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Thema: Meopta Meostigmat 1.4/70mm

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Warum bremsen.. ist doch eine Klasse Effektlinse.

    Da ich nun dem Geheimnis der hinteren Fassung auf die Spur kommen wollte, nahm ich die gesamten Linsen nochmals aus dem Tubus.. nach vorn weg.
    Was bei der Reinigung noch einwandfrei funktionierte und die Linsen herausgleiten ließ, endete beim erneuten Ausbau leider in einer "Katastrophe".
    Das hinten im Tubus vor der Rücklinse sitzende, verkittete Element löste sich ab.. - Separation - ...

    das Kanadabalsam war also schon leicht angebrochen durch den Ausbau oder halt aufgrund des Alters..

    Aber da das Objektiv nun sehr günstig war und ich wissen wollte, ob es mechanisch passt, beschloss ich weiterzumachen um den hinteren Tubsteil herausschrauben zu können.

    Dafür wurde der leere Tubus, also ohne jedes Glas, in Aceton eingelegt und über Nacht dann austrocknen gelassen. Am nächsten Morgen ließ sich der hintere Tubus nun auch ohne größere Gewalteinwirkung herausdrehen.

    Vielen Dank für die kurze Erklärung, Helge.

    Zur Zeit liegen die separierten Linsen der Gruppe neu mit Kanadabalsam verkittet, zum durchtrockenen.
    Durch den recht extremen Krümmungradius beider Linsen liegen die Linsen so hervorragend aufeinander, dass noch nichtmal eine "Fixierung" gegen das Abscheren notwendig erscheint.

    Ich bin also guten Mutes, die Linsen des Elements wieder sauber zusammen zu bekommen. Wird halt nur ein paar Tage dauern.

    Zerschlagen hat sich allerdings die Hoffnung, es mechanisch so zu "verengen", das eine bessere Variante mit einer praktikableren Einstelldistanz erreicht werden könnte.

    Dabei ist mir bei meinem unbehandelten Exemplar aufgefallen, dass der rückwärtige Teil ein 49mm Gewinde besitzt, das vermutlich in einen 49mm Canon Retroring passt.

    Helge, wie weit ragt der Objektivtubus bei Dir in den EOS Adapter hinein?

    Wenn es nicht an die 5D passt, so wäre das mit dem 49mm Retro Adapter unter Umständen noch eine Option, um es an das VNEX zu bringen..

    LG
    Henry
    Geändert von hinnerker (07.12.2012 um 00:47 Uhr)
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  3. #2
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Jo, ist wie ich sagte.. passt mit dem hinteren Schraubgewinde in einen 49mm Retroadapter auf NEX.

    Naheinstellgrenze damit etwa bei 50 cm an der NEX..

    Heute morgen war nach 24 Stunden das Kanadabalsam soweit "trocken", das ich den Versuch wagen konnte, die Gruppe wieder an Ort und Stelle zu schieben. So hat die Gruppe für die endgültige tagelange Durchtrocknung die korrekte Lage und Position innerhalb des Tubus.

    Da das zwischen den verkitteten Linsen austretende Kanadabalsam "aufgenommen" sprich mit Aceton abgewischt werden musste um später nicht am Tubus zu verkleben, hat sich dadurch natürlich auch die "Seiten-Schwärzung" im Aceton abgelöst und muss nach der Durchtrocknung des Kanadabalsams erneut geschwärzt werden gegen die inneren Reflektionen im Tubus und den Glasrändern selbst. Deshalb verzichte ich erstmal auf ein Bild der Highlights, werde das aber nach der Schwärzung der Gläser nachreichen.

    Hier der erste "Schuss" mit dem neu verkitteten Element.. extrem knappe Schärfentiefe bei 70mm und f1.4 im Nahbereich.

    Aber ein wunderbarer Verlauf..

    Name:  Apfelszene.jpg
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Größe:  126,9 KB

    Die Tatsache, dass sich der Rücklinsentubus abschrauben läßt, werde ich mir zunutze machen um hier mit passend zurecht geschnittenen Lochblenden zu arbeiten, die ich nach Bedarf einlegen werde.

    Es wäre denkbar, statt den hinteren Teil nicht so wie Helge es gemacht hat herunterzuschneiden, sondern das innere Gewinde das ich im Bild gezeigt habe und das in den 49mm Retroadapter passt, zu verlängern (oder entsprechend neu zu schneiden) um damit näher an den Sensor in einen für Portraits um die 2-3 Meter messenden Abstands-Bereich zu kommen.
    In Verbindung mit der "Einlege-Blende" könnte das ganz spannend werden...

    LG
    Henry
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  5. #3
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    Ich sehe schon, jetzt wird das ganze professionell angegangen. Ich finde es ja klasse wenn aus so einer Spielerei so etwas wächst.

