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Thema: Auto Yashinon 1:1.2 f=55mm TOMIOKA: Fungus und 2 andere Kleinigkeiten

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Hallo Jack,

    zunächst mal ein herzliches Willkommen hier im Altglas-Container.
    Willst eine ehrliche Meinung hören?

    Laß es alles so wie es ist. Das bißchen Fungus (so es denn einer ist) sitzt zudem noch am Rande der Frontlinse und wird sich beim Yashinon nicht sonderlich bemerkbar machen. Wenn er abgetötet ist, lass das Linsensystem intakt. Es ist meist nur die eigene Eitelkeit, unbedingt eine blitzblanke Linse im Schrank stehen zu haben. Bildtechnisch ist das gar nix. Wenn hinter dem Frontglas nun umspannend Pilz zu sehen wäre.. jo, dann sollte man es aufmachen.. aber das bißchen an den Rändern?

    Da würd ich lieber mal von hinten den M42 Anschluss runterbauen und die Geradführung wieder festschrauben.. das könnte eine mögliche Ursache für das "Wackeln" sein.
    Das ungleichmäßige in der Fokussierung kommt vermutlich von Klumpenbildung des verharzten Fettes.. da muss unter Umständen der Schneckengang gereinigt werden.

    Am besten aber würde es sein, du schickst das Ganze zur überholung zu Meister Olbrich in Görlitz.. der macht den Fungus da raus, reinigt den Schneckengang mit anschließender Neufettung und Du hast ein Objektiv wie neu.. ich weiß nicht, wieviel hunderte von Objektiven der man schon auseinander und einer Reinigung zugeführt. aber es müssen Massen sein.

    Bei dem Kurs, zu dem Du das Objektiv bekommen hast, sollte ein Überholung für vielleicht 40 Euro doch drin liegen, bevor man da irgendwie beim öffenen mit dem Meßschieber abrutscht etc..

    LG
    Henry
    Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..

  2. #2
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    +1, guter Tipp von Henry.

    Tolles Objektiv, würde ich auch gerne mal probieren.
    Und auch von mir ein herzliches Willkommen bei den alten Scherben.

  3. #3
    Kennt sich aus Avatar von Jack ombrilla
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    Jack an Jack
    so was dir Henry vorgeschlagen hat ist wenn es 40-50€ kostet absolut in Ordnung!
    Grundsätzlich gesagt 80° im Backofen für 2 Stunden hält deine Scherbe (halt die Scherbe schon, aber nicht die Verkittung bzw. Verklebung, da werden sonst Dämpfe frei, die nicht kontrollierbar sind) nicht aus , du hast möglicherweise den Pilz besiegt, aber mit den freiwerdenten Dämpfen Milchglas produziert, vermutlich nicht das was du willst. Wenn dann unter 50° dafür länger - soll sein.
    Ich persönlich nehme eine alte Untertasse und stelle die Optik drauf und ab in die pralle Sonne damit - UV Licht mag kein Pilz, außerdem wird auch Wärme freigesetzt - diese Übung ca 1 Woche - bei mir bzw. meinem Altglas hat das in der Regel geholfen.
    cu Jack

  4. #4
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    Herzlich willkommen hier - schönen Glaspilz hast Du da :-)

    Ich bin auch für die Methode ab in die Sonne damit (Brandgefahr), und dannach zwar das Muster behalten, aber auch keinen Ärger.
    So vom Erscheinungsbild her würde ich vermuten (!) das sich die Pilzspuren verewigt haben, und eh nicht mehr weg gehen.
    ---------------------------------------------------------------------------
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  5. #5
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    Ich habe auch eine Linse mit Fungus gekauft, ein Leica Telyt 350mm (Problembeschreibung hier im DCC - gib einmal "Fungus" in die Suchfunktion ein) und habe es bei 80°C im Backofen erhitzt. Es hat dem Objektiv in keiner Weise geschadet! Der tote Fungus ist zwar noch zu sehen, aber eine Kontrast- oder Schärfeminderung ist nicht festzustellen. Außerdem: was sind 80°C ? Wenn das Objektiv im Auto liegt, das in der Sonne steht (oder fährt), dann sind im Sommer dort sogar mehr als 80°C !
    Ich habe damals das Facit gezogen, daß man ruhig ein Objektiv mit Fungus kaufen kann, wenn der Fungus nicht zu stark ist.

    Name:  IMG_2850R Seeadler.jpg
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    Canon 5D2 mit Leica Telyt 350mm (Crop, Offenblende)

  6. #6
    Kennt sich aus Avatar von Jack ombrilla
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    so hat eben jeder seine Methoden um den Glaspilz den Garaus zu machen...
    einzig der Erfolg zählt, wenn er sich denn einstellt!
    Ich behaupte jetzt einmal ganz locker in MEINEM Auto hat es am Armaturenbrett und auf der Hutablage ab und wann einmal 80°
    und auf beiden Flächen stelle ich garantiert kein Objektiv hin
    cu Jack

  7. #7
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    Popcorn her :-)
    Ich bin ganz Deiner Meinung Jack.
    Aber dadurch dass die Methode wohl sehr häufig gut geht, wird sie als (weitgehend) gefahrlos beschreiben. Hier im Forum gibts dazu gerne Diskussionen.

    Ich sehe auch die Gefahr der Fette die sich zersetzen, oder verflüssigen.
    Und die Verkittungen:
    Kanada Balsam verändert sich bei Wärme - und wird irgendwann flüssig.
    Hier z.B. beschreiben "Sollten sich die Teile trotzdem nicht bewegen, kann man die Linse auch vorsichtig erwärmen (50-80 C°). So löst sich der Kitt in jedem Fall."
    Auch meiner Erfahrung nach wird Kanada Balsam bei 60-80° ganz gut bearbeitbar, also flüssig.
    Neben der Pilzvernichtung eine neue Verkittung mit altem Kanada Balsam ist nicht was ich mir wünsche. Bei meinen Verkittungsversuchen war das Kanadabalsam nach einmaligem Erhitzen eh unbrauchbar für weitere Tests - vermutlich dampfen da Bestandteile aus.

    Neuere optische Kleber sind teils wärmebeständig bis z.B. 125°C (NOA 61) - für Millitär-Anforderungen.
    Für allgemeine Nutzung in Optiken geht der Temperaturbereich der Kleber (NOA60 bis 60-90°C - und dann lösen sie sich, für immer.

    Mir wäre das zu riskant.
    Autofahren ohne Gurt geht im Allgemeinen auch gut - trotzdem nutze ich gerne den Gurt :-)
    Geändert von Keinath (16.06.2012 um 10:38 Uhr)
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