von innen sieht es so aus. Links mit Fokussierung auf Unendlich, rechts mit Fokussierung auf den Nahbereich:
Es passt so gerade eben, aber es passt. Im Nahbereich hat es etwas Spiel, die beiden Seiten der Mutter sind nicht genau parallel, jedenfalls nicht am Ende. Wäre auch ein Wunder bei Handarbeit mit Schlüsselfeile und Schleifpapier. Die Mutter sitzt noch etwa 1mm tief in der Nut. Hätte ich den Anschlag für die Fokussierung im Nahbereich nicht verändert, würde die Mutter natürlich noch tiefer drin sitzen (etwa bis zur Hälfte). Hätte ich den Anschlag für die Fokussierung im Nahbereich noch etwas kürzer gesetzt, dann würde das Objektiv aus der Nut rutschen. Aber so passt es.
Im nächsten Teil gibt es dann Fotos vom fertigen Objektiv.


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