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Thema: Photokina 2012

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    optikus64
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    Hallo Keinath,

    nachdem ich aus privaten Gründen leider nicht wie geplant - und leider auch bezahlt - nach Köln fahren konnte denke ich, auch nichts ernsthaft verpaßt zu haben, die Restwoche mit InnoTrans war auch nicht ohne. - Aber der Effekt tritt anscheinend überall auf, auch aus Berlin und von den Kollegen die die ganze Messe dort waren hört man das gleiche. Die großen Zeiten der klassischen Messe sind rum. Anscheinend braucht man viel mehr die Besprechungszimmer und Separés - denn wtziger Weise trifft man sich dann doch anscheinend gerne persönlich für die Diskussion größerer Verträge - und nutzt den Messetermin quasi als Reiseanlaß. Ich kann mir denken, dass es in Köln, so wurde mir das auch verschiedentlich in den letzten Jahren berichtet, mehr in den Hotels der Messestadt zu sehen gibt als in den Hallen. Nachdem sich die Fotokina mehr zur Publikumsmesse mausert tritt sie in Konkurrenz zu den anderen Unterhaltungselektronik-Messen, und für die Scharen an "Beuteltieren" = Prospektsammlern stellt man nicht seine Top-Innovationen in die Halle, allein schon des Messe-Schwundes willen. In Berlin kenne ich viele Aussteller, die vor den Publikumstagen erstmal den halben Stand leer räumen, bevor es die Besucher tun. Wenn man sich dann noch die Preise der Messen ansieht versteht man, dass viele sich auf's Internet verlassen, denn nicht viel von dem was dort zu sehen ist braucht lange, bis es von allen Seiten im Web steht...

    Jörg

  2. #2
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    Klar sind so Messen ein idealer Anlaß für Reisen.
    Die Photokina ist ein fester Besuchstermin für Bekannte in Köln.

    Und auf die Vision (Fachmesse für industrieelles Sehen) oder Optatec (Fachmesse Optikfertigung) kann ich an einem Tag sehr angenehm zig Lieferanten oder potentielle Lieferanten sehen und sprechen. Der persönliche Kontakt - und die Informationen die nicht öffentlich im Internet stehen - lassen Fach-Messen nach wie vor Interessant sein.
    Der Photokina-Consumer+Fachbesucher-Mischmasch schneidet so im Vergleich einfach schlecht ab.
    Früher war wie immer alles besser (außer mein Wissen und mein Gerätepark). Also früher mit dem abgetrennten Fachbesucherteil der Photokina empfand ich noch eine bessere Versorgung mit neuer Information.

    Dieses Jahr habe ich mir ein Zweitages-Ticket vorab gekauft. Ich überlege nächstes Mal nur einen Tag fest für die Messe einzuplanen, und einen zweiten Tag dann optional vor Ort verlängern. Die Tickets sind dann zwar teuer, aber eventuell habe ich auch einen Tag "frei" für Köln.
    ---------------------------------------------------------------------------
    Kameras und Zubehör selbst reparieren, umbauen oder gänzlich selbst erstellen:
    http://www.4photos.de

  3. #3
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    Zitat Zitat von Keinath Beitrag anzeigen
    Klar sind so Messen ein idealer Anlaß für Reisen.
    Die Photokina ist ein fester Besuchstermin für Bekannte in Köln.

    Und auf die Vision (Fachmesse für industrieelles Sehen) oder Optatec (Fachmesse Optikfertigung) kann ich an einem Tag sehr angenehm zig Lieferanten oder potentielle Lieferanten sehen und sprechen. Der persönliche Kontakt - und die Informationen die nicht öffentlich im Internet stehen - lassen Fach-Messen nach wie vor Interessant sein.
    Der Photokina-Consumer+Fachbesucher-Mischmasch schneidet so im Vergleich einfach schlecht ab.
    Früher war wie immer alles besser (außer mein Wissen und mein Gerätepark). Also früher mit dem abgetrennten Fachbesucherteil der Photokina empfand ich noch eine bessere Versorgung mit neuer Information.

    Dieses Jahr habe ich mir ein Zweitages-Ticket vorab gekauft. Ich überlege nächstes Mal nur einen Tag fest für die Messe einzuplanen, und einen zweiten Tag dann optional vor Ort verlängern. Die Tickets sind dann zwar teuer, aber eventuell habe ich auch einen Tag "frei" für Köln.
    Hallo Keinath,


    es hatte schon seinen Sinn, ein UT in Köln vorzuschlagen. Erstens ist Köln immer eine Reise wert
    und zweitens hat man dann bei zu geringem „Ausstellungsvolumen“ noch andere Möglichkeiten.
    Logischerweise schrumpft die Messe:
    Es gab Agfa, Adox, Perutz,Ilford, Kodak... als Filmhersteller,
    es gab fast ebenso viele Hersteller von Chemikalien für die Film und Papierentwicklung und etliche Vergrößerungspapierhersteller.
    Alle hatten früher einen Stand auf der Photokina.
    Alle weg.
    Es gab neben Zeiss und Leitz auch noch Schneider /Kreuznach, Schacht /Ulm, Enna/München
    VEB/Dresden, Rodenstock und... als Objektivhersteller. Ach ja, und da gab es noch son paar Japaner – Olympus,Nikon, Canon. Auch sie hatten alle einen Stand.
    Und zur Erinnerung: es gab mal eine Polaroid Kamera.
    Und zu den Kameras: von der Minox über die Robot, Leica, Contarex, Retinareflex, Hasselblad,
    Rollei(...),zu den „Fachkameras“ Linhof und Sinar waren ne Menge Aussteller da.
    Von dem ganzen Zubehör will ich gar nicht reden.
    Selbstverständlich ist meine Aufzählung nicht vollständig - nur so eine Erinnerung.
    Sorry, ob meiner gelegentlichen, nostalgischen Anwandlungen.
    Aber es ist klar, dass immer weniger Austeller auch immer weniger ausstellen können.

