Hallo,
tendenziell würde ich den Stabi im Gehäuse dem im Objektiv vorziehen, die Argumente sind denke ich eindeutig, nur einmal pro Ausrüstung, besser geschützt, bei allen Objektiven wirksam. Da es in der technischen Umsetzung aber immer noch hakt wird man sicher noch eine ganze Zeit mit dem Stabi im Objektiv leben müssen, der ja der technische Mainstream zu sein scheint - und damit automatisch mehr Entwicklung erfährt.
Jörg
Ein Stabilisator in der Kamera soll alle adaptierten Objektive stabilisieren. Nun vergleicht einmal ein Normalobjektiv 50mm und ein Teleobjektiv 500mm mit der gleichen "Zitterrate", dann wirkt sich das evtl. im Sensor vom Normalobjektiv minimal aus, im Sensor des Tele aber sehr, sehr viel heftiger. Und deshalb soll der Stabilisator in der Kamera besser sein? Das ist doch unlogisch!
Warum baut denn Canon den Stabilisator ins Objektiv im Gegensatz zu anderen und nimmt deshalb im harten Konkurrenzkampf einen höheren Objektivpreis inkauf? Sollte die Wirkung beider Stabi-Systeme etwa gleich sein, dann wäre in der Tat der Stabi in der Kamera der bessere. So ist es aber nicht!
Ich kann dir, lieber FRAENZEL, nur voll beipflichten: der beste Stabi sitzt im Stativ! (Aber nur in dem, das nicht vibriert! Aber da schalten sich die alten Stabis sowieso aus.)
Gruß
Hans-Joachim.
Ich denke, dass man dies so grundsätzlich gar nicht sagen kann. Die Stabi-Systeme unterscheiden sich, sowohl die, im Objektiv sitzen, als auch die, die in der Kamera verwendet werden. Sicher ist ein Stabi in eine der neueren Kameras besser, als die, die in alten Objektiven sitzen. Es gibt in Objektiven Stabilisatoren, die sehr einfach aufgebaut sind und welche, die aufwändiger konstruiert sind, was sich auch meist im Preis niederschlägt. Der Vorteil, dass man bei In-Kamera-Systemen alle Objektive stabilisiert hat, kehrt sich um, wenn dieser ausfallen sollte.
So sieht es wohl aus! Die Canon Stabilisatoren Arbeiten ganz anders als z.B. die von Tamron!
Bei Tamron springt der Stabi sofort auf Bildmitte zurück sobald er am Anschlag ist,das sieht oft sehr abgehackt aus!
Canon hatt das meinens Erachtens besser im Griff, dort bleibt er am Anschlag stecken bis die Kamera in die Gegengesetzte Richtung "Gezittert" wird dann ist der Stabi wieder voll dabei, das sieht es weicher aus!
Das habe ich von Videobeispielen gesehen, bei Tamron kann ich das bezüglich des 17-50 2.8 Vc Bestätigen!
Was ich unter aller Sau finde, das war ein Grund warum ich keine Sony SLT gekauft habe, ist das z.b. die Tamron Objektive für Sony die es eigentlich für Canon und Nikon mit Stabi gibt ohne Stabi ausgeliefert werden!
Grund des Herstellers ist: "Die Kameras haben ja schon einen internen Stabi"!
Das der Objektiv Stabi aber auch gebraucht wird (Überhitzung des Sensorstabis bei manchen Kameras, z.b. beim Filmen) und dazu noch besser Stabilisiert bedenkt man da nicht!
Und noch Schlimmer ist das die Objektive genauso viel Kosten wie Ihre Kollegen mit Stabi!
Ich habe ja eine Pentax K5 und damit einen Stabi im Gehäuse, kann aber trotzdem beides beurteilen. Zuerst, ich möchte den Gehäusestabi nicht missen, alle alten Objektive profitieren davon. Aber, vor ein paar Wochen habe ich ein Sigma 70-300 DG OS gekauft, das hat nicht nur einen AF-Motor (warum bloß?) es hat auch einen Stabi eingebaut. Und es ist schon klasse ein ruhiges Sucherbild bei 300mm zu haben. Aber welcher Stabi nun besser ist kann ich (noch) nicht sagen.