    Davon angeregt habe ich mich auch noch mal der Frage gewidmet, wie ich noch ein paar Millimeter rausholen kann, um auch noch etwas weiter als 2 Meter fokussieren zu können. Meine gepfuschte aber funktionsfähige Lösung sieht so aus: Den Adapter mit dem Dremel von innen angeschrägt und den Objektivtubus in ähnlichem Winkel außen abgeschrägt:




    Und so sieht ein 100%-Crop aus einem Foto auf ca. 500 m Entfernung mit der 5D MkII aus: Überstrahlt natürlich bei hellem Tageslicht ziemlich, aber scharf ist es.


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  7. #4
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    ...aber 1.4/70mm mit Offenblende auf Unendlich ist ja eigentlich nicht das was man braucht. Wofür das Objektiv interessant ist, ist der Bereich zwischen 1 Meter und 10 Meter Entfernung. Im Nahbereich ist es zwar teilweise auch ganz nett, aber da scheint mir die Schärfe selbst innerhalb des extrem schmalen Schärfentiefebereichs eher mäßig zu sein. Im mittleren Entfernungsbereich dagegen bin ich von der Zentrumsschärfe sehr angetan. Das ist dann schon mehr als eine Effektlinse, wie man bei den hohen Auflösungen der beiden folgenden Bildern sehen kann:


    Link zur höheren Auflösung: http://www.abload.de/img/meo70_g-340suen.jpg


    Link zur höheren Auflösung: http://www.abload.de/img/meo70_g-33ipup6.jpg

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  9. #5
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Stimmt.. man muss echt sehen, das man das Objektiv in den Bereich "gedrückt" bekommt.

    Hier mal zwei Bilder aus dem Nahbereich..

    Abstand "gepeilte" 50 cm.. mehr geht zur Zeit mit dem noch unbehandelten, an den 49mm Retroring geschraubten Meostigmat nicht.

    Name:  Nah-xenar-lochblende.jpg
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Größe:  211,3 KB

    Man kann das Schärfeverhalten aber deutlich verbessern, wenn man eine Lochblende mit einem Durchlaß von ~23mm in den Strahlengang legt.. die Mittenschärfe steigt sofort spürbar an. Dies sollte etwa Blende 2 entsprechen.. vielleicht auch noch etwas drunter Richtung 1.8... Das Einlegen der Lochblende ist auch easy und genau an der richtigen Stelle, wenn der hintere Tubus rausgeschraubt wird und die Blendenplatte eingelegt wird. Dann hinteren Tubus wieder fest einschrauben und es passt.

    Name:  Nah-xenar-lochblende20.jpg
Hits: 1524
Größe:  231,1 KB

    Im Nahbereich produziert es aber bei voll offener Blende reichlich CA's, von denen ich nun aber leider nicht weiß, ob sie durch das "geflickte" Element zustande kommen.
    Irgendwie muss ich, wenn meines fertiggestellt ist, nochmal ein zweites zum Vergleichen haben..

    LG
    Henry
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  11. #6
    Hardcore-Poster Avatar von FD-ler
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    Zitat Zitat von Helge Beitrag anzeigen
    Wofür das Objektiv interessant ist, ist der Bereich zwischen 1 Meter und 10 Meter Entfernung.
    Dieser Meostigmat ist auch für Projektionsabstände über 9m optimiert, somit sollte das auch die beste Entfernung sein.
    Gruß Marcus

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  13. #7
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Zitat Zitat von FD-ler Beitrag anzeigen
    Dieser Meostigmat ist auch für Projektionsabstände über 9m optimiert, somit sollte das auch die beste Entfernung sein.
    Danke für den Hinweis..

    Da muss dann in der Tat doch eine andere Konstruktion her und der gesamte hintere Bereich weg, so wie Helge es gemacht hat.

    @Helge

    Noch eine Frage:

    Wie weit dringt der Tubus nun in den EOS Adapter ein?

    LG
    Henry
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  15. #8
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    Zitat Zitat von hinnerker Beitrag anzeigen
    @Helge

    Noch eine Frage:

    Wie weit dringt der Tubus nun in den EOS Adapter ein?

    LG
    Henry

    Durch diese nicht ganz regelmäßig abgeschrägten Teile (Adapter und Fassung) ist das nicht so einfach präzise zu beantworten. Ungefähr 4 mm dringt mein Meostigmat in den verwendeten M42/EOS-Adapter ein. Aber das ist ja für Dich keine klare Aussage weil mein Exemplar um eine nicht exakt bestimmte Länge gekürzt wurde. Daher noch mal eine andere, auf alle baugleichen Objektive übertragbare Aussage: wenn ich meine Konstruktion aus Klemmfassung und Objektiv so einstelle, dass das Objektiv auf "unendlich" scharf ist (=mehrere hundert Meter Entfernung), dann liegt der Rand der Rücklinsenfläche ziemlich exakt einen Millimeter hinter der EOS-Auflagefläche (hinter im Sinne von kameraseitig).

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