  4. #4
    optikus64
    Gast

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    ... sagen wir es anders,

    immer weniger Primärproduzenten. Denn angesichts der wahren Flut an Brands und Handelsmarken wird eben der Verlust der "echten" Anbieter durch ihre übriggebliebenen Labels nicht abgedeckt. Seltsamerweise gibt es relativ viele Nischenanbieter für die heutigen Randbereiche der Fotografie, z.B. aus der analoge Ecke, aber die gehen allein wegen der Kosten nicht auf die Messe. Dahin gehen die, den den Mainstream bedienen um gesehen zu werden und die, die das tun, weil sie dafür groß genug sind und entsprechende Präsenz zeigen müssen.

    Wie hier schon gesagt wurde, der Massenmarkt Fotografie boomt - nur nicht immer mit einer Kamera. Und für den "inner circle" der Profis gibt es längst bessere Plätze, nicht unbedingt immer im Auslang, aber oft. Oder eben die reinen Fachmessen, auf denen man vor der Öffentlichkeit besser abgeschirmt ist. Da gilt dann auch nicht immer "Card's off" ...

    Jörg

  5. #5
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    Zitat Zitat von cdgh Beitrag anzeigen
    ...
    es hatte schon seinen Sinn, ein UT in Köln vorzuschlagen. Erstens ist Köln immer eine Reise wert
    und zweitens hat man dann bei zu geringem „Ausstellungsvolumen“ noch andere Möglichkeiten.
    ....
    Ja, ein Usertreff während der Photokina wäre sicher eine gute Kombination.
    Nur wollte ich mir keinen weiteren Termin in die Photokina legen. Auch mit der Flaute gabs für mich noch genug. Durch die Studien-Jahre in Köln gibts da auch noch einige Bekannte zu treffen, Foto-Gregor besuchen, und die Fotobörse nicht zu vergessen. Ich hatte nicht mal Zeit für ne kleine Fototour in Köln.

    So ganz klar sind die schwindenden Aussteller, bzw. Ausstellerfläche nicht. Es gibt ja auch einige neuere Aussteller welche den Schwund ausgleichen könnten: HTC, Samsung, Samyang, Panasonic, SLR Magic, EnjoyYourCamera, Walser, Marumi, Mettle, Monochrom, ...

    Polaroid hat nach wie vor Sofortbild-Kameras, nur etwas anders als früher. Schneider Kreuznach hatte einiges zu zeigen, Adox hat neue Filme gezeigt, Minox, Rodenstock, Hasselblad waren da und hatten was zu zeigen, Rollei als DHW Fototechnik auch.
    Linhof war ebenso vertreten wie Sinar.

    Schacht, VEB und Enna sind dahin. Robot ist mit Kameras erfolgreich in anderen Geschäftsfeldern.

    Es ist momentan gar nicht so dunkel in der Fotobranche :-)
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  6. #6
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    Zitat Zitat von cdgh Beitrag anzeigen

    Aber es ist klar, dass immer weniger Austeller auch immer weniger ausstellen können.
    Also, von Ausstellerschwund habe ich nichts bemerkt, habe aber nur den Vergleich zur Messe von vor zwei Jahren. Und von den Ausstellern, die vermißt werden, habe ich doch einige gesehen, z.B. Minox, aber auch andere. Interessant war für mich, einige Chinesen ausstellen zu sehen. Da haben wir wohl in Zukunft mehr zu erwarten.

    Mir ist noch eine für mich sehr interessante Kamera aufgefallen, eine Panoramakamera - und nicht von Seitz (diese ist ja sündhaft teuer und riesengroß - war auch auf dem Seitz-Stand zu sehen!): eine Horizon D-L3.
    Natürlich kann man mit jeder Digitalen ein Panorama aufnehmen, Einzelaufnahmen, die man dann zuhause am PC stitcht. Aber ein Panorama mit Bewegung kann man so nicht aufnehmen, mit der Horizon ebenso wie mit der Seitz aber schon.

    Aus dem Joint Venture der russischen Firma Zenit mit der italienischen Silvestri entsteht eine Panoramakamera mit 3 Objektiven und 3 CMOS-Sensoren und kammerainterner Stitch-Software, optischem Sucher und großem(4,3") TouchScreen, sowie Lithium-Batterie (Typ Canon BP 915). Wie groß die Sensoren sind, war nicht zu erfahren.

    Die Objektive sind von Zenith: je 3,5/28mm. Es fragt sich natürlich, was diese wirklich taugen. Die Kamera nimmt einen 120°Winkel auf. Jeder der drei CMOS-Sensoren hat 9 MPix, das finde ich schon ganz ordentlich.

    Die Kamera sieht allerdings etwas seltsam aus. Die drei Objektive sind in einem annähernden Beinahe-Halbkreis angeordnet, der Sucher wächst aus einem rechts angeschlagenen Griff ebenfalls als Beinahe-Halbkreis schwebend über der Kamera. Das sieht zwar seltsam, aber doch sehr handlich aus. Sie soll ungefähr EURO 1.500 kosten und ist damit wohl auch für einige Amateure erschwinglich.

    Diese Bauweise habe ich schon vor etlichen Jahren als NOBLEX-MF-Anwender den Kamerawerken Dresden vorgeschlagen und erhielt damals noch nicht einmal eine Antwort.

    Gruß
    Hans-Joachim.

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